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Sieben Rote Karten: Hier prügeln sich Amateurfußballer aus Rosenheim

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Spielabbruch in einer bayerischen A-Klasse: Wegen einer Massenschlägerei musste die Partie zwischen dem SV Prutting und Türk Spor Rosenheim abgebrochen werden.

Es hätte ein schöner Kick werden können bei prächtigem Herbstwetter. Stattdessen endete das Spiel zwischen den A-Klasse-Vereinen SV Prutting und Türk Spor Rosenheim mit Spielabbruch und einer Massenschlägerei. Die Bilanz: Zwei Verletzte bei der Heimmannschaft sowie sieben (!) rote Karten für die Gäste!

Doch was war der Grund für das höchst unsportliche Verhalten einiger Spieler und Betreuer? Laut Polizei Rosenheim war ein Freistoß zum Ausgleichstor für den Tabellenletzten SV Prutting der Auslöser für den handfesten Tumult. Zusätzlich zum Freistoß wurde in der 59. Minute nämlich auch noch ein Spieler von Türk Spor Rosenheim mit einer roten Karte vom Platz gestellt. Die Auswärtsmannschaft fühlte sich benachteiligt und mehrere Spieler bedrängten deshalb den Schiedsrichter nach dem 2:2. Daraufhin mischten sich auch Spieler des SV Prutting ein, es kam zu einem Handgemenge, das in einer wilden Schlägerei endete.

Verängstigte Mütter stellen sich schützend vor Kinder

In einem Facebook-Video von „Chiemgau Fußball“ ist die Massenkeilerei zu sehen. Mehrere Spieler schubsen, treten und schlagen mit Fäusten zu. Auch Zuschauer mischen sich ein. Zu sehen sind auch verängstigte Mütter, die sich schützend vor ihre Kinder stellen.

Unklar ist bislang, wer zuerst zuschlug. Auf Facebook gibt es heiße Diskussionen, wer letztlich die Eskalation auslöste. In einer Stellungnahme erklärte der SV Prutting, dass Ordner und ein Spieler des Vereins verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mussten: „Unsere Ordner, die den Schiedsrichter in seine Kabine begleiten wollten, wurden von gegnerischen Spielern mit Tritten gegen den Kopf verletzt und ins Klinikum gebracht.“ Laut dem SV Prutting wurde der Schiedsrichter auch nach Abbruch des Spiels und im Netz weiter beschimpft: „Wenn ein Schiedsrichter sich in der Kabine einsperren muss, um sich vor Angriffen zu schützen, so hat das nichts mit unserem Fußball zu tun.“ Ein Statement von Türk Spor Rosenheim lag bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht vor.

Die Polizei Rosenheim stellte als Beweismittel Handyvideos von Zuschauern sicher. Ob und mit welchen Konsequenzen die Vereine zu rechnen haben, war gestern noch unklar. Der Bayerische Fußballverband war gestern nicht zu einer Stellungnahme in der Lage.

Video:Glomex

Bei einem Amateurspiel in München ist ein Spieler völlig ausgerastet. Schließlich trat er seinem Gegner gegen den Kopf, berichtet tz.de*.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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