Griedel feiert Derbysieg

11. März 2018, 22:15 Uhr
Michel Stolte stellt sich dem Wurf von Jonas Koffler entgegen und feiert mit dem TSV Griedel einen Derbysieg gegen den TV Petterweil. (Foto: Jaux)

Nach dem Abpfiff des Handball-Landesliga-Derbys gegen den TV Petterweil freuten sich die Spieler des TSV Griedel in einem Siegeskreis hüpfend über ihren Sieg und skandierten immer wieder das Wort »Derbysieg«. Demgegenüber schlichen die Gästespieler bedröppelt aus der Halle. Die Handballer aus dem Butzbacher Stadtteil hatten mit 26:23 (10:8) gewonnen.

»Ich bin stolz auf die Mannschaft, das war heute gut und schön. Wir haben das Spiel im Kopf gewonnen und den Charakter des letzten Auswärtsspiel auch zu Hause aufs Spielfeld gebracht«, bekannte der junge Griedeler Trainer Sascha Präger. »Wir haben uns in der vergangen Woche sehr intensiv mit dem Gegner beschäftigt, was sich ausgezahlt hat«, führte er weiter aus und unterstrich die Wichtigkeit des Siegs, der seine Mannschaft jetzt auch im direkten Vergleich besser dastehen lässt.

Sein Gegenüber Martin Peschke war naturgemäß enttäuscht. »Diese Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir haben zu statisch und eindimensional gespielt, im Angriffe die Durchbrüche immer an der falschen Stelle angesetzt, das Kreisanspiel zu früh versucht und zu viele technische Fehler gemacht«, führte er eine Anzahl von Defiziten seiner Mannschaft auf. »Wir haben noch sieben Spiele vor uns. Genügend Gelegenheit Punkte zu holen. Wir müssen die Köpfe wieder hoch nehmen, und alles in die Waagschale legen«, forderte er. »Herz, Wille und Einsatz haben das Spiel heute zu Gunsten von Griedel entschieden. Der TSV hat verdient gewonnen«, zeigte er auf.

Der Bedeutung des Spiels angemessen, verlief die Anfangsphase zäh und nervös. Es dauerte fünf Minuten, ehe Sandro Krüger seinen TSV nach vorne warf. Bis zum 4:4 (11.) legten die Gastgeber vor, und Petterweil glich aus. Exemplarisch für die übergroße Nervosität auf beiden Seiten waren mehrere technische Fehler auf beiden Seiten innerhalb weniger Sekunden. Wie ein hin und her springender Ping-Pong-Ball wechselte dabei der Ballbesitz. Tore von Sascha Siek (2) und Constantin Jantos bescherten Griedel mit dem 7:4 (16.) eine erste deutlichere Führung. Mit dieser im Rücken legte der TSV seine Nervosität schlagartig ab und reduzierte die technischen Fehler erheblich. Dies gelang dem Landesliga-Dino aus Petterweil während der gesamten Spielzeit nicht. Die Gästespieler schafften es auch nicht, ihre körperlichen Vorteile gewinnbringend einzubringen. Zwar gelang es ihnen bei eigener Überzahl den Rückstand auf 8:9 (Dänner/28.) zu reduzieren, die Chance zum Ausgleich wurde durch das Auslassen einer Torchance von außen aber vergeben. Mit einer Zwei-Tore-Führung für Griedel ging es in die Pause.

TSV mit fünf Toren in Folge

Nach dem Wechsel gelang Petterweil ein zweimaliger Ausgleich durch Thorsten Koch (10:10 und 11:11). Das kurze TVP-Hoch fand jedoch ein schnelles Ende. Mit fünf Toren in Folge zogen die TSV-Spieler bis auf 16:11 (40.) davon. Jetzt besann sich Petterweil auf seine Wurfstärke aus dem Rückraum. Von den folgenden sieben Gästetoren fielen sechs durch fulminante Würfe aus der zweiten Reihe. Mit dem 20:18 (Koch/51.) war der Gegner wieder in Schlagdistanz. Griedel antwortete mit zwei Toren in Folge (Jantos/Nils Siek), erhöhte den Vorsprung auf vier Tore und zog in der Folge bis auf 26:21 (58.) davon. Das Spiel war damit entschieden. Den Gästen war es vorbehalten mit den beiden letzten Toren des Spiels noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben. Ein schwacher Trost für eine durchaus vermeidbare Niederlage.

TSV Griedel: Hilbert, Schindowski; Sascha Siek (4), Krzeczek, Strasheim, Grieb, Nils Siek (4), Kipp (5), Wagner, Jantos (10/6),Noll, Krüger (2), Dietz, Stolte (1).

TV Petterweil: Brücher, Schneiker; Trouvain, Koch (4), Witzel (1), Felix Koffler (2), Dänner (4), Alt (1), Wassberg, Jonas Koffler (7), Lange (1/1), Thomer, Hitzel (1), Ehmer (2).

Steno: Schiedsrichter: Kerth/Knodt (Erfelden). - Siebenmeter: 6/6 – 1/1. - Strafzeiten: 8 Min. – 8 Min. - Zuschauer: 250

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