Maximilian Eggestein und Werder Bremen haben im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim 0:0 gespielt.
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Maximilian Eggestein und Werder Bremen haben im Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim 0:0 gespielt.

Relegation: Werder gegen Heidenheim

Gefährliches Relegations-Remis gegen Heidenheim: Werder Bremen Auge in Auge mit dem Abstieg

  • Carsten Sander
    vonCarsten Sander
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  • Daniel Cottäus
    Daniel Cottäus
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Bremen – Nichts gewonnen, nichts entschieden: Teil eins der Bundesliga-Relegation zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim hat am Donnerstag ein Ergebnis gebracht, das beiden Teams alle Chancen offen lässt. Das aber auch alle Gefahren bereit hält Der Spielbericht der DeichStube*.

Update: Das Relegations-Rückspiel zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Heidenheim gibt es hier im Live-Ticker.

Im Weserstadion trennten sich der Bundesliga-16. Werder Bremen nach enttäuschender Leistung und der Zweitliga-Dritte 1. FC Heidenheim in einem vom enormen Druck geprägten Spiel mit 0:0, weshalb das Rückspiel in der Relegation am Montag zu einem echten Fußball-Thriller werden dürfte. Die Bremer müssen dann auf ihren Kapitän Niklas Moisander verzichten, der vier Minuten vor Schluss nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah.

Update: Fraglich ist mit welcher taktischen Startelf-Aufstellung Werder Bremen jetzt das Relegationsrückspiel beim 1. FC Heidenheim angeht.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim: Schwere Kost im Relegations-Hinspiel

Werder-Trainer Florian Kohfeldt beließ es in seinem Team bei der einen, der notwendigen Veränderung. Für den gelbgesperrten Kevin Vogt lief Philipp Bargfrede im defensiven Mittelfeld auf. Ansonsten vertraute Kohfeldt auf das Personal, das fünf Tage zuvor mit dem 6:1 über den 1. FC Köln die Teilnahme an der Relegation überhaupt erst möglich gemacht hatte. Doch bis auf die Namen auf den Trikots erinnerte bei Werder Bremen nichts an diesen berauschenden Kantersieg.

Das lag in einem hohen Maße an der aggressiven Manndeckung, mit der der Zweitligist die Bremer Offensivspieler konsequent bearbeitete. Wer bei Werder den Ball hatte, der hatte stets auch einen Gegenspieler auf den Füßen. Und so entwickelte sich ein Spiel, das vom Bremer Bemühen und vom Heidenheimer Gegenwirken geprägt war. Fußball-Finesse kam dabei nicht heraus, es war eher schwere Kost, die die erste Halbzeit dieser Relegation zu bieten hatte. Und wäre es nicht ein Spiel mit so enormer Bedeutung gewesen, hätte man zur Pause wohl gesagt: Dieses Spiel? Kann weg!

Werder Bremen: Wenige Torchancen in Relegations-Hinspiel gegen 1. FC Heidenheim

In den Strafräumen tat sich nur wenig. Nach einigen der nicht gerade wenigen Balleroberungen im Mittelfeld (besonders Marco Friedl erwies sich im Bremer Aufbauspiel als Unsicherheitsfaktor) kam der 1. FC Heidenheim zwar zu vereinzelten Abschlüssen, wirklich gefährlich war davon aber keiner. Der einzige Schuss, der aufs Bremer Tor kam, wurde auch noch wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Werder Bremen jedoch kam erst gar nicht zu irgendwelchen Torszenen. Milot Rashica hatte per Freistoß die beste Chance, sein Versuch krachte aber in die Heidenheimer Mauer (37.). Ein Osako-Flugkopfball sah zwar gut und gefährlich aus, der Japaner bewegte sich dabei jedoch im Abseits (28.).

