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Der SV Werder Bremen befindet sich im Abstiegskampf. Auch wenn sie das Wort vermeiden.

0:1-Niederlage gegen den Tabellenletzten!

Abstiegskampf – warum das Wort beim SV Werder auf dem Index steht

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Bremen – Es gehört beim SV Werder Bremen zum Service, seit vielen Jahren schon, und auch nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn machte der Verein keine Ausnahme.

Auf einem der großen Flachbildfernseher im Medienraum des Weserstadions flimmerte die aktuelle Bundesliga-Tabelle. Weiße Schrift auf grünem Grund, durchaus stimmig – und doch wäre eine andere Farbe an diesem fortgeschrittenen Sonntagabend die bessere Wahl gewesen: grau.

„Es ist eine extrem schwere Situation“, sagte Trainer Florian Kohfeldt, der irgendwann im Laufe des Gesprächs mit den Bremer Journalisten einen Blick in Richtung Bildschirm geworfen hatte. 14 Spiele, 14 Punkte, Tabellenplatz 14, eine schöne Zahlenreihe ist das – aber auch eine schreckliche, denn Werder Bremen steckt nach diesem 0:1 gegen Schlusslicht Paderborn endgültig im Keller fest. Nur noch zwei Punkte Vorsprung sind es auf den Relegationsplatz, als nächstes geht es nun nach München – Vorweihnachtsstimmung kommt da sicherlich nicht so schnell auf.

Werder Bremen: Baumann und Kohfeldt vermeiden das Wort Abstiegskampf

Zwar spricht Kohfeldt inzwischen „nicht mehr von einer schwierigen Phase“, sondern von „einer schwierigen Saison“. Das Wort Abstiegskampf halten der Trainer und auch Sportchef Frank Baumann aber ganz bewusst weiter von ihrer Mannschaft fern. Fast so, als könnte man ihn abwenden, wenn man ihn denn bloß nicht beim Namen nennt und dadurch zum Thema macht. Der Bremer Verzicht auf dieses Wort hat allerdings andere Gründe, wie Kohfeldt erklärte.

„Das Wort Abstiegskampf nehmen wir deshalb nicht so gerne in den Mund, weil wir eine Mannschaft sind, in der Kämpfen und Aggressivität ohnehin selbstverständlich sein müssen“, sagte der 37-Jährige, der den Stil seines Teams aber nicht nur auf diese vielzitierten Grundtugenden reduziert wissen möchte: „Wir dürfen uns nicht nur darauf verlassen. Dafür haben wir auch gar nicht die Spieler.“ Heißt: Werder Bremen will auch weiterhin vor allem fußballerisch raus aus der Krise. Allerdings hatte genau das gegen Paderborn nicht funktioniert.

Werder Bremen gegen SC Paderborn: Video-Assistent greift ein

Immer wieder hatten sich die Bremer Angreifer an der Defensive der Gäste die Zähne ausgebissen, hatten schlicht keine Lösungen gegen den Aufsteiger gefunden. „Unser Passspiel war schlecht“, monierte Kohfeldt, „wir sind darin verfallen, es fußballerisch zu sehr erzwingen zu wollen.“ Dann kam irgendwann die 90. Minute, dann kam Paderborns Joker Sven Michel zum Lucky Punch. Erst Tor, dann die Fahne des Linienrichters oben, ehe schließlich der Video-Assistent nach langen zwei Minuten Wartezeit klarstellte: kein Abseits, der Treffer zählt! Aus Bremer Sicht die bittere Schlusspointe eines bitteren Abends. „Das passte genau zu diesem Spiel“, haderte Kohfeldt.

