14. Dezember 2018, 22:21 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Dem Jubel über das 3:0 folgt die Ernüchterung in Kaufbeuren

Ist das bitter! Der EC Bad Nauheim zeigt am Freitagabend in Kaufbeuren erneut eine über weite Strecken starke Leistung, führt mit 3:0 - und muss am Ende doch als Verlierer vom Eis.
14. Dezember 2018, 22:21 Uhr
Da ist die Welt beim EC Bad Nauheim noch in Ordnung: Mike Dalhuisen lässt sich zum zwischenzeitlichen 2:0 von seinem Teamkollegen gratulieren. (Foto: Lahr)

EC Bad Nauheim


Der EC Bad Nauheim hat sich erneut für einen über weite Strecken starken Auftritt nicht belohnt. Am letzten Spieltag der ersten Saisonhälfte in der Deutschen Eishockey-Liga 2 unterlagen die Roten Teufel am Freitag beim ESV Kaufbeuren nach zwischenzeitlicher 3:0-Führung noch mit 3:4. Im Mittelpunkt stand Verteidiger Mike Dalhuisen, der zunächst zwei Tore erzielte, dann aber maßgeblich an den Gegentreffern beteiligt war. Das frühe erste EC-Tor hatte Andrej Bires erzielt. Am Sonntag wartet dann das Derby gegen die Kassel Huskies.


EC Bad Nauheim: Rote Teufel machen die ESV Kaufbeuren beim 3:0 wieder stark

»Da hat uns am Ende heute ein wenig die Konzentration gefehlt und vielleicht auch etwas das Glück, um hier Punkte mitzunehmen«, sagte ein enttäuschter Maximilian Hadraschek nach der Partie am Mikrofon des Bezahlsenders »Sprade-TV«. In der Tat: Er und seine Teamkollegen spielten überragende 30 Minuten zu Beginn der Partie beim Tabellenzweiten, hatten den Gegner jederzeit im Griff, ließen hinten so gut wie nichts zu und störten vorn früh das Aufbauspiel der ohne die beiden verletzten Topscorer Sami Blomqvist und Brandon Gacel angetretenen Allgäuer. Diese ließen sich durch das starke EC-Forechecking zu Fehlern hinreißen, die der EC gut zu nutzen wusste: Andrej Bires mit dem frühen 1:0 im ersten Powerplay, als er per Nachschuss traf (4.) sowie zweimal Dalhuisen aus der Distanz (15., 26.) sorgten für ein eigentliches beruhigendes Polster des EC. Das starke Spiel der Vorwochen funktionierte perfekt.

Doch dann machte Bad Nauheim die Hausherren wieder stark: Ein zu lässig abgegebener Schuss von Dalhuisen wurde geblockt, der Konter rollte und Max Schmidle nutzte den vom ehemaligen Nauheimer Förderlizenzspieler Alexander Thiel abgegebenen Schuss an die Bande im Nachschuss, um den Puck im Tor unterzubringen (25.). Keine 30 Sekunden später der Anschluss – doch der war umstritten. Thiel traf im Nachschuss, nachdem Schmidle Radek Krestan im Torraum auf EC-Keeper Felix Bick geschoben hatte, dieser dabei sogar seine Maske verlor. Doch die Unparteiischen entschieden trotz Videostudium auf Tor: Der ESVK war binnen einer Minute aus dem Nichts zurück im Spiel. Noch bitterer: Florian Thomas sorgte nach einem Puckverlust von Dalhuisen nicht einmal eine Sekunde vor dem Ende des Mitteldrittels für den 3:3-Ausgleich.


EC Bad Nauheim: Am Ende will der 4:4-Ausgleich einfach nicht mehr fallen

Immerhin: Der EC fing sich in der Folge wieder, zeigte im dritten Drittel wieder die Leistung aus der Anfangsphase und zwang die Gastgeber zu Fehlern, doch trotz guter Chancen wollte der Puck einfach nicht mehr am immer stärker werdenden Keeper Stefan Vajs vorbei. Im Gegenteil: Auf der Gegenseite nutzte Thiel die Chance, verlud Dalhuisen und Co. im Alleingang und traf. Auch wenn der EC in der Folge alles versuchte, Bick sogar die letzte Minute vom Eis genommen wurde: Der Ausgleich wollte nicht mehr fallen – und der EC stand am Ende einer guten Partie (wieder) mit leeren Händen da.

»Wir haben sehr gut angefangen, unseren Weg konsequent gespielt und 3:0 geführt. Dass wir in Überzahl im zweiten Drittel das vierte Tor nicht machen und dann den Ausgleich zum 3:3 in der Schlusssekunde des Drittels bekommen, waren die beiden Schlüsselmomente heute. Es waren Kleinigkeiten, die sich am Ende summiert haben, aber die waren entscheidend«, so Kreutzer.


EC Bad Nauheim: Die DEL2-Partie beim ESV Kaufbeuren auf einen Blick

Kaufbeuren: Vajs – Ketterer, Eichinger, de Paly, Pfaffengut, Haase, Messing – Schmidle, Laaksonen, Thil, Saaringen, Lewis, Salminen, Schäffler, Lillich, Billich, Wolter, Oppolzer.

Bad Nauheim: Bick – Ketter, Slaton, Shevyrin, Stiefenhofer, Dalhuisen – Dustin Sylvester, Bires, Krestan, Kahle, Hamill, Cody Sylvester, Hadrascgek, Brandl, Reimer, Ratmann, Schug.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Haupt/Aumüller. – Zuschauer: 2525. – Tore: 0:1 (4.) Bires (Krestan, Hadraschek – 5:4), 0:2 (15.) Dalhuisen (Cody Sylvester, Hamill), 0:3 (26.) Dalhuisen (Ketter), 1:3 (35.) Schmidle (Thiel), 2:3 (15.) Thiel (Laaksonen, Schmidle), 3:3 (40.) Thomas (Oppolzer, Wolter), 4:3 (55.) Thiel (Pfaffengut). – Strafzeiten: 4 Minuten/6 Minuten.

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