Der Mangel an Torchancen war das Ergebnis der Heidenheimer Defensivarbeit, aber auch der Bremer Hilflosigkeit und Ungenauigkeiten. Mehr als einmal brüllte Kohfeldt Kommandos auf den Platz, besser wurde es aber nicht. Niclas Füllkrug, erneut von Beginn an aufgeboten, war diesmal kein Faktor. Auch Osako und Rashica, die Mitglieder zwei und drei des zuletzt gelobten Bremer Offensiv-Trios, fanden keine Lösungen. „Heidenheim ist der erwartet intensive Gegner“, analysierte Werder-Aufsichtsratschef Marco Bode während der Halbzeit-Pause, „wir müssen schneller spielen, die Pässe und die Läufe in die Tiefe suchen. Das ist noch zu verkrampft.“

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim in der Relegation: Turbulente Schlussphase

Nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit blieb festzuhalten: Werder Bremen hatte in der Kabine weder das Tempo, noch die Leichtigkeit und schon gar keine neuen Idee gefunden, wie dieser Zweitligist zu knacken ist. Wenigstens sorgte dann noch das Wetter für ein Ereignis im Weserstadion. Denn es gewitterte und schüttete wie aus Kübeln. Werder verlor im Regen immer mehr den Faden, Kohfeldt reagierte darauf mit einem Dreifach-Wechsel. Christian Groß kam für Bargfrede, Leonardo Bittencourt für Davy Klaassen und Fin Bartels für Niclas Füllkrug (65.). Ergebnis: wenig Veränderung.

In den Schlussminuten wurde es dann aber nochmal turbulent. Erst flog Niklas Moisander vom Platz (86.), dann rettete der Ex-Bremer Marnon Busch nach einem Fehler seines Keepers Kevin Müller auf der Linie (90.) und abschließend setzte Timo Beermann in der Nachspielzeit einen Kopfball knapp neben das Bremer Tor. So blieb es bei der Nullnummer, die dem SV Werder Bremen zwar noch alle Möglichkeiten offen lässt. Klar ist aber auch: In Rückstand dürfen die Bremer in Heidenheim nicht geraten, denn dass sie die Abwehr des Zweitligisten nicht bespielen können, haben die zähen 90 Minuten am Donnerstag gezeigt. (csa)

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim - Live-Ticker zum Nachlesen

22.23 Uhr: Und da ist das erste Spiel der Relegation vorbei. Nach einem biederen Auftritt der Bremer geht es ohne Tore nach Heidenheim zum Rückspiel am Montag. Am Ende durften die Grün-Weißen froh sein, dass sie sich nicht noch einen Gegentreffer durch Beermann (90. + 2 Min) gefangen haben.

22.22 Uhr: Abpfiff! Werder und Heidenheim trennen sich 0:0!

90. + 4 Min: Schnatterer zieht den Ball viel zu weit - Einwurf Werder.

90. + 3 Min: Rashica klärt direkt zur nächsten Ecke. 

90. + 3 Min: Noch eine Ecke für Heidenheim.

90. + 2 Min: Und da wäre es fast passiert! Schnatterer findet Beermann in der Mitte, der Heidenheimer kann sich im Kopfballduell mit Bartels behaupten und setzt den Ball knapp neben den Kasten.

90. + 2 Min: Und noch eine Ecke für Heidenheim. Schnatterer steht wieder bereit.

90. + 1 Min: Vier Minuten Nachspielzeit gibt es obendrauf.

90. Min: Busch klärt auf der Linie! Müller kann den Ball nicht richtig gegen Rashica aufnehmen, der den Ball auf Bittencourt ablegt. Der Eingewechselte kann nicht richtig zielen - Busch ist da und klärt vor der Linie!

89. Min: Kein Team will hier volles Risiko gehen. 

88. Min: Werder nun mit einem Mann weniger. Kann Heidenheim die Überzahl ausnutzen?

87. Min: Dumme Aktion von Moisander! Der Finne will einen Konter über Griesbeck unterbinden und sieht vollkommen zurecht Gelb-Rot!

85 Min: Werder wird munterer. In gute Abschlusssituationen kommen sie trotzdem viel zu selten.

84. Min: Sargent ersetzt Osako, der heute unglücklich agierte.

83. Min: Das erste Mal musste Heidenheims Müller zupacken! Nach der Ecke kommt Bartels an den Ball und zielt aufs lange Eck.

83. Min: Föhrenbach kommt für Theuerkauf.

82. Min: Standardsituationen folgen auf Standardsituationen. Werder bekommt eine Ecke zugesprochen.

81. Min: Diesmal darf sich der eingewechselte Augustinsson an einem Freistoß aus dem Halbfeld probieren. Wie seine Vorgänger macht es der Schwede nicht viel besser. Seine Hereingabe segelt ins Toraus.

