28. September 2010, 18:14 Uhr

Reifeprüfung beim Titelfavoriten

er Blick auf die Tabelle ist derzeit mit einem großen Vergnügen verbunden. »Die Tabellenführung ist eine tolle Sache. Wir sind über unseren Saisonstart sehr froh, wissen aber, dass wir auch das nötige Glück hatten und in der Vorbereitung hart dafür arbeiten mussten«, sagt Trainer Jan Gorr. Der Trainer des Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg ist selbst ein bisschen überrascht über den grandiosen Saisonstart mit 9:1 Punkten nach fünf Spielen. Heute Abend können die erfolgreichen Mittelhessen noch einen draufsetzen: mit einem Sieg beim Aufstiegsfavoriten Nummer eins HSG Düsseldorf. Anpfiff der Partie ist um 20 Uhr im schicken Düsseldorfer Burg-Wächter-Castello.
28. September 2010, 18:14 Uhr
SPITZENSPIEL: Rückraumakteur Tomasz Jezewski, bedrängt von zwei Düsseldofern im Zweitliga-Punktspiel 2008, hat heute Abend mit Südgruppen-Tabellenführer TV 05/07 Hüttenberg beim direkten Verfolger HSG Düsseldorf zu bestehen. (Foto: Archiv)

(jms) Der Blick auf die Tabelle ist derzeit mit einem großen Vergnügen verbunden. »Die Tabellenführung ist eine tolle Sache. Wir sind über unseren Saisonstart sehr froh, wissen aber, dass wir auch das nötige Glück hatten und in der Vorbereitung hart dafür arbeiten mussten«, sagt Trainer Jan Gorr. Der Trainer des Handball-Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg ist selbst ein bisschen überrascht über den grandiosen Saisonstart mit 9:1 Punkten nach fünf Spielen. Heute Abend können die erfolgreichen Mittelhessen noch einen draufsetzen: mit einem Sieg beim Aufstiegsfavoriten Nummer eins HSG Düsseldorf. Anpfiff der Partie ist um 20 Uhr im schicken Düsseldorfer Burg-Wächter-Castello.

»Es wäre natürlich eine herausragende Sache, wenn wir auch bei der HSG gewinnen könnten«, sagt Gorr, der trotz der gegenwärtigen Erfolgsserie nicht die Bodenhaftung unter den Füßen verliert. »Es sind erst fünf Spiele gespielt. Der erste Platz ist eine schöne Sache, doch was zählt, ist die Platzierung nach 34 Spielen.«

Recht hat er. Und deswegen wäre schon ein Unentschieden am Rhein ein großer Erfolg, zumal die HSG die beiden ersten Heimspiele gegen den TV Groß-Umstadt (35:23) und gegen den EHV Aue (27:23) überzeugend gewinnen konnte. Die Düsseldorfer stehen allerdings nach der zuletzt bezogenen 24:34-Auswärtsniederlage in Eisenach schon etwas unter Druck. Dazu Jan Gorr: »Die HSG hat den Anspruch, möglichst jedes Spiel zu gewinnen. Nach der Niederlage in Eisenach muss das Team nun unbedingt zu Hause Wiedergutmachung betreiben. Vielleicht können wir deren Druck am Mittwoch ausnutzen.« Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen.

Alle Spieler sind einsetzbar. Auch Timm Schneider, der beim Hüttenberger 32:24 gegen die HSG Frankfurt/Rhein-Main am vergangenen Samstagabend für die HSG Wetzlar in Gummersbach auf dem Parkett stand.

Aufseiten des heutigen Gegners wurde nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga im Sommer in erster Linie ins Umfeld investiert. Daniel Stephan wurde als neuer Sportdirektor und Hoffnungsträger installiert und soll den »Löwen« endlich eine nachhaltige Erfolgsstrategie verpassen. Dafür verzichteten die Nordrhein-Westfalen bewusst darauf, den Kader in der Breite mit Qualität zu versehen.

Mit dem spielstarken Litauer Valdas Novickis (kam aus Leichlingen) und dem bundesligaerfahrenen Daniel Brack (vormals Hannover) angelte sich Trainer Ronny Rogawska zwei Hochkaräter. Ansonsten stießen mit Julius Kühn und Alexander Feld zwei talentierte Jugendspieler zum Kader hinzu. Da mit Frantisek Sulc (Szeged), Max Ramota (Karriereende) und Andrej Kurchev (Emsdetten) drei Pfeiler den Klub verließen, bleibt abzuwarten, wie das Team die Umstrukturierungen auf Dauer wegsteckt. Positiv hervorzuheben ist sicher das Torwartduo Matthias Puhle und Almantas Savonis. Die beiden Schlussmänner gehören zu den Stärksten der zweiten Liga und konnten sich in der vergangenen Spielzeit auch auf dem höchstmöglichen nationalen Niveau in der Bundesliga beweisen.

»Düsseldorf ist gut besetzt. Vor allem die erste Reihe ist sehr stark, sodass wir schon einen sehr guten Tag erwischen müssen. Ich bin aber sicher, dass wir Chancen dort haben«, sagt Gorr, dessen Team mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens aufkreuzen dürfte.

Bei einem Sieg würden die Hüttenberger vor dem Samstags-Heimspiel gegen Groß-Bieberau (18 Uhr) die Tabellenführung ausbauen. Neue Ziele würde das zwar nicht mit sich bringen. Aber Gorr hat nichts gegen eine langfristige Erfolgsbilanz einzuwenden: »Je länger wir ganz oben stehen, umso besser.«

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