07. Januar 2019, 09:49 Uhr

Futsal-Hallenkreismeisterschaften

Futsal-Hallenkreismeisterschaften: Es geht um mehr als nur um die Ehre

Sinkende Teilnehmerzahlen, stattliche Siegprämien und Regeln, die den Fußball unter dem Dach attraktiver machen sollen: Die Futsal-Hallenkreismeisterschaften gehen in ihre vierte Auflage.
07. Januar 2019, 09:49 Uhr
Ab Freitag ermitteln die Teams des Fußballkreises Friedberg ihren Hallenmeister. Gastgeber der Zwischen- und Endrunde ist dann am 26. Januar der FC Nieder-Florstadt, der mit Andreas Koch (l.) und Christopher Hess (r.) im Vorjahr die Vorrunde überstand. (Foto: nic)

Jene Fußballer, die auch im Wintermonat Januar unter klar definierten Wettbewerbs-Richtlinien auf Betriebstemperatur bleiben wollen, haben keine Wahl: An den Futsal-Kreismeisterschaften, der etwas anderen Art, auf Hallenparkett dem runden Leder nachzujagen, kommt keiner vorbei. Das lohnende Ziel des Vier-Wochen-Events: Wer den »Sparkassen-Futsal-Cup 2019« gewinnt, darf sich Hallenkreismeister nennen und hat bei den Hessenmeisterschaften Startrecht. Unter Futsal-Bedingungen ist es im Fußballkreis Friedberg nach 28 Jahren herkömmlicher Indoor-Meetings erst die vierte Auflage (alle Termine und Ergebnisse gibt es jederzeit aktuell hier), wobei bislang der SV Nieder-Weisel (2016) sowie in den letzten beiden Jahren der aktuelle Hessenligist Türk Gücü Friedberg auf dem Siegertreppchen ganz oben standen.


Futsal-Hallenkreismeisterschaften: Zwei Hessen- und zwei Gruppenligisten sind ebenfalls mit am Start

Starterfeld: Neben den Hessenligisten FV Bad Vilbel (Sieger 2003 bis 2006, 2010) und Türk Gücü Friedberg (Sieger 2014, 2017 und 2018) sind mit dem SKV Beienheim und dem FC Olympia Fauerbach, wo Osadnik-Nachfolger Virginio Bazzoli auf dem Trainerstuhl seinen Einstand feiert, zwei der vier heimischen Gruppenligisten am Start. Hinzu gesellen sich die Kreisoberligisten KSG 1920 Groß-Karben, FC Karben (als KSV Klein-Karben Sieger 2009, 2012 und 2013), SV Nieder-Weisel (Sieger 1993, 1996 bis 1999, 2007, 2016), TSG Ober-Wöllstadt, SG Rodheim (Sieger 1992), SV Staden (Sieger 2002), Türk Gücü Friedberg II, SV Bruchenbrücken, VfB Friedberg, SV Gronau, FC Ober-Rosbach (Sieger 2000) und TSV Ostheim. Aus der A-Liga starten die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim, der FC Nieder-Florstadt, der SV Ockstadt (Sieger 1989), der SV Hoch-Weisel, die Spvgg. 08 Bad Nauheim und die SG Wohnbach/Berstadt. Acht B-Liga-Klubs (SV Schwalheim, KSV Bingenheim, VfR Butzbach, FC Karben II, FC Rendel, VfR Ilbenstadt, SSV Heilsberg, TSV Rödgen), die C-Ligisten SV Echzell (Sieger 1994, 1995), Blau-Gelb Friedberg und SV Rosbach sowie die U19 des Karbener SV komplettieren die Vorrundengruppen eins bis acht.

Sinkende Teilnehmerzahl: Dass sich die Begeisterung für Hallenfußball auch hierzulande seit Jahren im Sinkflug befindet, ist unstrittig. Durften unter herkömmlichen Bedingungen im Jahr 2008 noch 47 Starter registriert werden, so reduzierte sich diese Zahl ab 2015 erstmals auf unter 40. 2017 waren 39 Vereine am Start, im letzten Jahr meldeten 37 Klubs, und diesmal sind es inklusive zweier Reserve-Teams und der U19 des Karbener SV nur noch 34 Mannschaften. Doch nicht einmal die traten zu den ersten beiden Spieltagen an, sodass die Zwischenbilanz eher mau ausfiel.


Futsal-Hallenkreismeisterschaften: Preisgelder in Höhe von insgesamt 3250 Euro stehen zur Verfügung

Modus: Gespielt wird zunächst in acht Vorrundengruppen, die sich in den Sporthallen Butzbach, Petterweil, Echzell und Ober-Rosbach (sechs Vierergruppen, zwei Fünfergruppen) treffen. Die Gruppenplätze eins und zwei bringen den Sprung in die Zwischen- und Endrunde, die am 26. Januar unter der Federführung des FC Nieder-Florstadt in der Florstädter Sporthalle über die Bühne gehen soll. Wichtig für die am Turnier teilnehmenden Reserve-Teams des FC Karben und von Türk Gücü Friedberg: Die Nominierung von Spielern, die in der laufenden Runde bereits in der ersten Mannschaft zum Einsatz kamen, ist nicht erlaubt.

Siegprämien: Wäre ausschließlich die Ehre das lohnende Ziel, würde das wichtigste Indoor-Spektakel der Region vermutlich schon längst keine Rolle mehr spielen, weil lukrative Preise oder Geld für die Mannschaftskasse seitens des Verbandes nicht vorgesehen sind. Andere Fußballkreise, in denen es außer Urkunden und Glückwünsche der Funktionäre nichts zu gewinnen gibt, können davon gewiss ein Liedchen singen. Diesbezüglich kann sich der Kreisfußballausschuss einmal mehr auf die Sparkasse Oberhessen verlassen. Jedenfalls sind 3250 Euro, die die Bank zur Verfügung stellt, ein hübsches Sümmchen. »Geld, das in vollem Umfang den am Wettbewerb teilnehmenden Vereinen zugutekommt«, sagt Kreisfußballwart Thorsten Bastian. Zu gewinnen gibt’s neben Pokalen (für die besten drei Teams) und Fußbällen jede Menge Bares, wobei 1000 Euro für den neuen Hallenkreismeister, 500 Euro für den Vizemeister sowie je 250 Euro für die im Halbfinale gescheiterten Klubs gewiss nicht zu verachten sind. Wer im Viertelfinale die Segel streichen muss, darf immerhin 50 Euro mit nach Hause nehmen. Ungewöhnlich, aber eine gute Idee: Bereits in den Vorrundengruppen zu scheitern, kann sich ebenfalls lohnen, zumal in den Sporthallen Butzbach, Petterweil, Echzell und Ober-Rosbach die jeweils fairste, ausgeschiedene Mannschaft eine Fairplay-Prämie (50 Euro) erhält.

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