79. Min: Auf der Gegenseite vernascht Dorsch seinen Gegenspieler und zieht direkt ab. Der Schuss geht deutlich drüber.

78. Min: Ein Hauch einer Chance. Bartels zieht die Grundlinie herunter und flankt auf Osako, der den Ball per Kopf nicht richtig auf das Tor bekommt.

77. Min: Friedl hat Feierabend, Augustinsson ersetzt ihn.

76. Min: Gute Standardgelegenheit für Grün-Weiß. Bittencourt und Friedl stehen bereit. Ersterer macht es ganz schlecht und schießt in die Mauer.

75. Min: Nächstel Foul! Beermann legt Rashica vor dem Strafraum und sieht die nächste Gelbe.

74. Min: Die Hereingabe wird immer länger und kann von Pavlenka aus dem Gefahrenbereich gefischt werden.

74. Min: Nächste Ecke Heidenheim. Natürlich ist das Chefsache für Standardexperte Schnatterer. 

72. Min: Pavlenka ist zur Stelle. Der Tscheche fängt eine Flanke in den Fünfmeterraum auf Kleindienst ab.

71. Min: Bittencourt geht zu rabiat in den Zweikampf und sieht Gelb.

70. Min: Für Werder stellt sich so langsam die Frage, ob sie das 0:0 mit nach Heidenheim nehmen wollen oder ob sie doch auf den Führungstreffer gehen. 

69. Min: Heidenheim wechselt doppelt. Schnatterer und Otto kommen für Multhaup und Thomalla.

68. Min: Kleindienst stellt sich auf dem Flügel zu ungeschickt an und legt Rashica. Der fällige Standard bringt nichts ein.

67. Min: Von Werder ist das bis hierhin eine ganz maue Vorstellung. Vielleicht können die drei Neuen für ein wenig Gefahr sorgen.

66. Min: Der Gefoulte zieht selber ab, jagt das Kunstleder deutlich über den Kasten der Heidenheimer.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Werder ohne offensive Ideen

65. Min: Dreifacher Wechsel bei Werder. Bittencourt, Bartels und Groß kommen für Klaassen, Füllkrug und Bargfrede

64. Min: Busch legt Rashica zentral vor dem Strafraum.

64. Min: Schlechte Annahme von Osako. Der Japaner wird im Strafraum sehr gut von Moisander in Szene gesetzt, kann den Ball aber überhaupt nicht verarbeiten.

62. Min: Die Komponente Regen macht das Spiel natürlich ein wenig unberechenbarer. Kann eines der Teams davon profitieren?

61. Min: Nächste Ecke für Heidenheim. Dorsch steht bereit und zieht den Ball auf den ersten Pfosten. Die Bremer Hintermannschaft passt jedoch auf und klärt.

60. Min: In Bremen gibt es jetzt einen starken Wolkenbruch. 

59. Min: Kerschbaumer ersetzt Sessa, der sich bei einem Zweikampf mit Maxi Eggestein weh getan hat. 

56. Min: Kleindienst nimmt den Ball per Brust an, lässt ihn kurz trumpfen und zieht aus 25 Metern ab - deutlich daneben!

53. Min: Mal wieder ein Freistoß für die Gäste. Gebre Selassie arbeitet zu sehr mit dem Arm. 

51. Min: Ping Pong im Heidenheimer Stafraum. Gebre Selassie flankt in den Strafraum, wo der Ball bei Rashica landet. Der Flügelstürmer zieht ab und landet mal wieder in den Beinen der Gäste.

50. Min: An der Ecke holt Rashica einen Freistoß gegen Ex-Bremer Busch heraus.

49. Min: Bisher sieht alles aus wie in Halbzeit eins. 

47. Min: Wie ziehen die Gastgeber nun das Spiel auf? Wann wird Werder seiner Favoritenrolle gerecht?

46. Min: Ohne personelle Wechsel geht es hier erst einmal weiter.

46. Min: Und der Ball rollt wieder! Diesmal dürfen die Gäste anfangen.

21.19 Uhr: „Wir können nicht zufrieden sein“, so fasst es Marco Bode bei den Kollegen von Dazn zusammen. „Man merkt, es ist ein wenig Verkrampfung im Spiel. Im Hinspiel will niemand zu viel Risiko gehen.“ Werders Aufsichtsratsvorsitzender bringt das Geschehen auf dem Platz ganz gut auf den Punkt. Nach ihm müssen die Hausherren ein wenig mehr Risiko gehen. „Wir wollen heute ein positives Ergebnis mitnehmen“, erklärt Bode weiter. „Und das 0:0 ist das bisher nicht.“

