14. September 2018, 06:00 Uhr

Dresdner Eislöwen

Dresdner Eislöwen: Massive Veränderungen

14. September 2018, 06:00 Uhr
HLM
Abwehrstabilisator: Ex-DEL-Spieler Rene Kramer. (Foto: Chuc)

Nach einer starken ersten Saisonhälfte durchliefen die Dresdner Eislöwen in der letzten Spielzeit ein langes Tief und blieben mit dem Aus in den Pre-Playoffs letztlich klar hinter den eigenen Erwartungen zurück. Folglich kam es zu großen strukturellen Veränderungen im Klub. Mit Erfüllung des Sanierungskonzeptes schied Volker Schnabel als Geschäftsführer aus. Der bisherige Assistent Maik Walsdorf übernahm das Ruder, Franz Steer wurde beurlaubt, durch Co-Trainer Jochen Molling ersetzt, und mit Westminster nach langen Jahren wieder ein potenter Hauptsponsor präsentiert.

Zugänge/Abgänge: Anders als im letzten Sommer haben die Eislöwen keinen Leistungsträger verloren und sich ganz gezielt auf Schlüsselpositionen verstärkt. So konnte mit Jordan Heywood der torgefährlichste Verteidiger der DEL 2 an die Elbe gelotst werden, der vor allem die Probleme im Spielaufbau und Powerplay lösen soll. Offensiv gelang es zudem, mit Jordan Knackstedt und Christian Billich zwei absolute Topscorer für den Klub zu gewinnen, die wie Rollenspieler Dennis Palka auch geholt wurden, um die Effizienz im Torabschluss zu steigern. Darüber hinaus setzt man in Dresden noch stärker auf Talente. Mit Saakyan, Uplegger, Heyter und Ribnitzky erhielten gleich vier Eigengewächse einen Profivertrag. Tom Knobloch und Leihspieler Niklas Postel komplettieren den Kader in Sachen Qualität, Tempo und Tiefe.

Stärken/Schwächen: Offensiv haben sich die Eislöwen hochkarätig verstärkt, dürften schwer auszurechnen sein und die Fans mit ihrem spielerischen Potenzial begeistern. Gerade Spieler wie Billich, Knackstedt und auch Heywood hieven das Spiel und sicher auch das Powerplay auf ein anderes Niveau. Dafür bleibt abzuwarten, ob die kaum veränderte Defensive die Anfälligkeit der letzten Saison ablegen und an alte Zeiten anknüpfen kann. Trotz der drei Nachwuchs-Verteidiger im Kader sollte man zudem in der Abwehr bestenfalls von großem Verletzungspech verschont bleiben.

Trainer/Umfeld: Jochen Molling ist nach Popiesch, Stewart und Steer bereits der vierte Trainer innerhalb der letzten drei Jahre. Doch vielleicht gelingt ausgerechnet dem unerfahrenen Coach mit seinem klaren Konzept der Weg zurück in ruhiges Fahrwasser und hin zu mehr Konstanz. Nach der Enttäuschung der letzten Spielzeit ist das Umfeld verunsichert, obwohl die Erfüllung des Sanierungs-Konzeptes mit Erreichen der Schuldenfreiheit und die parallel erfolgte Präsentation des neuen Hauptsponsors eine positive Signalwirkung für den Standort hatte und in Verbindung mit der in Aussicht gestellten Auf- und Abstiegsregelung zwischen DEL und DEL2 die traditionell hohen Ansprüche in Dresden neu befeuert hat. So gilt wie immer bei den Eislöwen, dass das Team dem Druck der hohen Erwartungen standhalten und bestenfalls noch Spektakel liefern muss, um das anspruchsvolle Umfeld komplett zufriedenstellen zu können.

Fazit/Prognose: Dresden hat auf Führungsebene viel Erfahrung eingebüßt, dafür aber im Kader massiv an Qualität zugelegt. Gelingt Jochen Molling der Schritt vom Nachwuchs- zum Cheftrainer und schafft er es, aus den starken Einzelspielern ein homogenes Team zu formen, das sein Spielkonzept konstant umsetzt, werden die Eislöwen die etablierten Topteams angreifen können und eine erfolgreiche Saison spielen, die erst im April enden könnte. Martin Hentschel

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