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Nagelsmann verteidigt schwachen Mané-Auftritt gegen Augsburg – und verstrickt sich in Widersprüche

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Von: Nico Scheck

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Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wechselt Sadio Mané gegen den FC Augsburg nach schwacher Leistung aus.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann wechselt Sadio Mané gegen den FC Augsburg nach schwacher Leistung aus. © Markus Fischer/imago

Der FC Bayern gewinnt im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg. Doch Sadio Mané legt einen schwachen Auftritt hin. Julian Nagelsmann hat wirre Erklärungen parat.

Augsburg – Es war nicht der Abend des Sadio Mané. Der 5:2-Erfolg beim FC Augsburg im DFB-Pokal bedeutete für den FC Bayern immerhin das Ende des Zweitrundenfluchs. Dort waren die Münchner in den vergangenen beiden Jahren nämlich jeweils gescheitert.

Dass es anno 2022 nicht so weit kam, lag vor allem an Eric Maxim Choupo-Moting. Der Stürmer erzielte zwei Tore selbst, legte eines vor. Blass hingegen blieb einmal mehr Mané. Der Senegalese ließ zwei Großchancen aus und wurde kurz nach der Pause gegen Kingsley Coman ausgewechselt. Ein gebrauchter Abend für den Neuzugang aus Liverpool.

Mané war „sehr müde“ – Nagelsmann verstrickt sich in Widersprüche

Noch am Montag war Mané auf der Verleihung des Ballon d‘Or in Paris gewesen. Mittwochs dann der Pokal. Genau das nahm sein Trainer Julian Nagelsmann nach der Partie auch als Begründung für Manés pomadigen Auftritt. „Er war sehr müde, die Reise nach Paris hat ihm den Schlaf geraubt. Er hat die ganze Nacht nicht geschlafen. Deshalb haben wir ihn ausgewechselt“, erklärte der Bayern-Coach.

Doch warum hatte er seinen Schützling in Augsburg dann überhaupt in die Startelf beordert, wenn er doch müde war? Nagelsmanns Erklärung: „Ich wollte ihn aber im Flow lassen.“ Fragwürdig, warum Nagelsmann einen müden Mané starten ließ. Von Flow kann da eigentlich keine Rede sein.

Nagelsmann-Umstellungen bei Bayern

Für die kommenden Aufgaben mache sich Nagelsmann aber „keine Sorgen“, wie er im Anschluss betonte. Denn: „Gegen Freiburg war er sehr stark, heute war er einfach noch müde.“

Insgesamt zeigt die Formkurve Manés aber klar nach oben. Seit Nagelsmann Mané auf dem linken Flügel aufstellt, trifft der 30-Jährige wieder regelmäßig. Zuletzt gegen Freiburg (5:0). Ohnehin scheinen sich Nagelsmanns Umstellungen im Bayern-Kader seit der Länderspielpause ausgezahlt zu haben. Nur gegen den BVB (2:2) gab es keinen Sieg. (nc)

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