21.17 Uhr: Ohne Tore geht es zum Pausentee. Was gibt es zu den ersten 45 Minuten zu sagen? Werder tut sich hier verdammt schwer. Besonders im Mittelfeld machen die Gäste aus Heidenheim das Spiel eng und stehen dem ballführenden Spieler stets auf den Füßen. Die Heidenheimer sind es auch, die bis jetzt spritziger wirken. Die Männer von Florian Kohfeldt müssen sich deutlich steigern, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Halbzeit!

21.16 Uhr: Abpfiff! Mit 0:0 geht es in die Kabine!

45. + 1 Min: Eine Minute gibt es obendrauf.

44. Min: Symptomatisch: Rashica legt den Ball schön per Hacke am Gegenspieler vorbei und verschafft sich ordentlich Platz. Seinen Seitenverlagerung misslingt jedoch vollkommen. Heidenheims Beermann fängt das Kunstleder einfach ab.

43. Min: Kein Durchkommen! Irgendwie kommt Rashica im Strafraum an den Ball, doch auch in diesen Versuch wirft sich ein Heidenheimer.

41. Min: Ex-Bremer Busch klärt den Standard vor dem einschussbereiten Gebre Selassie zur Ecke.

41. Min: Mal wieder ein Standard im Halbfeld für die Grün-Weißen. 

39. Min: Heidenheim luchst Werder den Ball und wieder ist es Sessa, der sich ein Herz fasst und mit seinem Versuch eine weitere Ecke herausholt.

38. Min: Was geht hier noch in Halbzeit eins? 

37. Min: Rashica jagt den Ball in die Mauer.

35. Min: Nächster Aufreger der Partie! Diesmal ist es Osako, der von Multhaup gelegt wird. Der Heidenheimer sieht Gelb. Nun haben die Bremer in aussichtsreicher Position einen Freistoß. Friedl und Rashica stehen bereit.

34. Min: Gelb für Osako! Der Bremer Stürmer zieht Dorsch von hinten die Beine weg. Folgerichtig gibt es von Zwayer die Verwarnung. 

33. Min: Werder ist in der aktuellen Phase sehr unkonzentriert. Ohne Not wird hier oft der Ball einfach hergeschenkt.

28. Min: Mal wieder ein Freistoß für Grün-Weiß. Rashica überrascht die Heidenheimer und führt den Standard anstelle von Friedl aus. Die Flanke landet auf dem Schädel von Osako, der den Ball einen guten Meter neben den Kasten setzt. Auch diesem Abschluss ging eine Abseitssituation voraus.

26. Min: Gezählt hätte ein möglicher Treffer nicht, denn ein weiterer Heidenheimer stand im Abseits.

25. Min: Das erste Mal wird Pavlenka getestet! Nach einem ganz schlechten Rückpass kommt Heidenheims Kleindienst an den Ball. Der Stürmer zieht von außen nach innen und schließt vor dem Strafraum ab. Der Ball geht zentral auf Pavlenka, der prallen lässt.

23. Min: Bis zur Mittellinie lässt Heidenheim Werder machen. Ab der magischen Grenze schiebt Coach Frank Schmidt seine Spieler langsam gen ballführenden Spieler.

22. Min: Die Abwehrreihen machen hier einen konzentrierten Job. Bargfrede hat genug gesehen und versucht es aus der zweiten Reihe. Sein Versuch wird abgefälscht - Ecke.

20. Min: Beide Teams verlieren zu schnell den Ball. Nach wenigen Stationen ist das Kunstleder meist schon wieder weg.

19. Min: Wenn Werder einmal ins letzte Drittel kommt, findet viel zu wenig Bewegung statt. Es wird kein Pass in die Spitze forciert, stattdessen spielen die Beteiligten lieber nach hinten.

17. Min: Moisander sieht für ein zu hartes Einsteigen gegen Sessa Gelb. 

17. Min: Da war mehr drin. Nach einem Einwurf kommt Osako an der Torauslinie an den Ball und hebt diesen gefühlvoll in den Rückraum, doch weder Rashica noch Füllkrug sind zur Stelle. Die Chance verpufft.

