08. Februar 2019, 07:05 Uhr

Gießen 46ers

Gießen 46ers müssen gegen Ulm ans absolute Limit gehen

Die Gießen 46ers müssen an ihr Leistungslimit gehen, wenn sie eine Chance gegen Ulm haben wollen. Die Donaustädter sind am Samstag um 18 Uhr der klare Favorit in der Osthalle.
08. Februar 2019, 07:05 Uhr
Sicherlich ein spielentscheidendes Duell – Gießens Allrounder Brandon Thomas (r.) gegen den athletischen Ulmer Javonte Green. (Foto: imago/Eibner)

Gießen 46ers


Wenn die Gießen 46ers weiterhin ein Wörtchen bei der Vergabe der Playoff-Plätze mitreden wollen, müssen sie am Samstag um 18 Uhr (live bei MagentaSport) in der Gießener Sporthalle Ost gegen ratiopharm Ulm gewinnen. Diese Aufgabe ist aber alles andere als leicht, denn die auf dem sechsten Rang platzierten Gäste haben ein hervorragend besetztes Team und in der Basketball-Bundesliga mit vier Siegen in Folge einen Lauf.

Status quo: Die Niederlage im emotionalen Heimspiel gegen Würzburg haben die Gießen 46ers aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Der Fokus ist ganz und gar auf Ulm gerichtet – das bestätigte beim Neujahrsempfang der 46ers unter anderem Brandon Thomas, der mit dem Rest des Teams gewillt ist, das Spiel gegen Ulm als Sieger zu verlassen. »Wir können die Situation gut einschätzen«, sagt Gießens Coach Ingo Freyer, der gestern seinen 48. Geburtstag feierte. »Wir haben gegen Würzburg verloren, aber das ist kein Grund, warum wir gegen Ulm nicht gewinnen können«, fügt er an. Das sei aber nicht nur tagesformabhängig von dem eigenen Team oder Ulm, sondern auch von den Schiedsrichtern. Insgesamt betrachtet sind die 46ers mit 18:20 Punkten und Rang zehn voll im Soll, wenn man Parameter wie Etat, Voraussetzungen und Halle im Vergleich zum Rest der anderen Mannschaften in der Bundesliga in die Waagschale wirft. Und auch bezüglich der Qualität, die sie im Kader haben.

Der Gegner: Die Ulmer haben sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der BBL gefangen und scheinen nun das Feld von hinten aufrollen zu wollen (Rang sechs mit 20:14 Punkten). Ihren Wettbewerb auf europäischer Ebene beendeten sie am Dienstag mit einem 86:68 gegen ASVEL Villeurbanne. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath verzeichnte in der Runde Top16 im EuroCup drei Siege und drei Niederlagen. Das Weiterkommen ins Viertelfinale blieb ihr versagt. Dagegen trumpfen die Ulmer in der Bundesliga immer mehr auf. Zuletzt schickten sie Bremerhaven mit einer 69:78-Niederlage zurück an die Nordsee. Dabei profitierten die Donaustädter von einem sagenhaften 23:6-Lauf im finalen Viertel. Vor dem letzten Auftritt im EuroCup gegen die Franzosen aus Villeurbanne wurde Leibenath auf der Club-Homepage folgendermaßen zitiert: »Jede Partie gegen so einen Hochkaräter ist sehr hilfreich. Wir können gegen eines der athletischsten Teams im EuroCup Dinge ausprobieren, die uns für die BBL helfen werden. Ganz konkret stellt Alexis Ajinca eine ähnliche Herausforderung dar wie John Bryant: Beide sind enorm groß und gut aus der Distanz.« Somit war der Sieg am Dienstag die Generalprobe für den Auftritt am Samstag in der Gießener Sporthalle Ost. Übrigens: Der NBA-Veteran Ajinca im Team von Villeurbanne, der 2,18 m misst bei einem Körpergewicht von knapp 120 Kilogramm, wurde auf zehn Punkte gehalten.

Schlüsselspieler: 100 Kilo auf 1,96 m verteilt, dazu pure Athletik. Das ist Javonte Green, der amerikanische Guard der Ulmer, der im Schnitt pro Spiel in 24 Minuten Einsatzzeit 14 Punkte auflegt, 5,6 Rebounds holt, 2,2 Bälle klaut und mit 16,6 den höchsten Effektivitätswert des Teams aufweist. Seine Spezialität ist aber, den Ball von ganz weit oben durch das Netz zu stopfen. Er ist ein Flieger vor dem Herren. Aber auch seine Landsmänner Dwayne Evans, bestens bekannt aus seiner Gießener Zeit, Patrick Miller und Ryan Thompson sind nicht zu verachten. Wie der erst kürzlich von Bonn nach Ulm gewechselte Rashad James – und die Deutschen Per Günther, Ismet Akpinar und Bogdan Radosavljevic (während der Saison von Ludwigsburg gekommen).

Das sagt Freyer: Die Ulmer haben eine sehr athletische und erfahrene Mannschaft. Gerade auf der Zwei mit Green, auf dieser Position der athletischste Spieler der Liga. Dann haben sie auf der Drei mit Thompson einen erfahrenen, starken Athleten, auf der Eins den wurfstarken Akipanar oder Günther sowie den bulligen Amerikaner Miller, der gut zum Korb zieht. Und mit Evans einen ganz dominanten Spieler auf der Vier. Das ist ein Team von einem Kaliber, was absolut unter die ersten sechs gehört – und auch den eigenen Anspruch darauf hat. Wir müssen gut ins Spiel kommen, unser Spiel durchsetzen und versuchen, die Zuschauer hinter uns zu bekommen. Natürlich auch den Ulmern die Stärke nehmen, die ganz klar im athletischen Bereich liegt.

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