Siegesserie

»Mannschaft der Stunde« kommt nach Wetzlar

Die HSG Wetzlar empfängt heute mit dem SC Magdeburg aktuell das Topteam der Handball-Bundesliga.
29. März 2018, 09:20 Uhr
Matthias Musche und der SC Magdeburg sind derzeit in Topform. (Foto: dpa)

HSG Wetzlar


Nach drei Wochen Dauerstress hatten die Handballer der HSG Wetzlar zehn Tage Zeit, sich auf das nächste Bundesliga-Punktspiel vorzubereiten. Am heutigen Donnerstag um 19 Uhr ist mit dem SC Magdeburg der derzeitige Tabellenfünfte in der Rittal-Arena zu Gast. Mit einem Sieg kann sich die Mannschaft von Coach Bennet Wiegert weiter oben festsetzen und hat die Plätze im internationalen Geschäft fest im Visier. Doch auch die Grün-Weißen sind mit der Saison noch lange nicht fertig.

Was wollen die Mannschaften erreichen? Die zwei Punkte in Wetzlar sind das nächste große Ziel des SCM. Kreisläufer Zeljko Musa hat mit Magdeburg noch viel vor, dementsprechend hart wird in Sachsen-Anhalt gearbeitet. »Wir kämpfen, um Titel zu gewinnen. Da gibt es zwei Chancen im Mai. In Hamburg und in Magdeburg mit deutschem Pokal und EHF-Cup. Ein Wunsch von mir ist auch, ich möchte mit dem SCM in der Champions League spielen. Da gehört Magdeburg mit seiner großen Handball-Tradition auch hin.«

»Wir werden die Herausforderung annehmen und mit unserem achten Mann, dem Publikum, alles raushauen«, gibt sich auch HSG-Trainer Kai Wandschneider kämpferisch, wohl wissend über die Schwere der Aufgabe. Dass seine Mannschaft in der Lage ist, den SCM zu knacken, hat sie im Hinspiel bewiesen. In Magdeburg hatte die HSG einen sehr guten Auftritt hingelegt, viel Druck gemacht und erst in der Schlussphase verloren. »Wir konnten in den letzten fünf Minuten zwei Überzahlmöglichkeiten nicht nutzen, haben zwei Fehlpässe gespielt, das hat das Spiel entschieden«, erinnerte sich Wandschneider.

In der Arena kann Wetzlar befreit aufspielen, will aber auch die Spannung im Hinblick auf das Pokal-Final Four hochhalten. »Andere Pokalteilnehmer müssen bis dahin alles geben, weil sie um Meisterschaft oder Europapokalplätze kämpfen. Die dürfen niemals nachlassen, das ist bei uns anders«, warnt Wandschneider. »Wir müssen in Form bleiben, müssen das Gefühl haben – Crunchtime, es geht hier um alles.« Diesen Druck soll seine Mannschaft spüren und immer wieder lernen, damit umzugehen.

Das sagen die Trainer über den Gegner: Bennet Wiegert sieht die HSG ziemlich konstant. »Auch bei der Niederlage in Ludwigshafen waren sie die bessere Mannschaft und hätten nicht verlieren dürfen. Über die Heimstärke der Wetzlarer müssen wir eh nicht sprechen. Jeder weiß, dass es für uns ein sehr schweres Auswärtsspiel wird. Und jeder ist auch gewarnt, dass Wetzlar ein Stolperstein sein kann.« Die Magdeburger Erfolgsserie scheint Fluch und Segen zugleich. »Wir sind jetzt Gejagte und ich kann alle verstehen, die unsere Serie durchbrechen wollen«, so Wiegert.

»Ran an den Speck, Flagge hissen und alles raushauen«, schmunzelt Wandschneider. Der SCM ist die einzige deutsche Mannschaft, die noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist und die Chance hat, Tabellenplatz zwei zu erreichen. »Es ist beeindruckend, wie die da durchmarschieren. Das ist allerdings auch kein Zufall. Man hat Spieler verpflichtet, die reinpassen und unglaublich viel Erfahrung haben. Sie haben aufhorchen lassen mit dem Pokalsieg in Berlin und dem hohen Sieg gegen Flensburg letzte Woche.«

Das Personal: Der SCM reiste am Mittwoch mit dem vollen 16er-Kader nach Wetzlar. Michael Damgaard (Sprunggelenk) und Nemanja Zelenovic (linke Schulter) sind dabei, aber noch angeschlagen. Vor allem die Verletzung von Damgaard hat Magdeburg zuletzt gut kompensiert. »Kopf der Mannschaft, Dreh- und Angelpunkt ist Marko Bezjak. Er bestimmt den ganzen Spielrhythmus«, analysiert Wandschneider. Hinter einer starken Abwehr stehen mit Dario Quenstedt und Jannick Green zwei bärenstarke Torhüter. Aus der Defensive schaltet Magdeburg blitzschnell um, geht mit den Außen Robert Weber und Matthias Musche in die erste und zweite Welle.

Wandschneider hat erstmals seit langer Zeit die komplette Mannschaft zur Verfügung. Auch Alexander Hermann ist wieder dabei, der noch Zeit braucht, aber im Training einen guten Eindruck hinterließ. Jannik Kohlbacher ist seit Januar zwar permanent angeschlagen, hat aber noch Ziele. »Wenn ihn hier noch was motiviert, dann das Final Four«, so Wandschneider, der wieder vor der Aufgabe steht, die Balance hinzubekommen.

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