Werder Bremen. Sportchef Baumann verärgert

Werders Plan, dem 3:2 aus Wolfsburg einen weiteren Sieg folgen zu lassen, hatte sich also in Luft aufgelöst, was bei Manager Baumann für Unverständnis sorgte. In sachlicher Tonlage richtete er deutliche Worte an die Mannschaft. „Erst mal muss man anders ins Spiel gehen. Ich glaube, dass wir letzte Woche in Wolfsburg ganz anders ins Spiel gegangen sind, und deswegen verstehe ich nicht, warum wir das heute nicht so auf den Platz gebracht haben“, ärgerte sich der 44-Jährige.

Und weiter: „Wenn ich schon nicht den besten Tag habe, muss ich mich umso mehr reinkämpfen, und das haben wir gerade zu Beginn des Spiels nicht gemacht.“ Neben den fehlenden Punkten war es vor allem die Leistung, die Baumann nachdenklich stimmte: „Wenn man das Schalke-Spiel sieht und das heute, dann macht mir vor allem die Leistung Sorge, weil das ein Thema war, das wir über die ersten zehn, zwölf Spiele nicht bemängeln konnten.“

Werder Bremen: Paderborn war ein Rückfall

Auch Profi Ludwig Augustinsson wusste, dass Paderborn ein Rückfall war. „Wir haben darüber gesprochen, dass wir nicht so passiv spielen dürfen wie gegen Schalke, und es ist wieder passiert“, sagte der Schwede – und appellierte: „Wir müssen sehr kritisch mit uns umgehen und hart zu uns sein in dieser Woche.“

Diesen Punkt mit dem Hartsein, mit der klaren Ansprache, den hatte es bei Werder Bremen vor dem Paderborn-Spiel allerdings schon gegeben, wie Kohfeldt verriet. „Es gab einen klaren Moment“, sagte der Trainer, wollte aber nicht weiter darauf eingehen. Er richtete den Blick lieber auf die drei noch ausstehenden Spiele in diesem Jahr – Bayern, Mainz und Köln.

„Wir müssen in diesen letzten drei Spielen punkten und uns dann in er Winterpause sammeln, um in der Rückrunde unseren Rhythmus zu finden.“ Genau den habe Werder während dieser Saison aus „verschiedensten Gründen“ noch nicht gehabt. „Wir haben nicht diese Verlässlichkeit, wie wir sie letztes Jahr hatten“, sagte Kohfeldt, dessen großes Vorhaben mit seiner Mannschaft lautet: „endlich stabil bleiben.“ Damit es möglichst bald besser läuft, und der Coach nicht mehr zerknirscht festhalten muss: „Wir befinden uns nicht in der Form, in der wir sein wollen und damit ist die Wahrscheinlichkeit auf Siege nicht so hoch, wie wir sie gerne hätten.“ (dco)

Zur letzten Meldung vom 9. Dezember 2019

Werder-Gau! Ganz späte Pleite gegen den SC Paderborn

Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den Tabellenletzten SC Paderborn am Sonntag mit 0:1 verloren. Der Spielbericht der DeichStube*.

Bremen - Kaum zu glauben, aber wahr! Der SV Werder Bremen hat in letzter Minute sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten SC Paderborn verloren. Sven Michel erzielte in der Nachspielzeit den 1:0 (0:0)-Siegtreffer der Gäste, musste mit dem Jubel aber lange warten, denn Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte auf Abseits von Vorlagengeber Streli Mamba entschieden. Doch der Video-Beweis zeigte, dass Ludwig Augustinsson ganz knapp das Abseits aufgehoben hatte.

Ein Schock für Werder nach einer allerdings auch ziemlich schwachen Leistung. Die Bremer agierten viel zu harmlos nach vorne und müssen sich nach dieser Vorstellung mit nur 14 Punkten aus 14 Spielen und nur zwei Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz ernsthaft mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen. Die Werder-Fans machen es offenbar schon, nach dem Schlusspfiff gab es viele Pfiffe.

