10. Februar 2019, 22:13 Uhr

Handball-Bezirksoberliga

Handball-Bezirksoberliga: Befreiungschläge der Wetterauer Kellerkinder

Ausgerechnet Top-Favorit HSG Mörlen hat in der Handball-Bezirksoberliga eine Niederlage einstecken müssen. Immerhin feierten die beiden anderen Wetterauer Teams wichtige Siege.
10. Februar 2019, 22:13 Uhr
Freie Bahn für den Wettertaler Philipp Landvogt (vorn), der in dieser Szene für sein Team im Bezirksoberligaspiel gegen die HSG Kleenheim/Langgöns II trifft, während sein Kontrahent Sebastian Henze nur tatenlos zusehen kann. (Foto: Jaux)

Die HSG Lumdatal, Tabellenführer der Handball-Bezirksoberliga, kam beim TSV Kirchhain zu ihrem 15. Saisonerfolg – musste für den 26:24-Sieg nach Halbzeitrückstand aber lange kämpfen. Nachdem die HSG Mörlen am Samstag bei der HSG Hungen/Lich eine 26:30-Niederlage hinnehmen musste, übernahm die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit dem 32:20 über die HSG Dilltal wieder den zweiten Platz. Am Tabellenende steht mit deutlichen Rückstand zur Konkurrenz die HSG Pohlheim II, die gegen die MSG Florstadt/Gettenau eine 29:43-Niederlage einsteckte.


Handball-Bezirksoberliga: Wichtiger Sieg der Wettertaler gegen direkten Konkurrenten

Wettertals Trainer Sven Tauber spricht nach dem Erfolg von einem wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg. (Foto: Jaux)
Wettertals Trainer Sven Tauber spricht nach dem Erfolg von einem wichtigen Sieg im Kampf g...

HSG Wettertal – HSG Kleenheim-Langgöns II 34:29 (17:14): Mit diesem Sieg haben die Wettertaler nicht nur ihre Punktebilanz ausgeglichen, sondern auch einen Konkurrenten auf Distanz gehalten. »Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben. Bei der Konstellation im Tabellenkeller ist dieser Sieg sehr wichtig«, erklärte auch Wettertals Trainer Sven Tauber. Die Hausherren kamen auf jeden Fall besser aus den Startlöchern und lagen nach fünf Minuten mit 5:1 vorn. Danach drehten die Gäste auf, schafften nach zwölf Minuten den Ausgleich zum 5:5. Bis zum 11:11 (19.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe sich die Wetterauer wieder absetzten. 50 Sekunden vor der Pausensirene führten die Wettertaler mit 17:12, ehe die Kleenheimer den Rückstand durch zwei Treffer von Leon Dilges auf 14:17 verkürzten. Die Gästespieler Philipp Schäfer, Tim Tonhäuser und erneut Leon Dilges sorgten mit ihren Tore in den ersten knapp drei Minuten des zweiten Durchgangs für den 17:17-Gleichstand. Doch die Wettertaler reagierten prompt: Jonas Kielich, Andreas Boller (2), Florian Zimmer und Klaus Bergemann warfen die Hausherren bis zur 38. Minute mit 22:17 in Front. Diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr aus der Hand. 29:24 lautete der Spielstand acht Minuten vor dem Ende, fünf Minuten vor Schluss hieß es 32:27. Die Entscheidung war gefallen. Sven Tauber freute sich, dass seine Spieler in emotionaler Hinsicht alles in die Waagschale geworfen haben, monierte aber auch: »Wir haben Christian Keil zu viel werfen lassen.« Gästespieler Philipp Schäfer befand hinterher: »Wir haben auswärts 29 Tore geworfen, da müssen wir eigentlich gewinnen. Aber in der Abwehr haben wird keinen Zugriff bekommen, und vorn verlieren wird den Kopf.«

Tore, Wettertal: Bergemann (7/4), Metzger, Kielich (je 6), Boller (5), Zimmer (3), Yannick Kreuzer, Landvogt (je 2), Tobias Kreuzer, Mengel, Bunfill (je 1). – Kleenheim-Langgöns II: Dilges (9/3), Keil (7), Henze, Philipp Schäfer (je 5), Tonhäuser (2), Eckhardt-Helmes (1).


