Schlechte Quote im Vergleich zu anderen Torjägern

Vom Rekordmann zum Chancentod: Warum ist der Lewandowski nicht mehr so effektiv?

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  • Moritz Bletzinger
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Mit derzeit 16 Toren ist Robert Lewandowski die Lebensversicherung für den FC Bayern München. Dabei könnte der Stürmer noch deutlich öfter treffen.

  • Robert Lewandowski gilt derzeit vielen als bester Mittelstürmer der Welt.
  • Der Pole wäre beinahe einmal zu Real Madrid gewechselt. 
  • Eine Statistik attestiert Lewandowski allerdings gravierende Probleme im Abschluss.

Update vom 10. Dezember 2019, 11.57 Uhr: In den letzten drei Bundesligaspielen hat Robert Lewandowski nicht mehr für den FC Bayern München getroffen. Beim 4:0 gegen Fortuna Düsseldorf war das vielleicht ungewohnt, aber noch zu verschmerzen. Seit den beiden 1:2-Niederlagen gegen Leverkusen und bei Tabellenführer Borussia Mönchengladbach tritt die Abhängigkeit der Bayern von ihrem Topstürmer aber offen zutage. 

Schon gegen die Werkself aus Leverkusen hatte Lewandowski mehrmals den Treffer auf dem Fuß, verschoss aber. Eine Statistik zur Chancenverwertung von Top-Stürmern rückt die 16 Bundesliga-Tore des Polen nun in ein anderes Licht. Wie die Seite Fussbal.News in Berufung auf englische Statistikportale berichtet, hat Lewandowski in dieser Saison bereits elf Großchancen vergeben.

Nur ein anderer Topstürmer hat noch öfter versemmelt: Sadio Mané. Der Liverpool-Angreifer hatte für seine elf vergebenen Möglichkeiten aber auch schon zwei Spiele mehr Zeit.

Messi und Neymar sind deutlich effizienter als Lewandowski

Ein pikanter Vergleich: Barcelonas Lionel Messi hat bei momentan zwölf Saisontreffern erst drei Großchancen liegen lassen. Das ist aber selbst für den Weltfußballer ein herausragender Wert, in der vergangenen Saison vewertete Messi gut 56 Prozent seiner Großchancen. 

Überraschend: Mit Abstand die beste Quote hatte in der Saison 2018/19 Neymar mit mehr als 70 Prozent. Dem Brasilianer wird wegen seiner Schwalben zwar oftmals Unsportlichkeit vorgeworfen, seine Chancen nutzt er aber eiskalt. Trotz langer Verletzungspause erzielte er noch 15 Tore in 17 Spielen für PSG.

Robert Lewandowski auf der Ballon d‘Or-Gala in Paris.

Lewandowski gehörte dagegen schon in der vergangenen Saison nicht zu den effizientesten Torjägern: Bei 22 Saisontreffern ließ Lewy weitere 26 Großchancen liegen. Zudem wird dem Angreifer immer wieder vorgeworfen, in wichtigen Partien gegen große Gegner „unterzutauchen“.

Update vom 4. Dezember 2019, 17.15 Uhr: Was wäre der FC Bayern derzeit ohne Robert Lewandowski. Der Pole präsentiert sich in bestechender Form und hat maßgeblichen Anteil am Erfolg des Rekordmeisters. Seine Zwischenbilanz: die fantastische Quote von 27 Toren in 21 Spielen.

Jetzt sagte Lewandowski etwas, das Bayern-Fans zumindest kurz den Atem stocken lassen dürfte. Auf der Ballon d'Or-Gala in Paris bestätigte „Lewy“ dem spanischen Fernsehsender El Chiringuito de Jugones, dass er vor seinem Wechsel zum FCB fast zu Real Madrid gewechselt wäre.

Robert Lewandowski über Real Madrid: „Es lag was in der Luft“

Der Reporter fragte ihn: „Was ist zwischen ihnen und Real Madrid vor zwei, drei Jahren passiert? Wieso spielen Sie nicht in Madrid?“ Lewandowski antwortete: „Vor vier, fünf oder sechs Jahren lag was in der Luft.“ Er entschied sich 2014 dagegen, verließ Borussia Dortmund in Richtung München. Jetzt, fuhr der 31-Jährige fort, sei es für einen Wechsel zu den Königlichen zu spät. "Ich bin glücklich in München.“ Hier habe er alles, was er brauche.

Währenddessen wurden die neuen Auswärtstrikots des DFB geleakt. Jürgen Klinsmann sorgte außerdem für einen Lacher auf einer Pressekonferenz. Und Erling Haaland ist weiterhin im Fokus der Spitzenteams.

„Nicht Bundesliga-tauglich“: Verein lehnte Lewandowski ab - jetzt spottet sein Berater

München - Robert Lewandowski ist vierfacher Torschützenkönig in DFB-Pokal und Bundesliga und mit 218 Treffern auch der erfolgreichste ausländische Knipser in der deutschen Beletage. Bayer 04 Leverkusen wird sich doppelt ärgern, den Rekordjäger nicht in den eigenen Reihen zu wissen. Und muss dafür nun auch noch Häme ertragen. 

Der Werksverein hatte den Polen einst wohl tatsächlich als „nicht Bundesliga-tauglich“ eingestuft und von einer möglichen Verpflichtung Abstand genommen. Das verrät dessen Berater Maik Barthel in seiner bissigen Antwort auf eine Twitter-Reaktion der Leverkusener

Bayer 04 Leverkusen stichelt gegen Lewandowski - Berater schaltet sich ein

„Ich muss es zugeben... Ich bin süchtig danach, Tore zu schießen“, hatte Lewandowski vor der Begegnung mit der Werkself wissen lassen. Die bot ebenfalls noch vor dem Spiel ihre Unterstützung an: „Wir können helfen, das zu heilen.“

Tatsächlich blieb Lewandowski dann zum zweiten Mal in Folge torlos. Im Top-Spiel gegen Bayer wollte es vor dem Tor einfach nicht klappen. Aber das ist für Maik Barthel kein Grund, seinem Superstar nicht zur Seite zu stehen. Der Lewandowski-Berater ist ohnehin dafür bekannt, medial gerne auf den Putz zu hauen. Und so bekam Bayer nun seine Häme ab

„Hatten wir schon mal erwähnt, dass die Scouting-Abteilung von Bayer 04 diesen Stürmer als nicht Bundesliga-tauglich angesehen hatte und deshalb von einer Verpflichtung Abstand genommen hat“, fragt er polemisch, „Aber macht euch ruhig weiter lustig!“

Lewandowski „nicht Bundesliga-tauglich“: Bayer Leverkusen leistete sich krasse Fehleinschätzung

Mit dem Spott wird Bayer Leverkusen umgehen können, auch wenn die Antwort von Maik Barthel gesessen haben dürfte. Zu wissen, dass man einen Spitzenstürmer wie Lewandowski einst einfach ablehnte, wird schwieriger zu verdauen sein. 

Der Pole geht zwar mit seinen 31 Jahren schon auf das gehobene Fußballer-Alter zu, ist aber einer der fittesten Athleten im Sport. Das ist kein Zufall. Der Musterprofi lebt sehr bewusst, gemeinsam mit Ehefrau Anna, die nun einige Details zu Fitness-Tricks ihres Mannes verriet. 

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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