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt und Davy Klaassen vergeben Doppelchance

Der Abend hatte eigentlich mit einer guten Nachricht begonnen: Niklas Moisander feierte über drei Monate nach seiner Wadenverletzung sein Comeback als Abwehrchef. Für den Kapitän musste Christian Groß seinen Platz in der Viererkette räumen. Ansonsten vertraute Kohfeldt der Startelf vom 3:2-Sieg in Wolfsburg, Philipp Bargfrede erhielt also erneut als Sechser den Vorzug vor Nuri Sahin.

Werder Bremen begann überraschend zurückhaltend, bezog Keeper Jiri Pavlenka oft ins Spiel ein. Der offensichtliche Plan: Die für ihr hohes Pressing bekannten Paderborner sollten gelockt und dann überspielt werden. Doch das gelang nicht, weil Werder mit Ball viel zu ungenau agierte. Trotzdem hätten die Grün-Weißen in Führung gehen müssen. Leonardo Bittencourt scheiterte am stark reagierenden Keeper Leopold Zingerle, der auch die große Nachschusschance von Davy Klaassen, der zu schwach abschloss, vereitelte (14.). Maximilian Eggestein machte es nicht besser, ließ die nächste gute Gelegenheit der Gastgeber liegen (25.).

Werder Bremen erarbeitet sich kaum Torchancen gegen SC Paderborn

Werder erhöhte den Druck, doch dieser Schuss wäre beinahe nach hinten losgegangen. Jiri Pavlenka konnte gegen Sebastian Vasiliadis (29.) und Klaus Gjasula (30.) gerade noch so den Rückstand verhindern. Durchatmen bei den Bremern, die im Spiel nach vorne immer mehr Fehler produzierten. Das galt speziell für Yuya Osako. Aber auch Leonardo Bittencourt, Eggestein und Klaassen verloren viel zu oft den Ball. Und Milot Rashica fand so gar nicht ins Spiel. Das konnte nach der Pause eigentlich nur besser werden.

Wurde es aber nicht. Werder agierte zwar aggressiver, dominierte auch das Spielgeschehen, konnte sich aber keine Torchancen erarbeiten. Trainer Kohfeldt reagierte, brachte bereits in der 59. Minute Claudio Pizarro für den schwachen Osako. Und siehe da: Eggestein sah sich gleich mal genötigt, aus 22 Metern draufzuhalten, aber Zingerle war auf dem Posten (64.).

Werder Bremen: Sven Michel trifft - Videobeweis hilft SC Paderborn

Kurz darauf gab Philipp Bargfrede das Zeichen zum Wechsel, sein Tank war leer. Und wie schon in Wolfsburg brachte Kohfeldt nicht Nuri Sahin als Sechser für einen Sechser, sondern einen Angreifer: diesmal Benjamin Goller (67.), weil Josh Sargent verletzungsbedingt fehlte. Irgendwie musste doch endlich ein Tor her. Also probierte es Rashica einfach mal alleine, doch sein Schuss nach einem feinen Solo ging über das Tor (75.). Der Kosovare war es auch, der Bittencourt perfekt in Szene setzte – doch dieser zögert zu lange mit dem Abschluss und traf nur das Außennetz (86.).

Auf der anderen Seite entschärfte Augustinsson mit großer Eigentor-Gefahr gerade noch so im eigenen Fünf-Meter-Raum eine scharfe Hereingabe (88.). Und dann traf Sven Michel und durfte in der Nachspielzeit nach dem Video-Beweis das 1:0 und die Punkte sechs, sieben und acht für den Aufsteiger bejubeln. Bei Werder Bremen gingen hingegen die Köpfe herunter. Die Freude über den 3:2-Sieg in Wolfsburg vor einer Woche, den ersten drei nach acht sieglosen Spielen, ist nun großem Frust gewichen. Und als nächstes geht es ausgerechnet zum Rekordmeister FC Bayern München, der allerdings auch etwas angeschlagen ist. (kni)

Werder Bremen gegen SC Paderborn: Der Live-Ticker zum Nachlesen

19:56 Uhr: Das Spiel ist vorbei! Werder verliert zuhause gegen das Schlusslicht mit 0:1!