15. Min: Glück für Bargfrede. Der Bremer verliert den Ball an Heidenheims Kleindienst an der Mittellinie, doch Schiri Zwayer entscheidet auf Freistoß Werder.

14. Min: Wenns in den gefährlichen Bereich geht, steht Heidenheim sehr engmaschig. Werder findet kaum Platz, um ihr Spiel aufzuziehen. 

12. Min: Den Bremern bietet sich in Person von Osako ein wenig Raum, doch der Japaner steht mit dem Rücken zur Mittellinie und spielt den Ball zurück statt den Weg nach vorne zu suchen.

10. Min: Der junge Sessa ist es auch, der sich einfach mal an einem Abschluss probiert. Der Ball geht jedoch deutlich am Kasten vorbei.

8. Min: Heidenheim versteckt sich nicht. Stattdessen spielen die Gäste frech nach vorne. Moisander und Co. haben mit den Angriffsbemühungen trotzdem keine Probleme.

7. Min: Werder ist hier um Spielkontrolle bemüht, tut sich aber schwer. Der Druck ist spürbar.

5. Min: Stattdessen kontert Heidenheim und sichert sich den nächsten Eckball.

4. Min: Nächster Standard für die Hausherren. Aus dem Halbfeld hebt Friedl den Ball in den Sechzehner - keine Gefahr.

2. Min: Osako holt die erste Ecke der Partie heraus.

2. Min: Beiden Teams ist direkt zu Beginn die Bedeutung der heutigen Partie anzumerken. Zweikämpfe, lange Bälle, schnelle Ballverluste - so sehen die ersten Eindrücke aus.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Anpfiff!

1. Min: Werfen wir noch schnell einen Blick auf die Heidenheimer. Die Überraschung in der Heidenheimer Startelf ist übrigens Kevin Sessa, ein 19-Jähriger, der in der zurückliegenden Saison nur zu zwei Kurzeinsätzen mit einer Gesamtspielzeit von 14 Minuten kam. Nun darf der zentrale Mittelfeldspieler von Anfang an ran – und Trainer Frank Schmidt erklärt auf „amazon prime“, warum: „Kevin ist ein Argentinier, und er spielt wie ein Argentinier. Genau das brauchen wir.“ Heißt: Kampf ist angesagt. Nochmal Schmidt: „Im Pokal war das Spiel schnell entschieden, darauf haben wir heute keinen Bock.“

1. Min: Anpfiff! Werder beginnt.

20.27 Uhr: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Felix Zwayer.

20.25 Uhr: Fünf Minuten - dann geht es endlich los!

20.22 Uhr: Die Statistik spricht für Werder Bremen. Seitdem die Relegation 2009 wieder eingeführt wurde, haben sich achtmal die Bundesligisten durchgesetzt.

20.15 Uhr: Wie sieht der Spielplan aus? Voraussichtlich müssen die Grün-Weißen das Heft des Handelns in die Hand nehmen und selbst das Spiel aufziehen. Heidenheim wird sich sicherlich erst einmal einigeln und schauen, ob etwas an der Weser geht. Wenn die Bremer in dieser Saison selbst das Spiel machen mussten, haben sie sich sehr schwer getan. Ansehnlich war das dann meistens leider nicht.

20.11 Uhr: So langsam ist alles angerichtet für das Relegationsmatch. 

20.08 Uhr: Ein kleiner Zwischenruf - Das Statement ist klar. Vor dem Weserstadion beziehen Werder-Fans mit einem Banner Stellung solidarisieren sich mit den eigentlichen Aufsteigern.

20.03 Uhr: Nicht einmal mehr 30 Minuten bis das runde Kunstleder rollt.

19.52 Uhr: Letztmals sind Werder und Heidenheim im DFB-Pokal aufeinander getroffen und dort haben die Hausherren kurzen Prozess gemacht. Mit einem lockeren 4:1-Sieg setzten sich die Profis vom SVW am 30.10.2019 durch. 

