22. März 2019, 23:01 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Tor- und sieglos in Spiel drei in Ravensburg

Jetzt braucht der EC Bad Nauheim ein Eishockey-Wunder. In Ravensburg verloren die Roten Teufel am Freitagabend Spiel drei im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit 0:3.
22. März 2019, 23:01 Uhr

Von Michael Nickolaus , 1 Kommentar
Nicht zu überwinden: Torwart Jonas Langmann von den Ravensburg Towerstars stoppt hier Dennis Reimer vom EC Bad Nauheim. (Foto: Enderle)

EC Bad Nauheim


Die Roten Teufel liegen in der Best-of-seven-Serie nach der neusten 0:3-Niederlage gegen die Ravensburg Towerstars (lesen Sie hier das Spiel im Minutenprotokoll) vom Freitagabend nun 0:3 im Rückstand - und brauchen nun ein Eishockey-Wunder. Im Klartext: Eine Niederlage des EC Bad Nauheim am Sonntag im Heimspiel (18.30 Uhr) wurde die Saison für die Hessen bereits beenden.


EC Bad Nauheim: Über- und Unterzahlformationen machen einmal mehr den Unterschied

Richtungsweisenden Charakter hatten wie schon in den ersten beiden Duellen die Über- und Unterzahl-Formationen. Die Gastgeber nutzten eines von vier Powerplays zum Führungstreffer durch Robbie Czarnik (34.). Bad Nauheim blieb in ebenso vielen Situationen mit einem Mann mehr erneut torlos. Pech für die Gäste: In der Schlussminute des zweiten Abschnitts, just als Bad Nauheim seine beste Phase hatte und Towerstars-Keeper Jonas Langmann mehrfach wirklich prüfen konnte, erzielte Ondrej Povizil wie aus dem Nichts den Treffer zum 2:0 für die Hausherren. Der Verteidiger hatte von der blauen Linie den Puck einfach mal Richtung Tor gebracht.

 
Fotostrecke: Playoffs, Spiel drei: Der EC Bad Nauheim in Ravensburg

In Kader der Roten Teufel fehlte Andrej Bires. Der Stürmer war angeschlagen und wurde von Marvin Ratmann ersetzt. Beide Seiten waren in den ersten 20 Minuten in erster Linie darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Torchancen waren entsprechend Mangelware. Jakub Svoboda schlug einmal - das leere Tore vor Augen - über den Puck (4.), zudem klärte Felix Bick im Tor der Gäste zweimal gegen Pfaffengut. Von Bad Nauheim kam in den ersten 20 Minuten offensiv wenig bis gar nichts.


EC Bad Nauheim: 200 mitgereiste Fans sehen ein gutes zweites Drittel - und zwei Gegentore

Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnten auch die Wetterauer – erneut begleitet von rund 200 Fans – den einen oder anderen echten Nadelstich setzen. Ratmann verpasste nach einem Zwei-auf-Eins-Konter (25.), wenig später wurde Denis Shevyrin zweimal geblockt (28.). Eine seltene Hinausstellung gegen Steve Slaton nutzte Ravensburg zum Führungstreffer. Czarnik traf kaltschnäuzig am langen Eck, Bick war chancenlos. Zu allem Überfluss handelten sich die Roten Teufel zwei Minuten später eine Bankstrafe nach einem Wechselfehler ein. Bad Nauheim hatte in dieser Unterzahl allerdings seine gefährlichsten Momente. Mike Dalhuisen steuerte alleine auf Langmann zu, bei einem Shevyrin-Break hatte Ravensburg noch den Schläger dazwischen und schließlich parierte Langmann auch gegen Dennis Reimer. Dafür schlug’s auf der anderen Seite ein. Pozivil erzielte das 2:0 (40.). Das Momentum wechslte.

Ravensburg kam zum letzten Durchgang frischer aus der Kabine und wirkte beeindruckend in der Art, wie Schusswege zugestellt und das Tor verteidigt wurde. Bad Nauheim, das durch die Sylvester-Brüder Dustin und Cody seine beiden besten Möglichkeiten hatte, nahm zum Ende für eine doppelte Überzahl gar den Torwart vom Eis, kassierte letztlich aber noch das 0:3 durch Matthiau Pompei (59.).

"Ravensburg hat die Tore geschossen, deshalb ist das Spiel in die andere Richtung gegangen, obwohl wir gerade im zweiten Drittel die bessere Mannschaft waren. Jetzt haben wir einen Tag Zeit, um uns zu sammeln und dann neu anzugreifen", sagte EC-Coach Christof Kreutzer nach der Partie. Sein Gegenüber Rich Chernomaz sprach seinem Goalie ein Sonderlob aus - ebenso wie seinen Special-Teams, warnte aber davor, die Serie schon als gewonnen anzusehen, habe Bad Nauheim doch das beste Spiel der Serie abgeliefert.

EC Bad Nauheim: Das Spiel bei den Ravensburg Towerstars auf einen Blick

Ravensburg Towerstars: Langmann - Supis, Max Kolb, Sturm, Keller, Dronia, Pozivil, Kokes - Mayer, Hinse, Pfaffengut, Svoboda, Czarnik, Zucker, Just, Pompei, Driendl, Schwamberger, Brunnhuber, Kornelli, Pokorny.

EC Bad Nauheim: Bick - Dalhuisen, Stiefenhofer, Slaton, Shevyrin, Ketter, Pruden, Geitner - Brandl, Hadraschek, Reimer, Ratmann, Dustin Sylvester, Krestan, Kahle, Hamill, Cody, Sylvester, Nico Kolb.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (34.) Czarnik (Hinse, Pozivil - 5-4), 2:0 (40.) Pozivil (Just, Driendl), 3:0 (60.) Pompei (Empty-Net). - Schiedsrichter: Aumüller/Kohlmüller. - Strafminuten: Ravensburg 8 plus zehn Minuten (Keller), Bad Nauheim 8. - Zuschauer: 3416 (ausverkauft).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Deutsche Eishockey-Liga
  • EC Bad Nauheim
  • Eishockey
  • Rote Teufel
  • Michael Nickolaus
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


1
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 2 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.