Handball-Bezirksoberliga: Trainer Philipp Petriesas bremst Erwartungen in Mörlen

HSG Hungen/Lich – HSG Mörlen 30:26 (13:13): »Wir haben zum dritten Mal hintereinander eine mannschaftlich geschlossene, starke Leistung gezeigt«, freute sich Carsten Schäfer, Trainer der HSG Hungen/Lich, und ergänzte: »Ein toller Auftritt meiner Mannschaft.« Logischerweise hielt sich die Begeisterung des Mörler Coachs Philipp Petriesas in engen Grenzen. »Wir können bis zum Saisonende nicht jedes Spiel gewinnen«, bremste er allzu hohe Erwartungen. In Lich entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Nach dem 4:4 (8.) zogen die Wetterauer durch Tore von Bernhard Dietz sowie Sebastian Bischof auf 6:4 davon und lagen nach 22 Minuten sogar mit 13:8 vorn. Doch die Hausherren ließen sich nicht abschütteln und holten Tor um Tor auf, ehe Luca Macht in der 29. Minute den Treffer zum 13:13-Pausenstand erzielte. Ihren guten Lauf gegen Ende des ersten Abschnitts setzten die Hausherren auch in der zweiten Halbzeit fort und kamen durch Macht und Akin Sahin zu einer 15:13-Führung. Allerdings hielten die Gäste dagegen und gestalteten die Begegnung in der Folgezeit ausgeglichen – bis zur 50. Minute beim 23:23. Dabei scheiterten die Mörler aber mehrfach an Hungens Keeper Marcel Hastermann. »Wir haben sechs ›Freie‹ vergeben«, ärgerte sich Petriesas, der außerdem monierte, dass von Rechtsaußen so gut wie keine Torgefahr ausging. »Am Ende fehlte uns die Kraft«, berichtete der Gästecoach, dessen Mannschaft in der vergangenen Woche von der Grippewelle erfasst worden war. Nach dem 23:23 zog die HSG Hungen/Lich durch Tore von Michael Kümpel (2) und Timo Metzger innerhalb von drei Minuten auf 26:23 davon. Mörlens Sebastian Dietz verkürzte zwar noch einmal (55.), doch die letzten Minuten gehörten den Gastgebern, die sich auf 29:24 absetzten. Damit war die Entscheidung gefallen.

Tore, Hungen/Lich: Metzger (7), Macht (6), Menges (5), Kümpel (3/1), Sahin (3), Diehl, Dell (je 2), Schmied, Stania (je 1). – Mörlen: Bischof (7/4), Bernhard Dietz (7), Sebastian Dietz (5), Max Breitenfelder (3), Möbs (2), Krausse, Dönges (je 1).


Handball-Bezirksoberliga: Kantersieg der MSG Florstadt/Gettenau beim Schlusslicht

HSG Pohlheim II – MSG Florstadt/Gettenau 29:43 (17:24): Chancenlos waren die Pohlheimer in dieser Partie, in der nach dem 2:2 (6.) das Unheil über die Mannschaft aus dem Kreis Gießen hereinbrach. Vier Minuten später hieß es 7:2 für den Wetterauer Gast, der nach einer Viertelstunde mit 12:6 vorn lag. Auch in der Folgezeit diktierten die Gäste in diesem ungleichen Kräftemessen das Geschehen und lagen beim Seitenwechsel bereits mit sieben Treffern vorn. Im zweiten Durchgang setzte sich das muntere Scheibenschießen fort, wobei auch die Gastgeber recht ordentlich zulangten, angesichts der gegnerischen Offensivpower aber nicht mithalten konnten. Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Pohlheimer mit 26:36 hinten, gerieten dann noch an einen Wirbelwind namens Christoph Schildger, der in den letzten fünf Minuten der Partie noch vier Treffer für Florstadt/Gettenau erzielte. »Mit den 29 Toren kann man zufrieden sein«, lobte Pohlheims Trainer Michael Zehner das Angriffsspiel seiner Mannschaft. »Es war bei uns aber keine Deckung vorhanden«, ließ er am Abwehrverhalten seiner Spieler allerdings kein gutes Haar. »Es war ein Komplettversagen.« Christian Sacks, Trainer der MSG Florstadt/Gettenau, wollte eingedenk der Vorrundenniederlage nichts dem Zufall überlassen. »Wir haben die 60 Minuten konzentriert durchgespielt und die ganze Zeit gesteuert«, berichtete er und freute sich darüber, dass »sich die Jungs an die Vorgaben gehalten haben«. So habe die offensive Abwehr der Pohlheimer seine Mannschaft nicht vor größere Probleme gestellt, wie die 43 erzielten Treffer belegen.

Tore, Pohlheim II: Hahn (8/3), Brücher, Kreß (je 5), Kaus (3), Dönicke, Koppermann, Wenzel (je 2), Laiacker, Schneider (je 1). – Florstadt/Gettenau: Lehr (10/5), Peppler (7), Schildger, Baumgartl (je 5), Wenisch (4), Stewen, Kuntze (je 3), Starck, Greife (je 2), Stelz, Boller (je 1).

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