19.47 Uhr: Kontrast pur - so lässt sich das Match zwischen Werder und Heidenheim ganz gut beschreiben. Für alle Zahlenfetischisten werfen wir kurz einen Blick auf die Marktwerte. Und spätestens jetzt sollte jedem klar werden, wer als haushoher Favorit in den kommenden 90 Minuten gilt. Die Männer von Florian Kohfeldt sind gut 138,88 Millionen Euro wert, während Heidenheim 18,93 Millionen Euro in den Ring wirft. Trotzdem: Geld alleine schießt keine Tore. Einsatz, Galligkeit und der unbändige Wille können in solch einem Spiel über Gladiolen oder Tod entscheiden, um den ehemaligen Bondscoach Louis van Gaal zu zitieren.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim im Live-Ticker: Setzt Osako seine Serie fort?

19.42 Uhr: Es steckt nicht immer das drin, was drauf steht. In den Trikots der Heidenheimer verbergen sich Spieler mit grün-weißer Vergangenheit. Drei davon haben es sogar in die Startelf der Gäste geschafft - Busch, Mainka und Theuerkauf. Gemeinsam mit Beermann bilden die drei Ex-Bremer die Abwehrreihe von Coach Frank Schmidt. Als vierter Ehemaliger setzt sich Hüsing erst einmal auf die Bank.

19.40 Uhr: Setze Osako seine Serie fort? Immerhin avancierte der Japaner in den letzten Spielen zu einer Art Lebensversicherung für die Bremer. Seine Quote? In den letzten vier Spielen knipste der Bremer viermal und legte einen weiteren Treffer auf. Wenn es nach uns geht, darf diese Serie natürlich weitergehen.

19.37 Uhr: Hinten links hat sich Kohfeldt derweil wieder für Marco Friedl und damit gegen Ludwig Augustinsson entschieden, was keine große Überraschung ist. Schließlich hatte Friedl gegen Köln eine starke Vorstellung geboten und sogar ein Tor vorbereitet.

19.34 Uhr: Auch die große Frage, wer den gesperrten Kevin Vogt ersetzt, ist nun beantwortet: Es ist Philipp Bargfrede, Werders Mann für den Maschinenraum - zumindest zunächst. Während der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Trainer Kohfeldt noch mitgeteilt, dass der Routinier keine 90 Minuten durchhalte. Muss er ja auch nicht. Vorher ordentlich abräumen, grätschen, regeln - dann kann er gerne früher Feierabend machen, ausstempeln, Helm in den Spind und ab unter die Dusche. Als Alternativen sitzen Christian Groß oder auch Ömer Toprak auf der Bank.

19.33 Uhr: Zurück zu den Hausherren - Da ist er also wieder: Niclas Füllkrug steht wie schon beim 6:1 gegen Köln in der Startelf - und stellt damit, ganz nebenbei, einen neuen Rekord auf: Der 27-Jährige ist nun der erste Profi, der in der Relegation für drei verschiedene Vereine aufgelaufen ist (Fürth, Nürnberg, Werder). Nur an einer Bilanz muss "Lücke" noch gewaltig schrauben: Seine bisherigen Relegationen hat er beide verloren. Sollte jetzt aber kein Stimmungskiller sein.

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim im Live-Ticker - Die Aufstellungen sind da!

19.31 Uhr: Wen schickt Frank Schmidt ins Rennen? Müller - Busch, Mainka, Beermann, Sessa, Michael Multhaup - Griesbeck, Theuerkauf, Dorsch - Kleindienst, Thomalla.

19.28 Uhr: Natürlich haben wir auch noch Zeit, um einen Blick auf die Ersatzbank zu riskieren. In Grün-Weiß nehmen Platz: Kapino, Augustinsson, Toprak, Bittencourt, Bartels, Groß, Selke, Pizarro, Sargent.

19.27 Uhr: Dürfen wir vorstellen? Mit dieser Elf startet Kohfeldt in die Partie. Pavlenka - Friedl, Moisander, Veljkovic, Gebre Selassie - Bargfrede, Eggestein, Klaassen, Osako - Rashica, Füllkrug.

19.23 Uhr: Gleich dürfen wir uns erst einmal auf die Aufstellungen freuen. Welche 22 Spieler legen gleich den Grundstein für die Mission Bundesliga?

