Bayern-Boss

Uli Hoeneß macht in ARD-Doku „verrückte“ Aussage über die Zeit vor dem Knast

Wer gedacht hatte, die Zeit im Gefängnis sei für Uli Hoeneß die schlimmste seines Lebens gewesen, der irrt. Das offenbart der Bayern-Boss jetzt in einer Dokumentation.

  • Uli Hoeneß saß wegen Steuerhinterziehung zwei Jahre lang im Gefängnis
  • 2014 wurde der Bayern-Präsident zu seiner Freiheitsstrafe verurteilt
  • Das ARD zeigt eine Dokumentation über das Leben und Wirken von Uli Hoeneß

Update vom 10. November 2019: Bayern-Präsident Uli Hoeneß sorgt mit einem Spontan-Anruf beim „Doppelpass“ für einen TV-Hammer. Grund für seinen Auftritt: die Kritik an Hasan Salihamidzic.

München - Uli Hoeneß hat im Zuge seiner Steueraffäre insbesondere die Phase vor dem Gerichtsverfahren zugesetzt. „So verrückt das jetzt klingen mag: Die Zeit im Gefängnis war nicht so schlimm wie die Zeit zwischen der Bekanntgabe der Hausdurchsuchung und dem Prozess“, erzählte der scheidende Bayern-Präsident in der Dokumentation „Der Bayern-Boss: Schlusspfiff für Uli Hoeneß“, die am Montag (20.15 Uhr/ARD) ausgestrahlt wird. In jenen „eineinhalb oder fast zwei“ Jahren hätten weder er noch seine Familie praktisch das Haus verlassen können, „ohne dass ein, zwei, drei, vier, fünf Journalisten, Fotografen, Kameraleute mein Haus belagert haben“.

Der mittlerweile 67-jährige Hoeneß war nach einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe 2014 vom Landgericht München II zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Wegen guter Führung wurde er 2016 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.

Video: So viele Steuern hatte der Bayern-Boss damals hinterzogen

Hoeneß: „Deal mit der einen oder anderen Zeitung“

„In dem Moment, wo ich im Gefängnis war, hatte wenigstens meine Familie Ruhe. Und ich hatte mit der einen oder anderen Zeitung einen Deal, dass sie wenigstens in dieser Zeit meine Familie in Ruhe lassen, und das war mir viel wert“, sagte Hoeneß. Er will auf der Mitgliederversammlung des deutschen Fußball-Rekordmeisters am 15. November nicht mehr als Präsident kandidieren.

Währenddessen hat sich der FC Bayern München von Niko Kovac getrennt. Der Verein bestätigte am Sonntagabend die Informationen. Niko Kovac selbst wünscht dem Klub alles Gute.

Und: Der Name Ralf Rangnick ist beim FC Bayern schon öfter im Gespräch gewesen. Die Chancen auf den Trainerposten stehen aber schlecht, wenn es nach Uli Hoeneß geht.

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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