18. November 2018, 13:23 Uhr

Landesliga Männer

Handball-Landesliga: TG Friedberg bringt Top-Team aus Linden ins Stolpern

Nach dem TV Petterweil hat auch die TG Friedberg dem Topfavoriten MSG Linden in der Handball-Landesliga der Männer das Leben schwer gemacht. Auch wenn es in der Schlussminute noch einmal eng wurde.
18. November 2018, 13:23 Uhr
Jubel auf der Friedberger Bank nach einem abgewehrten Angriff der MSG Linden. Am Ende trennen sich der Wetterauer Aufsteiger und der Titelaspirant mit einem 26:26 Remis in der Halle am Seebach. (Foto: Chuc)

Für jede Menge Spannung sorgte das Gastspiel der MSG Linden bei der TG Friedberg in der Handball-Landesliga am Samstagabend. Beide Mannschaften vergaben mehrfach die Führung und trennten sich letztlich ohne Sieger. Nach der Niederlage gegen Petterweil vor Wochenfrist entpuppte sich damit auch die zweite Mannschaft aus dem Wetteraukreis als Stolperstein für den hochgehandelten Favoriten auf dem Weg zum anvisierten Titel.

Aljoscha Schmidt (Mitte), Angreifer der TG Friedberg, nimmt gegen Tobias Mühlhans (l.) und Sören Deimer (beide MSG Linden) Anlauf. In der Schlussminute verwandelt der Ex-Profi den entscheidenden Siebenmeter für seine Mannschaft. 	(Foto: Chuc)
Aljoscha Schmidt (Mitte), Angreifer der TG Friedberg, nimmt gegen Tobias Mühlhans (l.) und...

Obwohl der Vertreter aus dem Kreis Gießen die Führung über die längere Zeitspanne des Spiels innehatte und zwischenzeitlich zweimal mit drei Toren vorlegte (10:13/26. und 15:18/37.), endete die Landesliga-Partie mit einem leistungsgerechten 26:26 (13:15) Unentschieden. Sowohl Gästetrainer Mario Weber als auch Sven Daxer auf Friedberger Seite, bewerteten den Ausgang insgesamt als gerecht. Das Spiel hatte zahlreiche gute, spielerische Aktionen auf beiden Seiten, war aber in der Anfangsphase auch geprägt von vielen Fehlern und ist unter dem Strich auf gutem Landesliganiveau einzuordnen, das auch mit dem der Liga angepassten gesunden Maß an Härte aufwarten konnte. Nachdem sich beide Mannschaften stabilisiert hatten, warteten sie mit vielen gut strukturierten Angriffsaktionen auf. Die Achse Rückraum/Kreis wurde dabei ebenso berücksichtigt, wie das Freispielen der Außenposition. Während die TG dabei die rechte Seite bevorzugte, war das MSG-Spiel eher linkslastig. Gute Torhüterleistungen und schnelles Umschaltspiel nach vorn rundeten das Bild ab.


Landesliga Männer: Aljoscha Schmidt sicher das Remis vom Siebenmeterpunkt

Mit dem 6:4 (Mühlhans/12.) legten die Gäste als erste Mannschaft mit zwei Toren vor und konservierten diesen Vorsprung bis zum 18:16 (38.). Andre Avemann und Ole Reeb sorgten für den 18:18-Ausgleich. Als Tobias Mühlhans die Weber-Sieben mit seinem Tor zum 20:19 (43.) erneut nach vorn warf, schien die Richtung wieder zu stimmen und sich das Szenario der ersten Halbzeit zu wiederholen. Aljoscha Schmidt und Elvin Petrosanec sorgten mit ihren Toren jedoch für einen anderen Spielfilm: Bis zum 25:24 (Reeb/57.) legte die TG jetzt vor, ehe Linden das Spiel noch einmal drehte und beim 26:25 (Jung/59.) den Sieg vor Augen hatte. Aljoscha Schmidt verwandelte einen Siebenmeter letztlich zum gerechten Unentschieden.

»Die Punktebilanz von 1:3 aus den beiden Wetterau-Spielen ist zu wenig. Wir haben heute nicht so gespielt wie wir es wollten, zu viele technische Fehler gemacht und hatten keine guten Chancenverwertung. Es gilt daran zu arbeiten, wieder mehr Konstanz in unser Spiel zu bringen«, analysierte MSG-Trainer Mario Weber. Die Freude über die Punkteteilung war auf gegnerischer Seite ungleich größer. »Ich bin zufrieden. Wir haben uns gegenüber den letzten Spielen stark verbessert und im Hinblick auf das anstehende Derby gegen Griedel Selbstvertrauen getankt«, folgerte Webers Gegenüber Sven Daxer.


Landesliga Männer: TG-Trainer Sven Daxer sieht noch Luft nach oben in der Abwehr

Obwohl er sich darüber freute, das Spitzenteam unter 30 Toren gehalten zu haben, suchte er die Gründe dafür, nicht auch den zweiten Punkte eingespielt zu haben, in der Abwehrarbeit seiner Mannschaft. Hier sah er Luft nach oben. »Dafür haben wir im Angriff gute Lösungen gefunden, zu jeder Zeit die Geduld behalten und keine wilden Dinger gemacht«, meinte er abschließend.

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Zinnel (2), Christian Schmidt (2), Ploner (2), Reeb (3), Petrosanec (7), Vellenzer, Vlad (1), Avemann (5/2), Gustavsson (2), Jaster, Aljoscha Schmidt (2/1).

MSG Linden: Rocksien, Finn Weber, Schindowski; Nober, Jung (1), Mühlhans (7), Walter (3), Wrackmeyer (2), Deimer (2/1), Berger (1), Julian Weber (4), Andermann (1), Höhn (2), Grundmann (3).

Im Stenogramm / SR: Haltrich/Zecher (Griesheim/Egelsbach). – Z.: 180. – Siebenmeter: 4/3 – 3/1. – Strafzeiten: - (Disqualifikation Gustavsson/36.) / 2 Minuten.

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