23. Juli 2018, 20:28 Uhr

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23. Juli 2018, 20:28 Uhr
GW

Viele junge Deutsch-Türken also werden sich ein Beispiel an ihm nehmen. Seht her, werden sie sagen, sie haben Özil geopfert wegen einem Foto, und sie haben ihn zum Sündenbock gemacht für das Versagen der Nationalmannschaft bei der WM. Sie haben ihn vorgeführt, weil er ein Türke ist. Wir sind hier nicht willkommen. Ein verheerendes Zeichen. (Michael Eder/FAZ online)

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(Statt weiterer Stimmen zum Özil-Komplex:) »Wer das dann immer gleich als rassistisch bezeichnet, verharmlost den echten Rassismus.« (Otto Waalkes im Spiegel-Interview in einem anderen Zusammenhang)

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Ein Hauptverantwortlicher ist für mich Oliver Bierhoff. Die mittlerweile völlig überzogene Kommerzialisierung, die Verwissenschaftlichung und die Entfremdung der Nationalmannschaft von Fans und Medien ist auf ihn zurückzuführen. (Thomas Berthold, Weltmeister von 1990, in seiner Kicker-Kolumne, Überschrift: »Bierhoff muss weg«)

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Haben die Spieler ihr Scheitern verdient? – »Sie haben es nicht gelernt, es ist in ihrem Leben nicht vorgesehen. Der Management-Coaching-Unsinn, den sie lernen, gibt ihnen für den Fall des Scheiterns kein Werkzeug an die Hand.« (Schauspieler Matthias Brandt im Zeit-Interview)

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Bei den Spielern muss ein großer Schnitt gemacht werden. (...) Zurück zu Profis, die sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind. (...) Keine polierten Bübchen, sondern Männer mit ungestilltem Hunger nach Erfolg. (Berthold/Kicker)

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Was bleibt, ist das jungenhafte Lachen des Turbo-Teenies Kylian Mbappe mit seiner überschießenden Energie. Es ist, als würde man einem jungen Hund beim Spielen zusehen. (Evi Simeoni in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Neymars Bodenrollen. (...) Haben Fußballspieler heute einen größeren schauspielerischen Ehrgeiz als früher? (...) – »Auf der anderen Seite gibt es den nicht zu vernachlässigenden Punkt der Autosuggestion, die man auch von Schauspielern kennt: Selbstergriffenheit. (...) Wenn mir als Spieler drei oder vier Pirouetten im Fallen gelingen, weil mir vermeintlich das Schienbein durchtrennt wurde, obwohl ich gar nicht berührt wurde, kann es doch sein, dass es mir dann, weil die Darstellung so gut gelungen ist, trotzdem wehtut.« (Brandt/Zeit)

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Wie fühlt es sich an, mit 50 Stundenkilometern auf den Asphalt zu knallen? – »(...) Ich versuche noch, alles um mich herum zu scannen, wohin ich stürzen kann. (...) Man hat sich gewisse Schutzmaßnahmen angeeignet, die der Körper dann anknipst. Eine Schonhaltung, Muskelanspannung, auch die Art und Weise, wie man aufschlägt. Bei meinem Flug durch die Luft bei der diesjährigen Tour hatte ich noch die halbe Sekunde Zeit, Muskeln anzuspannen, die meine Wirbelsäule vielleicht vor einer schlimmeren Verletzung bewahrt hat. (...) Ich bin, Gott sei Dank, ein Fahrer, der eine hohe Schmerztoleranz hat.« (Tony Martin im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung).

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Sie sind die erste deutsche Siegerin in Wimbledon seit Stefanie Graf 1996. – »Diese Geschichte wird ja nach jedem Grand-Slam-Sieg von mir erzählt. Ich bin immer: die nächste nach Steffi.« (Angelique Kerber im Spiegel-Interview)

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»Wir Kugelstoßerinnen sind ein bisschen weiter weg von den idealen 90-60-90. Ich kann diese Maße für ein Bein anbieten, aber nicht für meinen ganzen Körper.« (Christina Schwanitz, 105 kg, zitiert in der FAZ)

Sie selbst sind mit erstaunlich vielen Talenten gesegnet ... – »Na ja, das meiste davon dreht sich um den Film. Aber ich kann auch einen Ball auf meiner Fingerspitze zum Drehen bringen.« (Schauspielerin Jodie Foster im FAS-Interview)

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»Als Politiker ist man Wellenbrecher, der sich auch gegen negative Trends stemmen muss. Es sei denn, man heißt Angela Merkel, die ist eine Wellenreiterin, und zwar die beste der Welt. Sie bleibt oben, völlig egal, wo die Welle herkommt und wo sie hingeht.« (CSU-Politiker Peter Gauweiler im Spiegel-Interview)

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»Man muss jetzt endlich mal mit dem aufhören, was ich Emotionssozialismus nenne. Es gibt keine Pflicht, Ausländer zu lieben, es geht um den sozialen Frieden in Deutschland. Und wenn man verhindern will, dass es hier kracht, muss man Deutsch als für alle verbindliche Sprache vorschreiben. Man muss nur das Selbstverständliche einfordern. Mit Liebe und Härte« (Schriftsteller Feridun Zaimoglu, als Kleinkind mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen, im »Die literarische Welt«-Interview)

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»Solange wir nicht bereit sind, unsere Überzeugungen offen infrage stellen zu lassen, sind wir auch nicht berechtigt anzunehmen, dass sie wahr oder unwahr sind.« (der australische Philosoph Peter Singer im Interview der Frankfurter Rundschau) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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