19.21 Uhr: Was die Bremer heute auf den Rasen bringen müssen, hat die Arminia aus Bielefeld gezeigt. Der Zweitligameister fertigte Heidenheim locker flockig mit 3:0 ab. Von Kräfte schonen durfte bei den heutigen Gäste keine Rede sein. Immerhin duellierte man sich mit dem HSV um den Relegationsplatz. Wie zeigt sich Heidenheim heute? Ist den Männern von Frank Schmidt schon vor dem Anpfiff die Puste ausgegangen?

19.16 Uhr: Was für Bremen spricht: Florian Kohfeldts Team weiß, wie es mit Do-or-Die-Spielen umzugehen hat. Vor allem das letzte Saisonspiel gegen den 1. FC Köln hat bewiesen, die Männer können doch noch Fußball spielen. Klar ist aber auch, dass es für Heidenheim um viel mehr geht als die Kölner am letzten Samstag.

19.11 Uhr: Auf die leichte Schulter werden die Männer von Trainer Florian Kohfeldt die Gäste dennoch nicht nehmen. Schließlich ist jedem der es mit Grün-Weiß hält klar, was in den kommenden zwei Partien auf dem Spiel steht. Findet in der kommenden Saison auch weiterhin Erstligafußball an der Weser statt oder geht es eine Klasse tiefer? Sich im heutigen Match eine gute Ausgangslage zu schaffen, kann für das Rückspiel in der Ferne Gold wert sein.

19.07 Uhr: Was dürfen wir heute erwarten? Die Ausgangslage sollte klar sein: Die Grün-Weißen gehen als klarer Favorit ins Rennen. Als Gast empfängt der Bundesligist den 1. FC Heidenheim, die mit einer gehörigen Portion Glück und dank des Unvermögens des Hamburger SV jetzt im Weserstadion antreten dürfen. 

19.05 Uhr: Moin Freunde, heute heißen wir euch herzlichst zum Relegationsmatch Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim willkommen!

Bremen - Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim live: Die Bundesliga-Relegation im Live-Ticker! Alle Tore, News und Emotionen - alles live! Anpfiff im Weserstadion ist um 20.30 Uhr,  der Live-Ticker startet gegen 19.30 Uhr mit der Startelf-Aufstellung von Werder Bremen!

Der Vorbericht:

Geheime Ratschläge für  So bereitet sich Werder Bremen-Trainer Kohfeldt auf die Relegation gegen Heidenheim vor

Werder Bremen spielt heute das Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Trainer Florian Kohfeldt bereitet sich mit geheimen Ratschlägen vor. Der Vorbericht der DeichStube*.

Die Namen wollte er nicht verraten, was nur allzu verständlich ist. Informanten hält man schließlich geheim, vor allem, wenn sie wertvolle Tipps geben können. Und wertvoll, so hofft es Werder-Trainer Florian Kohfeldt, sind die Dinge, die er da kürzlich am Telefon erfahren hat. Es ging, na klar, um die bevorstehende Relegation. Um diese beiden so unglaublich wichtigen Spiele des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim – und eben darum, dass Kohfeldt so eine Situation in seiner jungen Trainerlaufbahn noch nicht erlebt hat.

„Ich habe mir zwei Leute rausgesucht, die die Relegation schon mitgemacht haben, die aber nicht direkt bei Werder sind“, sagte der 37-Jährige während der Pressekonferenz vor dem Hinspiel am Donnerstag (20.30 Uhr, Weserstadion, Live-Ticker der DeichStube) – und erklärte: „Es war der Versuch, mir einen Erfahrungsschatz anzueignen. Wo sind die Fallstricke? Was kann alles passieren?“

Werder Bremen in der Relegation: Gegen den 1. FC Heidenheim geht es um alles - Rettung oder Abstieg

Nun ja. Einfach ausgedrückt gibt es aus Bremer Sicht nur zwei Szenarien, zwei letzte Wahrheiten einer so oder so schlimmen Saison: 1.) Werder Bremen rettet sich. Oder 2.) Werder Bremen steigt ab. Und trotzdem ist die Sache kompliziert, denn mit sportlicher Vorbereitung allein ist diesem Raubtier Relegation offenbar nicht beizukommen. „Ich glaube nicht, dass taktische Elemente am Ende das Spiel entscheiden werden. Entscheiden wird die Mentalität, die Intensität und die Bereitschaft, diese Drucksituation zu händeln“, sagte Florian Kohfeldt und damit wohlgemerkt ein Mann, der sonst liebend gern über taktische Feinheiten referiert, Spiele damit regelrecht seziert. Dieses Mal nicht.