90. Min +7: Es gibt nochmal Ecke...Pavlenka mit vorne!

90. Min +5: Auch Rashica kann nicht mehr helfen: Er hat die Chance zum Schießen, vertendelt aber den Ball im Sechzehner.

90. Min +5: Pavlenka pariert gegen Souza!

90. Min +4: Zum Treffer: Ein Distanzschuss wurde abgeblockt und landet so vor den Füßen von Michel. Mamba stand bei seiner Vorlage nicht im Abseits!

90. Min +3: Es gibt sieben Minuten Nachspielzeit. Also noch vier Minuten obendrauf!

90. Min: Der Treffer zählt! Und Paderborn macht das 1:0! Ist das bitter!

90. Min: Kurz vor Beendigung der 90 Minuten, erzielt Paderborn den Treffer, aber direkt geht die Fahne hoch!

88. Min: Bekommt Werder noch diese eine Chance, um das Spiel für sich zu entscheiden? Es wäre so wichtig!

88. Min: Jojo Eggestein kommt für Bittencourt.

87. Min: Auf der anderen Seite rettet Augustinsson mit dem Oberschenkel im Fünfmeterraum.

85. Min: Und dann die große Chance für Bittencourt. Schöne Kombination in der Mitte: Über Pizarro und Klaassen landet der Ball bei Rashica, der wunderbar auf Bittencourt ablegt, aber der wartet zu lang und trifft aus zehn Metern nur das Außennetz.

84. Min: offensiver Wechsel bei den Gästen: Stürmer Michel kommt für den Sechser Gjasula.

84. Min: Jetzt bekommen Gebre Selassie und Collins beide die gelbe Karte, weil sie länger über einen Zweikampf diskutiert haben.

81. Min: Noch zehn Minuten Zeit, um den entscheidenen Treffer zu erzielen. Auch der SCP setzt immer mal wieder Nadelstiche nach vorne. Aber Werder ist dem 1:0 definitiv näher, ohne dem Treffer wirklich nah zu sein.

76. Min: Zumeist sind es Flanken oder Fernschüsse der Grün-Weißen, die gefährlich werden. Paderborn steht sehr tief, aber Werders Pässe sind auch zu ungenau.

75. Min: Rashica dribbelt sich durch drei bis vier Spieler, bis er in Schussposition ist. Dann schießt er auch, aber der geht deutlich über das Tor.

73. Min: Mamba wird geschickt und steht frei vor Pavlenka. Sein Schuss geht knapp vorbei, aber er stand sowieso im Abseits.

71. Min: Die Grün-Weißen haben sich zwar gesteigert, aber chancenmäßig muss da nach wie vor mehr kommen. Im letzten Drittel gelingt den Bremern zu selten der entscheidene Pass.

70. Min: Nach einem missglückten Klärungsversuch von Collins, läuft Rashica frei auf Zingerle zu, aber die Kugel verspringt ihm, schade!

69. Min: Und wenn es sonst keiner tut: Pizarro sorgt für Stimmung und Jubel, als er zwei Paderborner austanzt und Goller mit einem guten langen Ball schickt. Der verdribbelt sich aber.

68. Min: Bei Paderborn kommt Holtmann für Antwi-Adjei

67. Min: Goller kommt für Bargfrede in die Partie.

67. Min: Das könnte eine ganz entscheidene Phase im Spiel werden. Werder ist im zweiten Durchgang klar überlegen und kommt immer wieder in den Strafraum von Paderborn. Diese wittern widerum ihre Chance auf Konter.

64. Min: Maxi Eggestein wird im Zentrum angespielt und knallt aus 25 Metern auf den Kasten von Zingerle. Der Pariert, aber das war mal ein guter Versuch. Pizarro bringt Schwung, wenn auch nur mental.

