11. Januar 2019, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Mit freien Köpfen und Erfolgshunger

Kann Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim seine Erfolgsserie ausbauen? Zu den Spielen gegen den Deggendorfer SC und bei den Bietigheim Steelers erhält der Kader Verstärkung.
11. Januar 2019, 07:00 Uhr
Daniel Stiefenhofer, Denis Shevyrin und der EC Bad Nauheim haben derzeit reichlich Grund zur Freude. Im Heimspiel gegen Deggendorf soll am Freitag die Erfolgesserie fortgesetzt werden. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Ein trainings- und spielfreier Dienstag. Das ist selten während der Saison. Christof Kreutzer hat den Profis des EC Bad Nauheim in dieser Woche einen zusätzlichen freien Tag gegönnt. »Das ist kein Zeichen von Stillstand oder Zufriedenheit, sondern einfach nötig, um nach dem Programm der letzten Tage einfach mal den Kopf frei zu haben und die mentale Frische zurückzugewinnen«, sagt der Trainer des Eishockey-Zweitligisten. Heute (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) geht’s für die Roten Teufel weiter; mit dem Heimspiel gegen den Deggendorfer SC, den Tabellenletzten. Am Sonntag (17 Uhr) sind die Roten Teufel dann bei Meister Bietigheim Steelers zu Gast.

Der Status quo: Nicolas Geitner wird heute wieder im Aufgebot stehen. Somit stehen den Roten Teufeln sechs Verteidiger zur Verfügung. Zudem hat Stürmer Stefan Reiter von Kooperationspartner Düsseldorf am Donnerstag mit den Hessen trainiert. Fünf Spiele hat er bislang für Bad Nauheim bestritten. 20 Hauptrunden-Einsätze sind für eine Playoff-/Playdown-Spielberechtigung nötig. Bei nur noch 17 ausstehenden Spielen wird’s eng. »Für Stefan ist es wichtig, dass er seinen Platz findet, dass er seinen Rhythmus findet«, sagt Kreutzer In Düsseldorf hatte Reiter zuletzt nur wenig Eiszeit bekommen.

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Der Livingston-Abschied: Am Mittwochmorgen hat sich James Livingston verabschiedet. In der Geschäftsstelle. In der Kabine. Emotional war’s gewesen. Die Fans bedauern seinen Abschied. Er war mit seiner offenen Art zweifellos ein Sympathieträger. Über die sozialen Netzwerke verabschiedete er sich von Anhängern. »Ich möchte allen danken, die Bad Nauheim für meine Familie und mich zu einem besonderen Ort gemacht haben. Ich wünsche allen viel Erfolg und Freude. Jetzt ist’s aber auch Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen«, postete er.

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Deggendorf - fehlende Konstanz: Der Aufsteiger hat in Bietigheim gewonnen und in Ravensburg gepunktet. Das hatte man in Niederbayern gar nicht auf der Rechnung. Auf der anderen Seite gab’s Niederlagen wie gegen Crimmitschau (nach mehrfacher Führung) oder eben das 1:6 in Freiburg letzten Freitag. Im Anschluss wurde Trainer John Sicinski von seinen Aufgaben entbunden. Otto Keresztes und Neville Rauert feierten gegen schwache Bayreuth Tigers einen erfolgreichen Einstand an der Bande. Der Rückstand des Tabellenletzten auf einen Pre-Playoff-Rang beträgt neun Punkte. Zumindest das Heimrecht in den Playdowns (vier Zähler Rückstand) sollte das Ziel sein.

Im letzten Saisonviertel wird es in erster Linie darum gehen, eine gewisse Konstanz und Stabilität zu schaffen. Fehlen werden heute Andrew Schembri (zweitbester Torschütze), Andreas Gawlik und Christoph Kiefersauer. Mit den zuletzt fehlenden Jason Bacashihua, Andy Roach und Christoph Gawlik (allesamt DEL-erfahren) ist wieder zu rechnen. Auffällig: die Schwäche in Über- und Unterzahl. In beiden Kategorien steht Deggendorf am Tabellenende. Die bisherigen beiden Spiele hat Bad Nauheim jeweils mit 5:2 gewonnen.

Bietigheim - Meister mit Fehlstart in das Jahr 2018: Ein Punkt gegen Crimmitschau, ein Punkt im Derby in Heilbronn, dazu die Spielabsage gegen Bad Tölz. Der Meister wartet noch auf das erste Erfolgserlebnis 2019. Die Auffälligkeit: Keine andere Top-Sechs-Mannschaft hat mehr Gegentore kassiert als der amtierende Meister aus dem Ellental. »Wir sind in der eigenen Zone zu passiv und lassen zu viel Raum«, hat Trainer Hugo Boisvert nach der jüngsten Niederlage festgestellt. Der Saisonvergleich zwischen dem EC Bad Nauheim und dem Starensemble aus Bietigheim ist bislang ausgeglichen.

Das sagt Trainer Christof Kreutzer: »Man darf sich von unserer Serie und der Tabellenposition von Deggendorf nicht irritieren lassen. Das ist kein Selbstläufer. Die Jungs müssen weiter hungrig sein, um sich das Erarbeitete nicht leichtfertig selbst zu zerstören. Und wenn ich unser Auftreten in den letzten Spielen sehe, habe ich keinen Zweifel, dass die Einstellung stimmt.«

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