B-Liga-Meister

FSG Burg-Gräfenrode auf Rekordjagd

Die FSG Burg-Gräfenrode steht in der Kreisliga B Süd schon als Meister fest, will ihre ohnehin schon beinahe makellose Saisonbilanz in den letzten Partien aber noch verbessern.
17. Mai 2018, 16:00 Uhr
Meister der Fußball-Kreisliga B Süd: Die FSG Burg-Gräfenrode steht seit 29. April als Titelträger und Aufsteiger fest. (Foto: Nici Merz)

86 Punkte und 116:28 Tore aus 28 Spielen. Die FSG Burg-Gräfenrode führt die Fußball-Kreisliga B Süd mit einer phantastischen Bilanz an. Die Meisterschaft konnte die Mannschaft von Frank Ziegler nach 26 Siegen und zwei Remis bereits feiern. Jetzt haben sich die »Roggauer« ein neues Ziel für die Rest-Saison gesetzt. Die FSG will unbeschlagen bleiben.

Nur zweimal konnte der Tabellenführer nicht gewinnen; gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Am 22. Oktober »patzte« die FSG zu Hause gegen den SV Rosbach und am 5. April beim SV Bruchenbrücken II (jeweils 2:2); Schönheitsfehler in einer außergewöhnlichen Saison. Am Pfingstsonntag fährt die FSG nun zum Türkischen SV Bad Nauheim II und empfängt zum Saison-Halali am 27. Mai den VfB Friedberg II. Dass die Mannschaft angesichts des bereits erreichten Aufstiegs die Zügel noch nicht schleifen lässt, erfuhr zuletzt der VfR Ilbenstadt. Der Nachbar, der noch um Tabellenplatz zwei und die Aufstiegsrelegation zur Kreisliga A kämpft, wurde mit 9:1 nach Hause geschickt. Das war zugleich der bislang höchste Rundensieg der »Roggauer« und die höchste Niederlage für die Ilbenstädter.

Gerade in den Spielen gegen die vermeintlichen Aufstiegsrivalen zeigte die Ziegler-Elf ihr ganze Stärke. Der zu Rundenbeginn im Umfeld als Titelanwärter Nummer eins gehandelte VfR Ilbenstadt wurde schon im Hinspiel mit 4:1 besiegt. Auch beim FSV Kloppenheim gelang ein überzeugender 3:0-Erfolg, während man im Rückspiel zu Hause voll gefordert wurde, bevor das 3:2 feststand. Die Spiele gegen diese beiden Mannschaften sowie die zwei Begegnungen gegen den FC Massenheim II (4:1 und 3:1) bezeichnet Vorsitzender Florian Fünffinger als »Meilensteine« auf dem Weg zum Titel.

Eine solche Dominanz hatten der Mannschaft im vergangenen Sommer nur wenige zugetraut. Die Truppe aus Burg-Gräfenrode, als Vizemeister der Saison 2016/17 in der Relegation unglücklich an der SG Melbach gescheitert, hatte einige Abgänge zu verkraften. Sven Meisinger wechselte zum FC Kaichen, Torjäger Raphael Meyerhöfer zog es ausgerechnet zum VfR Ilbenstadt. Die Abgänge wurden durch Zugänge, beispielsweise ein Trio aus Dortelweil, kompensiert. Zudem wurmte das Aus in der Relegation. Das Motto für 2017/18 lautete: »Jetzt erst recht«.

Es geht nach Mallorca

»Wir wussten, dass wir für 2017/18 eine gute Mannschaft haben würden. Dass es aber so gut laufen würde, hatte weder im Umfeld noch intern bei der FSG jemand erwartet«, sagt Fünffinger.

Einer gelungen Vorbereitung im vergangenen Sommer folgte der fantastische Rundenstart. Eine gute Stimmung in der Truppe und ein Lauf kam den Erwartungen entgegen. Volles Vertrauen setzten die FSG-Verantwortlichen und Trainer Ziegler in die Offensive, und diese wurde den Ansprüchen gerecht. Das dokumentiert sich bis heute in 116 Treffer in 30 Spielen mit einem Durchschnitt von 3,7 Toren. Es galt primär, die Abwehr zu festigen. Fünffinger argumentiert hier: »Wer die beste Abwehr hat, steigt auf«. Mit nur bis dato 28 Gegentoren wurde auch das umgesetzt. Die Konkurrenten aus Kloppenheim und Ilbenstadt mussten schon jeweils über 40 Gegentreffer hinnehmen.

Dank der sattelfesten Abwehr und des treffsicheren Sturms mit Joshua Bell (21 Treffer) und Benjamin Münch (20) sollte an den beiden restlichen Sonntagen das Ziel, einer Niederlagen zu vermeiden, realisiert werden können. Während die Meisterschaft schon ausgiebig gefeiert wurde, gibt es nach dem letzten Spieltag noch eine Abschlussfeier. Zudem unternimmt die Mannschaft am zweiten Juni-Wochenende eine Fahrt nach Mallorca.

Einen großen Anteil an der blendenden »Roggauer« Bilanz weist Fünffinger dem Trainer zu: »Er ist sehr ehrgeizig und lebt den Spielern vor, was er von ihnen verlangt. Somit ist es auch logisch, dass Ziegler mit uns in die A-Liga geht.« Die Planungen dazu sind im vollem Gang. Während der aktuelle FSG-Kader zum ganz großen Teil zusammen bleiben wird, nennt Fünffinger bereits drei Neuzugänge: Patrick Jung vom VfB Petterweil, Adrian Mahl vom FC Rendel und Max Gutberlet aus Klein-Lüder bei Fulda sollen die FSG zu einem Mittelfeldplatz in der A-Liga verhelfen. Aus dem A-Liga-Kader scheidet der Vorsitzende Fünffinger aus. Dazu sagt der FSG-Chef: »Ich werde bald 36 Jahre alt und das Knie macht nicht mehr mit. Mich wird man nur noch bei der Zweiten gelegentlich sehen.«

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