63. Min: Kann Pizarro den nötigen Punch geben?

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: Pizarro kommt für Osako ins Spiel

58. Min: Wechsel auf beiden Seiten: Zolinski geht raus, Souza kommt. Und bei Werder kommt Legende Pizarro für Osako.

57. Min: Kai Pröger kommt auf der Gegenseite an der Grundlinie ganz einfach an Veljkovic vorbei, seine Hereingabe kann Werder klären. Die anschließende Ecke wird gefährlich. Gjasula nutzt den Freiraum nicht und köpft rüber!

54. Min: Rashica tankt sich über links durch und will in die Mitte zurücklegen. Paderborn klärt zur Ecke, aus der nichts wird.

51. Min: Und die Grün-Weißen bestätigen das bislang. Viele Vorstöße nach vorne und fast ein Dauer-Ballbesitz im zweiten Durchgang. Chancen sind aber noch nicht dabei rausgesprungen.

48. Min: Werder wirkt aktiver und drängt Paderborn ins eigene Drittel.

46. Min: Weiter gehts - die zweite Hälfte läuft!

19:00 Uhr: In wenigen Momenten beginnt die zweite Hälfte. Der SVW muss sich deutlich steigern, vor allem offensiv, um die drei Punkte in Bremen behalten zu können.

18:55 Uhr: Zu Beginn des Spiels gab es eine kuriose Aktion der Bremer Ultras. Sie überhängten die Wohninvest-Loge mit einem großen schwarzen Tuch. Mehr dazu: Werder-Ultras attackieren bei Paderborn-Spiel Wohninvest-Loge.

18:48 Uhr: ...Und ganz ehrlich? Das ist dem Spielverlauf absolut entsprechend. Von beiden Teams, vor allem von Werder, die höhere Ansprüche haben, kommt offensiv zu wenig. Gleich geht es weiter.

Werder Bremen gegen SC Paderborn im Live-Ticker: 0:0 zur Halbzeit - Werder zu harmlos

18:46 Uhr: Und dann ist Halbzeit im Bremer Weserstadion. Es steht 0:0.

44. Min: Gleich ist Halbzeit - kann Werder noch ein Ausrufezeichen setzen?

41. Min: Streli Mamba kassiert die gelbe Karte für ein Foul an Moisander.

39. Min: Rashica versucht es mal wieder mit seinem Schlenker in die Mitte und spielt dann auf Bittencourt. Dem verspringt leider Ball, sodass Osako seine flache Hereingabe auch nicht mehr verwerten kann.

38. Min: Die Partie ist streckenweise sehr zerfahren mit vielen Ballverlusten und langen Bällen. Nach den drei Chancen in wenigen Minuten für den SCP, hat sich die Kohfeldt-Elf scheinbar wieder berappelt und agiert wieder offensiver. Wirklich gefährlich wird es aber meistens nicht.

35. Min: Nach mehreren Stationen ist es Maxi Eggestein, der nach einem Schlenker mit links abzieht. Gut, dass er es versucht, aber die Kugel fliegt dann doch deutlich vorbei.

33. Min: Und Collins mit der nächsten Möglichkeit für die Gäste. Erst nimmt er Osako den Ball ab, geht dann an Gebre Selassie vorbei und zieht im Strafraum ab - Veljkovic ist gerade noch so zur Stelle und blockt zur Ecke ab.

31. Min: Bittencourt wird im Mittelfeld gelegt. Gjasula sieht dafür den gelben Karton.

30. Min: Direkt danach gibt es ein Gewühle nach der Ecke von Gjasula und der Ball fliegt auf Pavlenkas Kasten, aber der schnellt nach unten und hält den Ball fest.

29. Min: Und jetzt der SCP mit seiner bisher größten Möglichkeit. Vadiliadis zieht aus der Distanz ab, aber Pavlenka greift über und klärt zur Ecke - das war wichtig!

