24. Oktober 2018, 07:00 Uhr

Hallenfußball

Friedberger Hallenkreismeisterschaften so gut wie gerettet

Die Friedberger Hallenkreismeischaften scheinen gerettet. Gab es vor zuletzt Absagegerüchte aufgrund mangelnder Teilnehmer, scheint der Appell der Verantwortlichen Gehör gefunden zu haben.
24. Oktober 2018, 07:00 Uhr
Mike Michalak (rechts) zählt mit dem SKV Beienheim zu den Mitfavoriten um den Kreismeistertitel. Im Vorjahr traf der Fußball-Gruppenligisten in der Vorrunde in Echzell auf die SG Wohnbach/Berstadt mit Mustafa Agbulut (links). (Foto: Nici Merz)

Jene Zeitgenossen, die Fußball unterm schützenden Hallendach im Wintermonat Januar als durchaus unterhaltsame Angelegenheit erachten, können aufatmen: Befürchtungen, die nach Vorgaben des Hessischen Fußball-Verbandes unter Futsal-Regeln durchzuführenden Hallen-Kreismeisterschaften 2019 würden erstmals seit 1988 mangels Interesse wohl ausfallen, sind so gut wie vom Tisch. »Diese Woche trifft sich der Kreisfußballausschuss, denn es gilt, diesbezüglich eine finale Entscheidung zu treffen. Ich denke, wir bekommen grünes Licht«, verrät Harald Wilke (Karben).

Als Futsal-Beauftragter des Fußballkreises Friedberg hat der Sport-Funktionär in den letzten Wochen eifrig telefoniert und vor Ort intensive Gespräche geführt, um die zunächst erheblich unterm Strich liegende Teilnehmerzahl (26) nach oben korrigieren zu können. Der Aufwand hat sich anscheinend gelohnt. Begründungen für Absagen musste sich Wilke zwar des Öfteren anhören, doch trotz unterschiedlicher Argumente wie »zu große Verletzungsgefahr«, »nicht in den Vorbereitungsplan passend« oder »keine Leute« sind’s inzwischen über 30 Teams, die mitmachen wollen.


Hallenkreismeisterschaften: 2008 noch 47 teilnehmende Mannschaften

Fallende Tendenz: Dass sich die Begeisterung für Hallenfußball auch hierzulande seit Jahren im Sinkflug befindet, ist unstrittig. Durften unter herkömmlichen Bedingungen im Jahr 2008 noch 47 Starter registriert werden, so reduzierte sich diese Zahl ab 2015 erstmals auf unter 40. Futsal, also die etwas andere Art, auf Hallenboden im Rahmen von Kreismeisterschaften seine Fähigkeiten zu demonstrieren, gibt’s im Raum Friedberg seit drei Jahren. 2016 (37 Teilnehmer) siegte der SV Nieder-Weisel, 2017 (39) und 2018 (36) gewann Türk Gücü Friedberg.

32 plus X: »Diesmal sind mindestens 32 Mannschaften am Start. Kann sein, dass bis Ende Oktober noch zwei oder drei Vereine nachmelden«, sagt Wilke. Starten werden mit Türk Gücü Friedberg und dem FV Bad Vilbel beide Wetterauer Hessenligisten, aber mit dem SKV Beienheim nur einer der vier heimischen Gruppenligisten. Hinzu gesellen sich 12 von 16 Kreisoberligisten (KSG 1920 Groß-Karben, FC Karben, SV Nieder-Weisel, TSG Ober-Wöllstadt, SG Rodheim, SV Staden, Türk Gücü Friedberg II, SV Bruchenbrücken, VfB Friedberg, SV Gronau, FC Ober-Rosbach, TSV Ostheim), sechs A-Ligisten (SG Dorn-Assenheim/Weckesheim, FC Nieder-Florstadt, SV Hoch-Weisel, SV Ockstadt, SG Wohnbach/Berstadt, Spvgg. 08 Bad Nauheim), zehn Vertreter aus den Kreisligen B und C (KSV Bingenheim, VfR Butzbach, SG Oppershofen, FC Karben II, FC Rendel, VfR Ilbenstadt, TSV Rödgen, SV Schwalheim, SV Echzell, Blau-Gelb Friedberg) sowie die A-Jugend des Karbener SV.


Hallenkreismeisterschaften: Auftakt am 4. Januar in Butzbach

Zuverlässiger Partner: Wäre ausschließlich die Ehre das lohnende Ziel, würde das wichtigste Indoor-Spektakel der Region auf dem fußballspezifischen Termin-Kalender vermutlich schon längst keine Rolle mehr spielen, weil lukrative Preise oder Bares für die Mannschaftskasse seitens des Verbandes nicht vorgesehen sind. Andere Fußballkreise, in denen es außer Urkunden und Glückwünschen der Funktionäre nichts zu gewinnen gibt, können gewiss ein Liedchen davon singen. Diesbezüglich kann sich der Kreisfußballausschuss als Ausrichter einmal mehr auf die Sparkasse Oberhessen verlassen. Jedenfalls sind 2300 Euro, die die Bank zur Verfügung stellt, ein hübsches Sümmchen. »Geld, das in Form von Siegprämien in vollem Umfang den am Wettbewerb teilnehmenden Vereinen zu Gute kommt«, sagt Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg). Harald Wilkes Sorge, der Sponsor werde auf Grund negativer Tendenzen womöglich aussteigen, erwiesen sich somit als unbegründet. Angesichts nicht eben üppig gefüllter Vereinskassen und zuweilen fehlender Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bedeutet dies für jene Vereine, die beim traditionellen Hallenfußball-Event passen: Wer nicht mitspielt, der hat schon verloren.

Januar-Fahrplan: Gespielt werden soll zunächst in acht Vorrunden-Gruppen, die sich unter regionalen Gesichtspunkten auf vier Hallen verteilen. »Die Zusammenstellung dieser Staffeln im Losverfahren zu ermitteln, bringt nichts und würde die Anzahl interessierter Besucher mit Sicherheit deutlich nach unten drücken«, meint Bastian.

Los geht’s am 4. Januar 2019 in der Butzbacher Sporthalle (Ausrichter sind der SV Nieder-Weisel und der TSV Ostheim), zwei Tage später (6. Januar) ist unter der Federführung des FC Rendel die Sporthalle Sauerbornstraße in Petterweil an der Reihe. Es folgen Echzell (13. Januar/Ausrichter: SV Echzell) und die Eisenkrain-Halle in Ober-Rosbach (19. Januar/Ausrichter: FC Ober-Rosbach). Gastgeber der Zwischen- und Endrunde (Sporthalle Florstadt) ist am 26. Januar der FC Nieder-Florstadt.

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