Die kohfeldtschen Schlagworte à la „Steil-Klatsch“, „Tiefe“ und „Umschaltmoment“, sie gehörten am Tag vor dem Relegations- Hinspiel von Werder gegen den 1. FC Heidenheim allesamt nicht zum rhetorischen Repertoire. An ihre Stelle rücken: „Anspannung“, „Fokussierung“ und sogar der berühmte „Rücken zur Wand“. „Wir haben zwei Spiele, in denen es um alles geht“, fasste es der Trainer zusammen.

Werder Bremen: Trainer Florian Kohfeldt sieht Relegation gegen 1. FC Heidenheim als „Geschenk“

Während der regulären Saison haben die Bremer bereits bewiesen, dass sie mit solchen Momenten umgehen können – erinnert sei an die als Endspiele deklarierten Duelle in Freiburg (1:0), Paderborn (5:1) und natürlich zu Hause gegen den 1. FC Köln (6:1). „Wir waren in dieser Saison so häufig weg, haben so viele Täler durchschritten und zurecht viel Kritik bekommen“, setzte Kohfeldt kurz zum Rückblick an, blickte dann aber sofort wieder auf Heidenheim: „Diese beiden Spiele sehen wir jetzt als Geschenk. Wir wollen es unbedingt zu Ende bringen.“

Angesichts der Euphorie, die am vergangenen Samstag rund um das Weserstadion, nein, in ganz Bremen herrschte, hätte man für einen kurzen Augenblick meinen können, Werder Bremen habe die Sache bereits gegen Köln zu Ende gebracht. „In der Öffentlichkeit hatte man das Gefühl: Werder hat es jetzt ja geschafft, jetzt muss es ja klappen“, sagte Sportchef Frank Baumann, „wir haben versucht, sofort wieder dagegenzusteuern.“

Werder Bremen in Relegation klarer Favorit - Florian Kohfeldt: Keiner unterschätzt 1. FC Heidenheim

Schließlich könne es auch ganz schnell wieder in die andere, in die fatale Richtung laufen – in die, die in den Abgrund führt. Werders Aufgabe war es also, nach der großen Erleichterung in Folge des Köln-Kantersiegs ganz schnell wieder in den Wettkampfmodus zu kommen. „Ich habe beim Training und in der Kabine sehr, sehr viel Kontakt zu den Spielern gesucht, um herauszufinden, wie die Stimmung ist“, berichtete Florian Kohfeldt. Ergebnis: „Hier ist keiner, der Heidenheim unterschätzt.“

Der Dritte der 2. Liga um Trainer Frank Schmidt habe eine gute physische Präsenz, sei „gegen den Ball grundsätzlich eine sehr aktive Mannschaft“ und – sicher auch nicht ganz unwichtig – habe ja bereits darüber gesprochen, in Bremen mutig auftreten zu wollen. All das dient Kohfeldt als Warnung. Und trotzdem kann es an der Rollenverteilung dieser Relegation der Saison 2019/2020 nicht mal kratzen: Werder Bremen ist der Favorit, der 1. FC Heidenheim der krasse Außenseiter.

Werder Bremen vor Relegation gegen 1. FC Heidenheim - Trainer Florian Kohfeldt: „Mehr All-in geht nicht“

Eine Tatsache, die Frank Baumann zu relativieren versuchte: „Grundsätzlich ist der Erstligist automatisch der Favorit, aber die Chancen vor diesen beiden Spielen stehen 50:50.“ Kohfeldt indes vermied Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Er betonte lieber, dass er gerne Favorit ist, „weil es impliziert, dass man viele Dinge in der eigenen Hand hat.“ Am Donnerstagabend, ab 20.30 Uhr (live im TV und Stream bei DAZN und Amazon Prime), will Werder Bremen das nutzen. Am Montag, im Rückspiel, dann noch einmal.

„Mehr All-in geht nicht. Danach kannst du nichts mehr gutmachen. Das kann man in der Vorbereitung nutzen, um den Fokus aufzubauen. Und trotzdem muss man im entscheidenden Moment die nötige Lockerheit bewahren“, sagte Kohfeldt. Gut möglich, dass er diesen Tipp von seinen geheimen Informanten am Telefon bekommen hat. (dco) *DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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