27. Min: Die Partie ist ziemlich ausgeglichen. Sowohl der SVW, als auch die Paderborner mit der ein oder anderen Möglichkeit. Wirklich gefährlich wurde es aber nur durch Klaassen.

25. Min: Maxi Eggestein mit einer nächsten Chance für Werder. Osako wird zentral 30 Meter vor dem Tor angespielt und spitzelt den Ball klug auf Eggestein weiter, der einen Gegenspieler umkurvt und abzieht - sein Schuss geht ans Außennetz.

22. Min: Dann umkurvt Antwi-Adjei mal wieder die Hintermannschaft von Werder, ohne aber eine gute Schussposition zu erlangen. Sein Schuss geht einige Meter am Tor vorbei.

19. Min: Die Grün-Weißen tauchen jetzt öfter im Strafraum der Ostwestfalen auf und setzen sie unter Druck.

16. Min: Werder scheint aufgewacht zu sein. Bittencourt flankt den Ball in Richtung Rashica, der eingelaufen ist - Paderborn rettet gerade so zur Ecke.

14. Min: Und dann die Riesenchance für Klaassen! Gebre Selassie mit einer flachen Hereingabe von rechts auf Bittencourt. Der nimmt den Ball an und schießt aufs Tor, aber Zingerle kann den Ball in die Mitte abwehren. Klaassen läuft genau richtig ein, trifft den Ball aber nicht kontrolliert, sodass die Kugel ins Zingerles Arme fliegt. Schade!

13. Min: Viel erzählen kann ich euch nicht momentan. Die Gäste schieben sich den Ball zu, spielen aber meistens genauso hinten herum wie zuvor Werder. Beide Teams versuchen, in die Offensive zu spielen, das gelingt aber selten. Paderborn jetzt mal wieder mit einem Abschluss - der Ball kullert vorbei.

8. Min: Erste Möglichkeit für die Gäste: Antwi-Adjei schließt vom Strafraumrand ab, Pavlenka wehrt ab.

7. Min: Bisher agieren beide Teams eher abwartend.

3. Min: Paderborn presst sehr hoch, Werder hat bisher aber alles im Griff und versucht, sich nach vorne zu kombinieren. Bislang bleibt es ungefährlich.

2. Min: Das Spiel beginnt relativ ruhig, Werder im Ballbesitz.

1. Min: Anpfiff! Die Partie läuft!

17:57 Uhr: Die Teams stehen in den Katakomben, gleich geht es los!

17:56 Uhr: Die Hoffnungen liegen vor allem auf Milot Rashica, der in neun Bundesligaspielen diese Saison bereits sechs Mal selbst genetzt und drei weitere Male vorgelegt hat.

17:55 Uhr: Sascha Stegemann ist heute der Referee. Assistiert wird er von Mike Pickel und Frederick Assmuth - Florian Heft ist vierter Offizieller. Videoschiedsrichter sind Tobias Reichel und Markus Sinn.

17:52 Uhr: In wenigen Minuten geht es los im Weserstadion, in dem Werder nach vier sieglosen Heimspielen in Folge endlich wieder drei wichtige Punkte einfahren will.

17:49 Uhr: Zur Rückkehr von Moisander sagte Kohfeldt, dass er der wichtigste Aufbauspieler ist und mit seiner Erfahrung auch in der Kabine ein wichtiger Faktor ist.

17:47 Uhr: Im Interview vor einigen Momenten betonte Coach Florian Kohfeldt, dass der Sieg gegen den VfL Wolfsburg nur was wert sei, „wenn wir heute nachlegen, was auch für das Selbstverständnis der Mannschaft wichtig ist“. Dafür sei die gleiche Griffigkeit wie in Wolfsburg notwendig, um aggressive Paderborner schlagen und zur Winterpause mindestens 20 Punkte erreichen zu können.

