11. Februar 2019, 20:32 Uhr

Ein Gegentor in 30 Minuten

11. Februar 2019, 20:32 Uhr
Viel Wille, keine Punkte: Katharina Dietz und die HSG Mörlen spielen gegen die HSG Hungen/Lich lange auf Augenhöhe mit, können sich in der Schlussphase aber nicht mehr entscheidend durchsetzen. (Fotos: Nici Merz)

Während die HSG Mörlen (23:28 gegen die HSG Hungen/Lich) und die HSG Wettertal (14:21 gegen die TSG Leihgestern II) ihre Heimspiele verloren, konnte die FSG Gettenau/Florstadt bei der HSG Herborn/Seelbach zumindest einen Punkt holen – wenn auch auf kuriose Weise.

HSG Herborn/Seelbach – FSG Gettenau/Florstadt 13:13 (12:6): Ohne die grippekranke Elisa Freiter trat die FSG in Herborn an und führte dort nach zwei Minuten mit 2:0. Bis zur siebten Minute hatten die Gastgeberinnen das Spiel zu ihren Gunsten gedreht und führten nun 3:2 und nach 19 Minuten sogar 8:4. Mit 12:6 zugunsten der HSG ging es in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine zähe und torarme Partie, in der Gettenau/Florstadt tatsächlich nur einen einzigen Treffer zuließ. »Wir haben die ganze Zeit über mit einer 6:0-Deckung gespielt, die sehr gut gestanden hat. Dahinter hatten wir mit der überragenden Marie Potschka eine starke Torfrau«, analysierte FSG-Coach Daniel Ginter. So gut man in der Abwehr auch stand, vorne taten sich die Gäste schwer. Trotzdem kämpfte sich die Ginter-Sieben bis zur 45. Minute auf 10:12 heran und hatte fünf Minuten später den Anschluss zum 11:12 erzielt. In den letzten zehn Minuten fielen dann noch drei Tore, davon zwei für Gettenau/Florstadt, sodass am Ende ein 13:13 auf der Anzeigetafel stand. Vier von vier verworfenen Siebenmetern auf Gettenauer Seiten verhinderten ein besseres Ergebnis. »Wir werden weiterhin am Angriffsspiel arbeiten, bis der Knoten wieder aufgeht«, bilanzierte Ginter.

FSG Gettenau/Florstadt: Potschka; Laura Müller (4), Ginter (2), Stiefel (2), Borst (2), Leonie Müller (1), Glaub (1), Ende (1), Bienek, Mogk, Schmeißer, Schmidt

HSG Mörlen – HSG Hungen/Lich 23:28 (9:9): In einer schwachen ersten Hälften leisteten sich beide Teams unzählige Fehlwürfe im Angriff und hatten Schwierigkeiten, sich überhaupt Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten. So stand es nach 15 Minuten erst 4:4 und auch der weitere Verlauf der ersten 30 Minuten brachte keine Besserung. Zumindest die Abwehrreihen mit starken Torhüterinnen auf beiden Seiten zeigten eine ansprechende Leistung. Beim Stand von 9:9 ging es in die Kabine, aus der die beiden Mannschaften wie ausgewechselt auf das Spielfeld zurückkehrten. Mörlen legte zunächst immer vor und die Gäste glichen aus, ehe Christina Heil in der 35.Minute zum 13:11 für die Heim-HSG traf. Die Partie wurde nun temporeicher und aufseiten des Tabellenletzten aus Hungen/Lich spielte sich die A-Jugendliche Rabea Wehrum, die normalerweise in der Oberliga aktiv ist, mehr und mehr in den Fokus. Sie war es, die in der 40. Minute zum 16:16 traf und die Wende zugunsten ihres Teams einleitete. Spätestens beim Stand von 23:27 in der 58. Minute war die Frage nach dem Sieger beantwortet. »Eine wirkliche Überraschung war der Sieg der Gäste nicht. Hungen/Lich wurde durch einige A-Jugend-Oberliga-Spielerinnen gut verstärkt. Am Ende waren wir zudem durch die rote Karte für Juliane Wagner geschwächt.«, sagte HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche.

HSG Mörlen: Michel, Kieninger; Vetter (12/4), Hickel (5), Franziska Dietz (3), Heil (1), Kloppenburg (1), Katharina Dietz (1), Bühler, Theresa Wagner, Juliane Wagner

HSG Wettertal – TSG Leihgestern II 14:21 (6:8): Die HSG führte in der zehnten Minute noch mit 4:3, ehe die Schwächen der Gastgeberinnen im Angriff zu offensichtlich wurden. Leihgestern drehte die Partie und führte in der 17. Minute mit 6:4. Diesen Abstand ließ Wettertal zumindest nicht anwachsen, beim Stand von 6:8 die Seiten getauscht wurden. Nach Wiederbeginn erspielte sich die TSG schnell das erste kleine Polster (10:6/37.) und das Heimteam musste weiterhin viel zu hart für jede Torchance arbeiten. Zehn Minuten vor dem Ende lag die Mannschaft von Trainer David Siegel mit 10:16 gegen die Landesliga-Reserve zurück, am Ende stand eine verdiente 14:21-Niederlage zu Buche. »Wir haben im Angriff nie zu unserem Spiel gefunden und uns zu viele technische Fehler geleistet. In der Abwehr haben wir das ordentlich gemacht und konnten uns auf unsere Torfrauen verlassen. Spätestens jetzt sollte aber jeder wissen, dass wir gegen den Abstieg spielen.«, bilanzierte Siegel.

HSG Wettertal: Heller, Marsteller; Reif (4/3), Wolfner (2), Glaum (2), Exner (2), Weil (1), Bayer (1), Rettig (1), Kerschner (1), Klein, Kunzelmann, Reihold, Brückel

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