27. Dezember 2018, 07:00 Uhr

Handball

Hessenderby zum Jahresabschluss für HSG Wetzlar

Die HSG Wetzlar bestreitet am Donnerstag das prestigeträchtige Duell bei MT Melsungen. »Wir wollen uns mit einem positiven Gefühl in die WM-Pause verabschieden«, sagt Trainer Wandschneider.
27. Dezember 2018, 07:00 Uhr
Auch im Hessenderby bei MT Melsungen wollen die Wetzlarer um Trainer Kai Wandschneider (l.) jubeln – so wie hier am Sonntag nach dem 23:22-Heimsieg gegen Leipzig. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar ist die letzte Begegnung vor der längeren Pause bei der MT Melsungen heute Abend (19 Uhr, Rothenbach-Halle Kassel/Sky live) noch einmal eine besondere. Wandschneider sieht die Favoritenrolle bei den Nordhessen. »Melsungen hat uns bereits zweimal in diesem Jahr sehr deutlich geschlagen und verfügt trotz der Verletzungsmisere über einen Topkader«, sagt der HSG-Trainer.

Die Statistik: Im Derby standen sich beide Mannschaften bereits 27-mal gegenüber. Melsungen verließ 14-mal als Sieger den Platz, die HSG neunmal, bei vier Unentschieden. Die beiden letzten Partien gingen an die Nordhessen, die sich in dieser Saison im DHB-Pokal mit 28:20 und in der Liga mit 34:26 in Wetzlar durchsetzten. Beide Spiele waren eine klare Angelegenheit für die Mannschaft von Coach Heiko Grimm, die in der Liga mit schwankenden Leistungen auf sich aufmerksam machte.

Der Gegner: Die Rothenbach-Halle in Kassel ist mit 4300 Zuschauern ausverkauft. Für die MT geht es darum, den momentan sechsten Platz zu behaupten. Die MT leistet sich immer wieder Ausrutscher, die auch mit dem immensen Verletzungspech in Verbindung stehen. So verlor man Mitte Dezember beim TBV Lemgo-Lippe mit 26:28, brachte aus Gummersbach nach dem 28:23-Sieg jedoch zwei Punkte mit. Dabei entpuppte sich Neuzugang Roman Sidorowicz als Verstärkung. »Wenn das Match am Donnerstag positiv gestaltet werden sollte, dann könnten wir trotz unserer vielen Ausfälle noch ein respektables Zwischenfazit ziehen und etwas beruhigter in die Wettkampfpause gehen«, sagt MT-Trainer Heiko Grimm, der von seiner Truppe Vollgas-Handball sehen will.

Die Ausfälle: Bei der HSG muss Wandschneider weiter auf Tibor Ivanisevic, Lars Weissgerber und Stefan Kneer verzichten. Alexander Hermann befindet sich noch im Aufbautraining, kann höchstens punktuell für Entlastung sorgen. Kristian Björnsen ist nach seiner langwierigen Verletzung noch weit von seiner Form vergangener Zeiten entfernt.

In Melsungen fehlen mit Julius Kühn, Timm Schneider, Domagoj Pavlovic, Marino Maric und Michael Allendorf fünf Leistungsträger. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Finn Lemke (Innenbanddehnung).

Das sagt Wandschneider: Mit Michael Müller ist ein wichtiger Spieler zurück im MT-Kader. Dazu wurde mit Roman Sidorowicz ein torgefährlicher Mann nachverpflichtet. Wir sind mittlerweile stabiler als noch in der Phase der bisherigen Derbys. Das haben wir zuletzt gegen Hannover und Leipzig gezeigt. Wichtig wird sein, dass wir den Kampf in der Abwehr annehmen und gegen das körperlich robuste Spiel der Melsunger kühlen Kopf bewahren. Dazu brauchen wir eine sehr konzentrierte Leistung im Angriff. Wir müssen unsere Angriffe auf den Punkt spielen und konsequent abschließen, um der MT nicht die Gelegenheit zu geben, in ihr starkes Konterspiel zu kommen.«

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