19. Dezember 2018, 07:00 Uhr

EC Bad Nauheim

EC-Bad-Nauheim-Keeper Hendrik Hane zwischen WM-Erfolg und Schule

Am Samstag schaffte Hendrik Hane mit der U20-Nationalmannschaft den Aufstieg in die Top-Division, am Montag saß der 18-Jährige aus dem Kader des EC Bad Nauheim wieder in der Schule.
19. Dezember 2018, 07:00 Uhr
Fokussiert: Hendrik Hane - hier im Trikot des EC Bad Nauheim - hat bei U20-Weltmeisterschaft der Division I mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim


Hendrik Hane hatte beim Turnier in Füssen in sieben Tagen sämtliche fünf Spiele für die deutsche U20-Auswahl bestritten. Nach drei missglückten Anläufen hat die Mannschaft von Christian Künast den Wiederaufstieg aus der zweitklassigen Division I geschafft. Hane wurde im gesamten Turnierverlauf nur fünf Mal bezwungen. Mit einer Fangquote von 94,90 Prozent und einem Gegentorschnitt von 0,98 war er der statistisch beste Keeper des Turniers und wurde schließlich auch als solcher offiziell ausgezeichnet. »Das ehrt einen natürlich. Das habe ich allerdings auch zu einem großen Teil meinen Vorderleuten zu verdanken«, sagt Hane bescheiden.


EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer stolz auf Hane und das U20-Nationalteam

Hendrik Hane hat sich im Profi-Eishockey ebenso wie in der U 20-Nationalmannschaft schnell akklimatisiert. (Foto: Chuc)
Hendrik Hane hat sich im Profi-Eishockey ebenso wie in der U 20-Nationalmannschaft schnell...

Erst am 5. Oktober hatte er im Profi-Bereich debütiert und war prompt als Matchwinner der Roten Teufel beim Derby-Sieg in Frankfurt gefeiert worden. Trainer Christof Kreutzer hatte Hane das Vertrauen geschenkt. »Hendrik hat bei der WM einen hervorragenden Job gemacht. Mich als Trainer freut dieser Erfolg der Mannschaft sehr, so etwas sollte uns stolz machen«, sagt Kreutzer. Insgesamt zwölf Mal wurde der Linksfänger von Kreutzer bei den Hessen eingesetzt (Fangquote: 90,26/Gegentorschnitt: 3,33), x-fach pendelte Hane, der von Kooperationspartner Düsseldorf ausgeliehen ist, zwischen dem Rheinland und der Wetterau, fuhr nach sonntäglichen Auswärtsreisen durch die Nacht noch Richtung Heimat, um seinen schulischen Verpflichtungen am nächsten Tag nachzukommen. »Ja, ich habe in den vergangenen Wochen schon viel Zeit auf der Autobahn verbracht. Die Eiszeiten in der DEL2 haben mir aber enorm geholfen, mich an das Tempo zu gewöhnen. Und natürlich ist es leichter, sich mit Einsätzen im Profi-Bereich für die U20 zu empfehlen«, sagt Hane.

Gegen Österreich (3:2 nach Verlängerung) hatte sich die DEB-Auswahl im Bundesleistungszentrum noch schwer getan, der klare Erfolg gegen Norwegen (4:0) hatte befreiende Wirkung, und am Ende waren auch die mitfavorisierten Nationen Lettland (4:1), Weißrussland (5:1) sowie Frankreich (5:2) mit mindestens drei Toren Unterschied geschlagen worden. Den Zusammenhalt sieht Hane als Schlüssel zum Erfolg. »Jeder hat seine Rolle akzeptiert. Defensiv haben wir zudem sehr gut gestanden.« Über die eng getaktete Turnierwoche hinweg gesehen, sei eher die Psyche als die Physis das Problem. »Mental ist es nicht immer einfach, die Konzentration hoch zu halten, wenn die Vorderleute nicht allzu viele Schüsse zulassen.«


EC Bad Nauheim: Hane soll weiter seine Einsätze bekommen

Das Turnier im Allgäu hatte Scouts aus aller Welt angelockt. Hane ließ sich davon nicht irritieren. »Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich wollte einfach nur mein Spiel machen.«

In Bad Nauheim wurde auf die WM-Nominierung (und den Ausfall) Hanes mit der Verpflichtung von Felix Bick reagiert. Hane wird nun hinten anstehen, soll aber weiterhin seine Einsätze bekommen. »Ich hoffe, noch so oft wie möglich in Bad Nauheim spielen und mich bestmöglich entwickeln zu können«, sagt er. Ein Profi-Vertrag in der kommenden Saison sei das Ziel; unabhängig der Tatsache, auch 2019/20 noch im Nachwuchs spielen zu können. Wann Hane wieder in Bad Nauheim ist, ist offen. »Da habe ich mit dem Trainer noch nicht gesprochen.«

Im Jahrgang 2000 geboren, ist Hane auch im kommenden Jahr noch für die U20-Auswahl spielberechtigt, ebenso wie aktuelle Leistungsträger wie Kapitän Moritz Seider oder die NHL-Draftpicks Dominik Bokk und Justin Schütz. Dann kommen die acht Top-Nationen, darunter Kanada, die Vereinigten Staaten, Russland und nun eben auch Deutschland, zum Jahreswechsel in Tschechien zusammen.

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