17:37 Uhr: Mit Werder gegen Paderborn treffen heute der 14. gegen den 18. Tabellenplatz aufeinander. Der SCP könnte nur mit einem Sieg die rote Laterne an Köln weitergeben. Der SVW hat die Chance, den 12. Tabellenplatz mit einem Heimsieg zurückzuerobern und ein Polster von fünf Punkten auf den Relegationsplatz aufzubauen.

17:28 Uhr: Wichtiger ist also Florian Kohfeldts Meinung zum SCP von heute. „Paderborn hat extreme Stärken, das Konterspiel ist überragend. Aber es gibt auch Möglichkeiten, gegen sie Tore zu schießen.“ Die Ausgangslage ist heute natürlich eine ganz andere, denn Paderborn steht mit nur fünf Punkten und ganzen 35 Gegentoren auf dem 18. Tabellenplatz. Deshalb ist es heute für den SVW ein Pflichtsieg.

17:24 Uhr: Die Erfahrungen von Florian Kohfeldt mit dem SC Paderborn sind nicht besonders gut. Vor zwei Jahren hatte er mit der U23 von Bremen in Paderborn mit 1:7 verloren und damit seine höchste Niederlage als Trainer kassiert. „Das Spiel war damals sehr lehrreich“, gibt der Werder-Coach zu, „aber es bedeutet für die Partie am Sonntag nichts.“

17:14 Uhr: Eine Bilanz, die für das heutige Match von Bedeutung sein könnte, gibt es nicht. Erst zwei Mal trafen beide Vereine in der Bundesliga aufeinander: Das Hinspiel im Weserstadion endete vor gut fünf Jahren mit einem klaren 4:0 für die Grün-Weißen - im Rückspiel holte Werder nach einem frühen 0:2-Rückstand ein 2:2 Unentschieden.

17:12 Uhr: Und so laufen die Gäste heute auf.

Werder Bremen im Live-Ticker: Aufstellung gegen SC Paderborn

17:02 Uhr: Er ist wieder da: Erstmals seit dem 1. September steht Niklas Moisander auf dem Platz, wird den SV Werder im Heimspiel gegen SC Paderborn aufs Feld führen. Für ihn musste im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel Christian Groß aus der Startelf weichen. Ansonsten vertraut Trainer Florian Kohfeldt dem Personal vom 3:2-Sieg bei den „Wölfen“.

Philipp Bargfrede erhält als Sechser also wieder den Vorzug vor Nuri Sahin. Das Mittelfeld komplettieren Davy Klaassen und Maximilian Eggestein. Im Angriff gehen Milot Rashica, Yuya Osako und Leonardo Bittencourt auf Torejagd. Hinten verteidigen Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic und Ludwig Augustinsson an der Seite von Abwehrchef Moisander. Im Tor steht natürlich Jiri Pavlenka.

16:46 Uhr: Moin Moin und herzlich Willkommen zum Liveticker für das Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn. In wenigen Minuten folgen die Aufstellungen der Grün-Weißen und der Gäste aus Ostwestfalen.

Zum Vorbericht vom 6. Dezember 2019:

Nachlegen statt nachlassen: Warum für Werder gegen Paderborn nur ein Heimsieg zählt

Bremen – Der SV Werder Bremen will am Sonntag (18 Uhr) nach dem 3:2-Sieg gegen den den VfL Wolfsburg auch gegen das Schlusslicht SC Paderborn nachlegen. Gegen die Ostwestfalen muss das Team von Trainer Florian Kohfeldt eigentlich die Punkte 15, 16 und 17 einfahren. Der Vorbericht der DeichStube*.

Es gibt da dieses eine Wort. Seit jeher ist es fester Bestandteil des landläufigen Fußball-Vokabulars, doch Florian Kohfeldt mag es im Moment nicht. Würde es von sich aus niemals in der Öffentlichkeit in den Mund nehmen. Das wurde während der Pressekonferenz des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn (Sonntag, 18.00 Uhr) einmal mehr ziemlich schnell deutlich.

