13. Juni 2018, 12:00 Uhr

Jugendfußball

Was nun, Karsten Grönke?

Er kennt sich im Jugendfußball aus. Die Rede ist von Trainer Karsten Grönke, der mit den B-Junioren des VfB 1900 Gießen die Meisterschaft in der Verbandsliga und den Hessenliga-Aufstieg feierte.
13. Juni 2018, 12:00 Uhr

Als Grönke 2009 den 2001er-Jahrgang bei den E-Junioren der TSG Wieseck übernahm, zeichnete sich bereits schon ab, dass dieser Jahrgang ein besonderer sein würde. Der 47-jährige C-Lizenz-Inhaber arbeitete fast sechs Jahre mit diesem Jahrgang bei der TSG Wieseck, bis ihn in der Saison 2015/2016 der Weg zum VfB 1900 Gießen führte. Dort übernahm er mit Trainerin Jacky Klippert zusammen die C-Junioren des Jahrgangs 2001. Einige seiner Spieler schlossen sich ebenfalls dem VfB 1900 an, so dass die Mannschaft auf Anhieb Meister der Verbandsliga Nord und Aufsteiger in die Hessenliga wurde. Grönke und Klippert trainierten in der Saison 2016/2017 die B-Junioren-Hessenliga-Mannschaft des VfB 1900. Trotz aller Bemühungen stieg man jedoch in die Verbandsliga Nord ab.

In der Saison 2017/2018 arbeitete Grönke zusammen mit Co-Trainerin Laura Schmitt dann wieder mit seinen 2001er-Jahrgang der B-Junioren und spielte in der Verbandsliga Nord. Diese Saison endete kürzlich mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Hessenliga. Ein beachtlicher Erfolg des akribisch arbeitenden Grönke, doch was macht der Jugendtrainer nach dem Aus der Fußball-Abteilung im VfB 1900 Gießen?

Herr Grönke. Sie haben drei Jahre in der Jugend des VfB 1900 Gießen gearbeitet. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Karsten Grönke: Insgesamt sehr positiv, denn gerade die Zusammenarbeit mit meinem 2001er-Jahrgang, der sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und zweimal für seine harte Arbeit mit Meisterschaften belohnt wurde, ist für mich die Bestätigung meiner Arbeit. Vereinsintern hätte einiges besser laufen müssen um noch erfolgreichere Jugendarbeit bieten zu können und um das Gesamtpaket Jugend im Verein zu fördern.

Welches waren die schönsten bzw. die schlechtesten Erfahrungen in Ihrer Zeit als Trainer beim VfB 1900 Gießen?

Grönke: Zu den Guten kann man auf jeden Fall das Mannschaftsklima der 2001er zählen. Sie wuchsen nicht nur auf dem Platz zu einer Einheit, sondern auch neben dem Fußballplatz wurde viel zusammen unternommen. Ich denke, dass auch unsere Teambuildingmaßnahmen ihren Teil dazu beigetragen haben. Wir sind beispielsweise nach Dortmund zur Stadionbesichtigung gefahren oder haben in Dortmund und in Duisburg den Trampolinpark besucht sowie noch viele weitere Aktionen unternommen, bei denen man deutlich merkte, was für einen starken Charakter diese Mannschaft besitzt. Das alles spiegelte sich dann positiv auf dem Platz wider. Zu den schlechten Erfahrungen zähle ich natürlich das Abstiegsjahr mit den 2000ern aus der Hessenliga. Es fehlte die Zeit, um den Jungs grundlegende Dinge beizubringen, die für die Hessenliga einfach wichtig waren. Dementsprechend war auch die Stimmung in der Mannschaft und auch die der unzufriedenen Eltern.

Was halten Sie von der Fusion zwischen dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und dem VfB 1900 Gießen zum FC Gießen?

Grönke: Für junge Talente in Mittelhessen ist das sicherlich im Senioren-Bereich ein Anreiz und eine Chance, auf höchstem Niveau Fußball zu spielen. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird es jedoch im Junioren-Bereich noch etwas dauern, bis man das Optimale herausholen kann. Als Beispiel nenne ich da meine U17. Da sich nicht intensiv um die Jungs bemüht wurde, schließt sich fast das komplette Team anderen Vereinen an. Auch in der Führungsriege des SC Teutonia Watzenborn hat man, meiner Ansicht nach, nicht den optimalen Weg für die Zukunft im Juniorenbereich des FC Gießen gewählt.

Wo führt Ihr Weg als Trainer hin?

Grönke: Ich werde erst mal eine Pause machen, obwohl ich jetzt schon nicht weiß, wohin mit der ganzen Freizeit (lacht). Es war das Gerücht im Umlauf, dass ich als Trainer im Junioren-Bereich in Waldgirmes einsteigen würde. Das kann ich klar verneinen. Ich könnte mir vorstellen, wieder eine Junioren-Mannschaft zu übernehmen, fände es aber sicherlich auch spannend, mal im Senioren-Bereich zu arbeiten.

Lagen keine Angebote des FC Gießen vor?

Grönke: Kein konkretes Angebot. Der Sportliche Leiter Olaf Faulstich (Jugendabteilung VfB 1900 – Anm. d. Red.) kam erst Ende April zu mir und fragte mich, was ich mir vorstellen könne. Bis heute wurde das Gespräch jedoch nicht fortgeführt. Vielleicht war auch meine Geradlinigkeit für die Zukunft nicht gewollt. (Foto: hf)

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