16. September 2018, 22:32 Uhr

Handball

Friedberger Sieg zur Landesliga-Rückkehr

Die TG Friedberg ist mit einem Erfolg in die Landesliga-Saison gestartet. Gegen die SG Lollar/Ruttershausen gelang am Samstagabend zur Primetime ein knappes 23:22.
16. September 2018, 22:32 Uhr
Aljoscha Schmidt von der mit 23:22 siegreichen TG Friedberg hat abgezogen. (Foto: N. Merz)

»Es gibt wieder Landesliga-Handball in Friedberg«, mit diesen Worten begrüßte Hallensprecher Peter Schubert das Publikum, unter dem sich auch eine Jugendmannschaft aus Entrocamento, der portugiesischen Partnerstadt, befand. Trotz des nur wenige Meter von der Sporthalle entfernt stattfindenden Friedberger Herbstmarktes hatte sich eine ansehnliche Zuschauerzahl eingefunden, die das erste doppelte Punktepaar nach dem Abpfiff frenetisch bejubelte. Die gastgebende TG Friedberg hatte das Auftaktspiel der Landesliga Mitte gegen die SG Lollar/Ruttershausen mit 23:22 (12:12) gewonnen. »Erst mal durchschnaufen. Die Hauptsache ist zunächst einmal, dass wir gewonnen haben. Es war heute kein Offensivspektakel, auf beiden Seiten haben die Abwehrreihen dominiert«, sagte TG-Trainer Sven Daxer nach dem Abpfiff.

 
Fotostrecke: TG Friedberg - HSG Lollar/Ruttershausen

Auch wenn es sich um eine neue Saison und eine neuen Spielklasse handelt, beim Aufsteiger aus der Kreisstadt stehen Krimis weiterhin auf dem Programm. Dabei hätte es durchaus ein entspannter Abend werden können. Die Mannschaft von Trainer Daxer trotzte mit Erfolg den Ausfällen von Spielmacher Andre Avemann (Auslandsreise) und Torjäger Elvin Petrosanec (Todesfall in der Familie) mit entschlossenem Auftreten, einer neuen 6:0-Deckungsformation und Benedikt Ploner auf der Spielmacherposition. Nachdem Aljoscha Schmidt die 7:4-Führung (14.) erzielt hatte, schien der Anfangswiderstand der SG gebrochen. Bis zum 11:8 (Musch/27.) lief das TG-Spiel rund, auch wenn technische Fehler Abstimmungsprobleme nicht verleugneten. Geführt von ihrem Spielmacher Eike Schuchmann, kämpften sich die Gäste in den Schlussminuten der ersten Hälfte zurück und stellten die Partie mit dem Pausenpfiff wieder auf Null (12:12).

Marco Zinnel, der nach dem Wechsel nicht mehr auf seiner angestammten Halbposition, sondern im Rückraum-Mitte agierte, und Radu Balazs waren in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit die Männer der Stunde. Während Balazs mit einigen tollen Paraden seiner Mannschaft den Rücken freihielt, überzeugte Zinnel mit energischem Zug zum Tor. Gestärkt durch den Rückenwind des späten Ausgleichs vor dem Wechsel, ließen sich die Gäste jedoch nicht mehr abschütteln. Die TG legte jeweils mit einem oder zwei Toren vor, Lollar/Ruttershausen zog nach und schaffte es immer wieder auszugleichen. Beim Stand von 22:21 nahm Daxer 70 Sekunden vor dem Abpfiff eine Auszeit, um seine Mannschaft darauf einzuschwören, in der verbleibenden Zeit nicht wieder den Ausgleich hinnehmen zu müssen. Seine Mannschaft setzte die Vorgabe vorbildlich um. Mit dem 23. Treffer zerstreute Aljoscha Schmidt die letzten Zweifel am Auftaktsieg. Der letzte Gegentreffer der HSG fiel nicht mehr ins Gewicht.

»Durch die Ausfälle war bei uns heute viel Improvisation angesagt. Solange wir im Spiel unsere Linie behielten, hatten wir Oberwasser. Sobald wir davon abgewichen sind und versucht haben, im Eins-gegen-eins individuell Lösungen zu finden, gab es Rückschläge«, schaute Daxer auf spannende 60 Minuten zurück: Ein Extralob gab es noch für Benedikt Ploner.

Für Sören Asboe, dem Trainer der SG Lollar/Ruttershausen, »war der Friedberger Sieg verdient, da die TG bis auf die ersten Minuten fast durchgängig geführt hat. Wir haben zu viele Fehler gemacht und hatten keine gute Abschlussquote.«

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Durchdewald (1), Zinnel (7/2), Ploner (2), Jonscher (2), Mahr, Gustavsson, Merten, Reeb, Vlad, Schmidt (6/1), Musch (5).

SG Lollar/Ruttershausen: Dud, Anthes; Schwellnus (2), Mühlich (1), Schneider, Graf, Lindenthal, Schlapp, Grote, Dorzweiler (2), Los Santos (4), Ziehm (3/1), Schuchmann (8/3) Janecic (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Osternig/Schäfer (Dornheim/Groß-Gerau). - Siebenmeter: 3/3 – 5/4. - Strafzeiten: 8 – 8 Minuten. - Zuschauer: 250.

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