07. Dezember 2018, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Richtungsweisendes Wochenende mit dünner Personaldecke

Auswärtsspiel bei den Falken in Heilbronn, dann kommen die Eispiraten Crimmitschau: Der EC Bad Nauheim steht vor einem richtungsweisenden Wochenende. Doch die Personalsituation ist angespannt.
07. Dezember 2018, 07:00 Uhr
Da geht’s lang! Christof Kreutzer und der EC Bad Nauheim könnten im Kampf um die Playoffs am Wochenende einen wichtigen Schritt nach vorn machen. (Foto: Nici Merz)

EC Bad Nauheim


Der EC Bad Nauheim steht nach seinem Sechs-Punkte-Wochenende auf Rang sechs der Deutschen Eishockey-Liga 2 – die beste Platzierung in dieser Saison. Natürlich wollen die Roten Teufel um Trainer Christof Kreutzer diesen Rang mit direkter Playoff-Qualifikation am liebsten bis zum Ende der Saison nicht werden hergeben. Am Wochenende geht es in Heilbronn (Freitag, 20 Uhr) und gegen Crimmitschau (Sonntag, 18.30 Uhr) gegen direkte Konkurrenten, bei denen es zuletzt schlecht lief. Bleibt die Frage, was setzt sich durch: Das Momentum des EC oder der Druck der Gegner?


EC Bad Nauheim: Der Kader für das Wochenende ist so dünn wie diese Saison noch nie

Personelles: Der Kader für das Wochenende ist dünn – fünf Verteidiger, zehn Stürmer. Damit stehen so wenige Spiele wie noch nie in dieser Saison auf dem Zettel von Kreutzer. Garret Pruden ist nach dem Horror-Check vom vergangenen Freitag noch nicht wieder fit, könnte aber kommende Woche nach einem weiteren Test beim Arzt zumindest langsam wieder ins Training einsteigen, die V erletzung von Nicolas Geitner dürfte noch vier Wochen brauchen . Immerhin: Eine OP ist nicht nötig, die Blessur wird konservativ behandelt. Die beiden Förderlizenzspieler der Düsseldorfer EG, Johannes Huß und Thomas Reiter, werden in der DEL gebraucht, dafür trainierte Moritz Schug aus Herne unter der Woche mit, doch auch er wurde mangels Personal wieder zurückbeordert. Zudem fehlt Nico Kolb weiterhin. Tryout-Spieler Artjom Alexandrov könnte nächste Woche ebenfalls ins Training einsteigen, doch Matthias Baldys, der Sportliche des EC, rechnet nicht mit einem Einsatz vor Anfang Januar.

Wie schon in der Vorwoche wird James Livingston als fünfter Kontingentspieler aussetzen müssen, Kreutzer braucht Mike Dalhuisen in der Verteidigung und will zudem die erfolgreiche Powerplay-Formation um die Sylvester-Brüder und Neuzugang Zach Hamill nicht auseinanderreißen. Unter der Woche füllten die beiden Nachwuchsspieler Danil Voskresenskij und Leon Hirsch aus der DNL-Mannschaft den Kader auf. Für einen DEL 2-Einsatz kämen sie aber nicht infrage, sagt Baldys: »Wir haben ein wichtiges Wochenende. Da will ich niemanden einfach so hineinwerfen, der die Abläufe nicht kennt. Das wäre auch für die jungen Spieler zu schwer. Wir hoffen einfach, dass sich die Personalsituation bis Ende des Monats sukzessive entspannt.« Im Tor wird Neuzugang Felix Bick den Vorzug vor Jan Guryca erhalten. Kreutzer mahnt angesichts der dünnen Personaldecke vor allem Disziplin an – sowohl taktisch als auch mit Blick auf die Strafbank.


EC Bad Nauheim: Heilbronn und Crimmitschau stehen mit dem Rücken zur Wand

Heilbronn mit Neuzugang stabiler? Die Falken gaben vergangenen Donnerstag die  Verpflichtung von Jimmy Sharrow als vierten Kontingentspieler bekannt . Der 33-jährige US-Amerikaner, der über 450 DEL-Spiele auf dem Buckel hat, soll die Defensive in Heilbronn stabilisieren. Bei seiner Verpflichtung weilte er noch in Boston, Anfang der Woche kam er nach Deutschland und dürfte am Wochenende seine ersten beiden Spiele für den derzeit Zehnten der DEL 2 machen. Gebraucht werden dürfte er dringend, denn aus den vergangenen sieben Spielen gab es nur zwei Siege, einen davon in der Verlängerung. Zuletzt setzte es ein 2:4 gegen Kassel und gar ein 5:8 in Weißwasser.

Crimmitschau braucht Positiverlebnis: Für den Rangsiebten läuft es seit der Länderspielpause alles andere als optimal: In sieben Spielen gab es nur einen Sieg, das 11:4 gegen Dresden hatte es aber in sich und zeigt, wie gefährlich die Sachsen in der Offensive sind. Pünktlich zum Wochenende gaben die Eispiraten am Donnerstag auch die Vertragsverlängerung von Verteidiger und Top-Scorer Carl Hudson bekannt. Im Training setzte Coach Kim Collins nach eigenen Angaben darauf, einfacher zu spielen und mehr aufs Tor zu schießen. Sein Fazit aus den vergangenen Spielen: »Wir brauchen einfach mehr Bewegung vor dem Tor.«


EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer will keine Zufriedenheit sehen

Das sagt Trainer Christof Kreutzer: »Das werden zwei enge Kisten am Wochenende. Wir müssen jede Sekunde auf der Hut sein, denn Heilbronn ist mit viel Tempo unterwegs, und Crimmitschau ist offensiv brutal gefährlich. Beide Teams werden uns alles abverlangen. Wir dürfen nach dem vergangenen Wochenende nicht zufrieden sein, sondern müssen weiter alles tun, um Erfolg zu haben. Wenn wir gegen diese direkten Konkurrenzen punkten, dann stärkt das nicht nur unser Selbstbewusstsein, sondern die nächste Niederlage tut dann auch nicht mehr ganz so weh. Unser Powerplay ist gut drauf. Das sollten wir mitnehmen. Am Wochenende wird sich niemand über zu wenig Eiszeit beschweren können.«

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