12. Februar 2019, 12:20 Uhr

Sportlerehrung Friedberg

Aus Madagaskar in die Stadthalle

Der neue Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak hielt sein Wahlversprechen: Zum ersten Mal seit zehn Jahren gab es in der Kreisstadt eine Sportlerehrung - mit neuem Konzept.
12. Februar 2019, 12:20 Uhr

Bezeichnend für die Sportlerehrung der Stadt Friedberg am Freitagabend in der Stadthalle der Kreisstadt war die Tatsache, dass die Aufstellung für das obligatorische Gruppenbild aller Sportler, das gleich fast ein Dutzend Fotografen gerne haben wollte, gefühlt länger dauerte, als die Verleihung der Urkunden, Medaillen und T-Shirts zuvor: Immerhin ein Großteil der 177 ausgezeichneten Sportler tummelten sich auf der Bühne. Die Lösung: Es gibt zwei Gruppenfotos, eines lediglich für den mit 94 Athleten vertretenen und damit abermals meistausgezeichneten TSV Friedberg-Fauerbach und eines für die restlichen Sportler aus zwölf weiteren Vereinen der Kreisstadt.

 
Fotostrecke: Die besten Bilder von der Sportlerehrung der Stadt Friedberg

Doch während die Leichathletik-Cracks vom Friedberger Burgfeld auch bereits vor zehn Jahren einen entsprechend großen Block stellten, waren unter den anderen Nominierten durchaus einige Sportler dabei, die sicher die wenigsten auf der Rechnung hatten. Etwa das Urban Dance Team 1st Cut, das seine Heimat im »Junity« hat, und in dessen Reihen gleich mehrfach international prämierte Tänzer sind, die nicht zuletzt mit Erfolgen bei einem Wettbewerb auf Madagaskar im abgelaufenen Jahr von sich Reden gemacht hatten. Auch sonst standen Kreis-, Bezirks-, Hessen-, Regional- und deutschen Meister sowie Teilnehmer von Welt- und Europameisterschaften Schulter an Schulter.

»Ihr seid ein Aushängeschild der Stadt«, sagte entsprechend euphorisch auch der Friedberger Bürgermeister Dirk Antkowiak, der mit der Wiederbelebung der Sportlerehrung eines seiner Wahlversprechen erfüllte. »Sport und Ehrenamt gehören zu unserer Kultur dazu. Dabei gilt ein großes Dankeschön auch den Trainer, Betreuern und Eltern, denn ohne Menschen wie sie, die ihre Freizeit für den Sport und die Sportler opfern, könnten wir solche Erfolge überhaupt nicht feiern.«

Gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und der Ersten Stadträtin Marion Götz übernahm Antkowiak die Ehrungen, die von Sportamtsleiter Sebastian Dein kurzweilig moderiert wurde. Der hatte sich ein neues, deutlich zeitsparenderes Konzept einfallen lassen: Einem Auftritt des Urban Dance Team 1st Cut folgten die Ehrungen nach Vereinen sortiert, wobei die Geehrten auf einer eigens auf der Bühne errichten Tribüne stehen blieben, sodass sich nach und nach das Gesamtbild der »Sportstadt« Friedberg komplettierte, ehe nach den Gruppenbildern der Leihgesterner Jannik Singpiel mit seiner Fußballakrobatik für den sportlich-spektakulären Abschluss sorgte.

Eine besondere Auszeichnung gab es für die »stillen Stars«, Christel Lehnart (Skiclub Friedberg) und Werner Roßgart (TSV Friedberg-Fauerbach), die für ihr »jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement« geehrt wurden – Lehnart als »stille Vorsitzende« und »Mädchen für alles« im rund 1000 Mitgliedern umfassenden Skiclub, Roßgart, ursprünglich im Fußball und Badminton zu Hause, sein Leben als Kampfrichter inzwischen der Leichtathletik widmet. Die beiden bekamen genau wie die Sportler neben einer Urkunde und einer Medaille das eigens für den Abend angefertigte T-Shirt mit dem Aufdruck »Paris, London, Mailand, Friedberg« sowie jede Menge Applaus.

 

Infokasten

Drei Fragen an Dirk Antkowiak

 

Herr Antkowiak, wie lautet Ihr Fazit nach dem Sportjahr 2018 in Friedberg?
 
Dirk Antkowiak: Hervorragend. Wir hatten 177 Sportler, die Friedberg über die Grenzen hinaus nach außen gut vertreten haben.
 
Möchten Sie das Image als »Sportstadt« weiter forcieren?
 
Antkowiak: Ich bin selbst Übungsleiter, habe eine Trainerlizenz im Judo, bei der DLRG und im Motorsport, kurz gesagt: Ich komme selbst aus dem Sport. Eines meiner Wahlversprechen war die Wiedereinführung der Sportlerehrung, was dann passenderweise auch meine erste Vorlage als Bürgermeister war. Die Stadt investiert für ihre Sportler und für die Gesundheit der Bürger, denn beim Sport sollte man trotz dieser Ehrung auch den Breitensport nie außer acht lassen. 
 
Ein Blick in die Zukunft: Was tut sich in der nächsten Zeit in Sachen Sportanlagen in Friedberg und in den Stadtteilen?
 
Antkowiak: Sport ist ein wichtiger Punkt für uns. Wir haben einen eigenen Ausschuss dafür und ein eigenes Amt. In Sachen Sportanlagen kann ich schon verraten, dass nach dem großen Erfolg an der Friedberger Seewiese als nächstes eine Calisthenics-Anlage nach Bauernheim kommt. Wir entwickeln den Sport also ständig weiter und werden auch weiterhin investieren. (phk)

 

 

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