02. Dezember 2018, 21:53 Uhr

Friedberg verschenkt Punkte

02. Dezember 2018, 21:53 Uhr

Die Handballer der TG Kastel entwickeln sich für die Wetterauer Landesligisten allmählich zum Angstgegner. Nachdem der TV Petterweil in der Vorwoche bereits einen Punktverlust gegen die Mainzer Vorstädter hatte hinnehmen müssen, unterlag die TG Friedberg jetzt zu Hause mit 23:29 (12:14) gegen Kastel.

»Warum auch immer: Die Mannschaft liegt uns nicht. In all den Jahren der gemeinsamen Klassenzughörigkeit haben wir ständig verloren«, sagt TGF-Trainer Sven Daxer. Seine Mannschaft schaffte es am Samstagabend nur selten, ihr Potenzial abzurufen. Dass mit Elvin Petrosanec und Aljoscha Schmidt zwei Akteure die Partie angeschlagen bestritten, wollte Daxer nicht als Erklärung für den durchwachsenen Auftritt seiner Mannschaft gelten lassen.

Nach ausgeglichenem Beginn (5:5/14.) nahmen die Gäste das Heft in ihre Hände. Sie erspielten sich eine Führung, die bis auf 14:10 (29.) ausgebaut wurde. In den danach folgenden, halbzeit-übergreifenden acht Spielminuten zeigten die Gastgeber ihren Anhängern dann das wahre Leistungsvermögen. Mit einem 7:0-Lauf drehten sie das Spiel, legten mit 17:14 vor und schienen das Erfolgsmodell gefunden zu haben. Bis zum 20:17 (Zinnel/41.) deutete alles auf einen Sieg der Wetterauer Handballer hin. Auch der Ausfall des Abwehrorganisators Jöran Mahr zum Ende der ersten Hälfte nahm in dieser Phase keine Fahrt aus dem Friedberger Spiel.

»Aus unerfindlichen Gründen hat die Mannschaft dann aber das Spielen komplett eingestellt. In Abwehr als auch Angriff«, lautete Daxer’s Erklärungsversuch für eine erneute, finale Wende des Spiels. In der restlichen Spielzeit gelangen den Kreisstädtern lediglich noch drei Tore, demgegenüber Kastel insgesamt zwölf Mal einnetzte. Ab dem 22:23 (50.) standen nur noch die Gäste auf dem Gaspedal. Friedberg wurde in der Abwehr zusehends nachlässiger und machte Kastel das Tore werfen zu einfach. Im Angriff der Gastgeber wurde das Spiel zähflüssiger, und Torerfolge gelangen nur noch nach harter Arbeit.

»In der Endphase haben wir mit verschiedenen offenen Deckungsvarianten noch einmal alles versucht«, verdeutlichte Daxer, dass bis zum Abpfiff um die Siegeschance gekämpft wurde. »Wir hatten zwar auch einige Ballgewinne, haben aber den Ball genauso schnell wieder hergegeben, wie wir ihn zuvor erkämpft hatten«, beschrieb er das vergebliche Bemühen, sich im letzten Heimspiel des Jahres mit einem Sieg von den eigenen Fans zu verabschieden.

TG Friedberg: Balazs, Biaesch; Beyster (1), Zinnel (4), Christian Schmidt, Ploner (6), Jonscher, Mahr (1), Reeb, Petrosanec (2), Vellenzer, Avemann (7/3), Gustavsson (2).

TG Kastel: Finger, Schiebeler; Sebastian Fischer, Hohmann (3), Holtkötter (8), Krechel (1), Panzer (3), Krause (3), Tobias Fischer, Büscher (3), Hartmann (1), Klein (5/2), Dankelmann, Reese (2).

Steno: Schiedsrichter: Lahaye/Sommerfeld (Bürgel/Altenhaßlau). - Siebenmeter: 4/3 – 3/2. - Strafzeiten: 6 Min. – 6 Min. / Disqualifikation Büscher (45.) und Krause (58.). - Zuschauer: 120.

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