Dieses Wort – vielleicht ist es dem Trainer von Werder Bremen zu absolut, vielleicht drückt es ihm in der aktuellen Situation auch zu wenig Respekt gegenüber dem Gegner aus –, es lautet jedenfalls: Pflichtsieg. „Das ist mir zu hoch gegriffen“, sagte Kohfeldt also über das Wort, nachdem er darum gebeten worden war, die Bedeutung des Paderborn-Spiels für Werder einzuordnen. Das tat der 37-Jährige dann auch, gewohnt wortgewandt, gehaltvoll und offen. Danach schwebte folgender Eindruck aber nur noch stärker in der Luft: Ein Sieg gegen Paderborn ist für Werder absolute Pflicht.

Werder Bremen will gegen den SC Paderborn „einiges gerade biegen“

„Das wird ein extrem wichtiges Heimspiel, da brauchen wir die gleiche Galligkeit, die gleiche Konsequenz und Gier wie in Wolfsburg, um zu gewinnen“, betonte Kohfeldt und schob sicherheitshalber noch hinterher: „Bei uns ist überhaupt keine Entspannung zu spüren.“ Die wäre Werders Vorhaben auch nur im Wege. Nach dem 3:2 beim VfL Wolfsburg soll gegen den Tabellenletzten unbedingt der nächste Sieg, der nächste Schritt raus aus der brenzligen Tabellenregion folgen. „Wir alle wissen, dass wir jetzt die Chance haben, in den letzten Spielen der Hinrunde noch einiges gerade zu biegen“, sagte Kohfeldt, der freilich auch weiß: „Aber wir müssen auch noch einiges tun, bis sich unsere Lage wieder verbessert hat.“

Bei einem Sieg gegen Paderborn würden die Bremer ihr Punktekonto auf 17 erhöhen, was die von Kohfeldt geforderten 20 Punkte zu Weihnachten in absolute Reichweite bringen würde. Nichts anderes ist die Erwartungshaltung, nichts anderes ist der Anspruch, was sowohl für Mannschaft, Fans und Umfeld gilt. Auf dem Papier gibt es schließlich derzeit keine leichtere Aufgabe als ein Heimspiel gegen Schlusslicht Paderborn, das von seinen bisher 13 Saisonspielen zehn verloren, auf der anderen Seite aber auch schon für so manche Überraschung gesorgt hat.

Werder Bremen gegen den SC Paderborn: Florian Kohfeldt glaubt nicht, dass sein Team nachlässig werden könnte

Beispiel Dortmund, als die Elf von Trainer Steffen Baumgart zur Pause sensationell mit 3:0 führte und am Ende 3:3 spielte. Oder Beispiel Leipzig, erst eine Woche her, als Paderborn nach 0:3-Rückstand auf 2:3 verkürzte und fast noch zum Ausgleich gekommen wäre. „Das ist ein unglaublich unangenehmer Gegner, der über viel Geschwindigkeit verfügt, der ein sehr gutes Konterspi el hat und der jeder Mannschaft, gegen die er bisher gespielt hat, weh getan hat“, weiß Kohfeldt, der von seinem Team fordert, „keine Sekunde nachlässig“ zu sein. Sorgen, dass das dennoch passieren könnte, macht sich der Trainer nicht – übrigens genauso wenig wie Sportchef Frank Baumann.

„Positiv stimmt mich, dass die Mannschaft direkt nach dem Sieg in Wolfsburg schon auf Paderborn geblickt hat“, sagte Baumann und meinte damit Aussagen einiger Profis, die beide Spiele praktisch miteinander verbunden hatten. Tenor: Der Sieg in Wolfsburg war nur etwas wert, wenn noch einer gegen Paderborn folgt. Siegen verpflichtet, wenn man denn so möchte. Und vielleicht ist das auch eine Formulierung, mit der Florian Kohfeldt besser leben kann als mit dem eingangs besprochenen Unwort: Pflichtsieg. (dco)

*DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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