EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Schock in der Verlängerung

Wie bitter! Der EC Bad Nauheim verliert zum Auftakt der DEL2-Playoff-Viertelfinal-Serie beim ESV Kaufbeuren nach Verlängerung mit 3:4. Ein Ex-Nationalspieler mischte sich in den EC-Fanblock.
13. März 2018, 22:33 Uhr
Steven Billich lauert – bedrängt von Dominik Meisinger – vor dem Tor von Felix Bick auf seine Chance und gewinnt mit dem ESV Kaufbeuren zum Playoff-Start. (Foto: Lahr)

EC Bad Nauheim


Wie bitter! Der EC Bad Nauheim verliert zum Auftakt der DEL2-Playoff-Viertelfinal-Serie beim ESV Kaufbeuren nach Verlängerung mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2/0:1). Philipp De Paly erzielte den alles entscheidenden Treffer für die Allgäuer nach nur 50 Sekunden in der Overtime. Mit 2:0 (27.) und 3:2 (52.) hatten die Roten Teufel zwischenzeitlich geführt. Die Erdgas-Schwaben-Arena war am Dienstag mit 3100 Zuschauern ausverkauft. Mit Trikot der Hessen unter die 80 mitgereisten Anhänger mischte sich Ex-Fußball-Nationalspieler Didi Hamann. »Die eine oder andere Unaufmerksamkeit hat uns heute den Sieg gekostet«, fasste EC-Trainer Petri Kujala knapp zusammen.
 

 

Herz und Leidenschaft

Gleich die ersten 20 Minuten vermittelten sämtliche Charakter-Eigenschaften, die von der Serie zu erwarten sind. Viel Herz, viel Leidenschaft und die eine oder andere Provokation. Kaufbeuren, die Heimmannschaft, wirkte zu Beginn vielleicht noch ein wenig bissiger, galliger, und gleich beim ersten Wechsel setzte Ex-Nationalspieler Sebastian Osterloh mit einem heftigen, fairen Check gegen Marcel Brandt das erste Zeichen. Bad Nauheim überstand diese druckvolle ESVK-Anfangsphase dank eines konzentrierten, disziplinierten Auftretens in der eigenen Zone unbeschadet.

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 


Zweite Abschnitt gehörte EC Bad Nauheim

Nur einmal, als Sami Blomquist um das Tor gekurvt war, galt es für die Roten Teufel, die Luft anzuhalten (5.). Unterstützt durch das erste Powerplay gestalteten die Gäste die Partie ab der zehnten Minute ausgeglichener, hatten ihrerseits durch Radek Krestan und Leon Niederberger zwei gute Einschussmöglichkeiten gegen die ESVK-Defensive, die anschaulich machte, warum sie zu den besten Abwehrformationen der Liga gehört. Unheimlich kompakt und entschlossen wurden vor dem eigenen Tor die Rebounds weggeräumt.

Stadt, Stadion, Tradition: Was Bad Nauheim und Kaufbeuren eint und unterscheidet

Der zweite Abschnitt gehörte den Roten Teufeln. Von den Spielanteilen her, ebenso wie vom Resultat. Bad Nauheim gelang einmal mehr ein Doppelschlag. 2:44 Minuten brauchten die Gäste, um eine 2:0-Führung zu erzielen. Zunächst traf der Schwede Frederik Widen mit einem Schuss von der blauen Linie (24./sein erster Treffer im dritten Spiel für die Hessen), dann legte Noureddine Bettahar nach, nachdem er bei einem Drei-auf-zwei-Konter geschickt verzögerte und schließlich die Lücke fand (27.). Die Gäste hatten nun Oberwasser; meisterten abschließend zwei Unterzahl-Situationen wurden aber für einen schlampigen fliegenden Wechsel bestraft, als erneut Blomquist vor Felix Bick stand und diesen mit dem Anschlusstreffer überlisten konnte (38.).

 

Blomquist mit der Entscheidung

Kaufbeuren kam mit sehr viel Druck aus der Kabine, traf per Rebound früh zum Ausgleich (43.) und leitete damit ein fesselndes Schlussdrittel ein. Beide Teams spielten je zweimal in Überzahl, und beide Seiten trafen – zunächst durch Krestan (53.), dann durch Blomquist (54.). Gleich die erste Partie musste also in der Verlängerung entschieden werden.

ESV Kaufbeuren: Vajs - Osterloh, Pfaffengut, De Paly, Ketterer, Kasten, Haase, Reinig, Monteith - Billich, Sarault, Lewis, Blomquist, Laaksonen, Schmidle, Kiefersauer, Schäffler, Karevaara, Oppolzer, Thomas, Wolter.

EC Bad Nauheim: Bick - Brandt, Mannes, Slaton, Widen, Ketter, Erk - Reimer, Sylvester, Frosch, Livingston, McNamee, Krestan, Ratmann, Lange, Pauli, Bettahar, Meisinger, Niederberger, Kolb.

Tore:

0:1 (24.) Widen (Frosch, Sylvester)
0:2 (27.) Bettahar (Brandt, Niederberger)
1:2 (38.) Blomquist (Kasten)
2:2 (43.) Wolter (Pfaffengut)
2:3 (52.) Krestan (McNamee, Brandt - 5-4)
3:3 (54.) Blomquist (Kasten, Schmidle - 5-4)
4:3 (61.) De Paly (Laaksonen)

Schiedsrichter: Hertrich/Brill

Strafminuten: Kaufbeuren 12, Bad Nauheim 10

Zuschauer: 3100 (ausverkauft)

Schlagworte in diesem Artikel

  • EC Bad Nauheim
  • Eishockey
  • Petri Kujala
  • Michael Nickolaus
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 / 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.