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Thomas Müller spricht über besonderes Kindheitserlebnis im San Siro

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Von: Florian Schimak

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Der FC Bayern reist am Mittwoch zum Auftakt in der Champions League zu Inter Mailand. Für Thomas Müller ist das Auflaufen im Guiseppe-Meazza-Stadion immer ein besonderes Erlebnis.

München - Endlich! Wenn am Mittwoch um kurz vor 21 Uhr im Guiseppe-Meazza-Stadion wieder die Hymne der Champions League erklingt, geht für viele Fans des FC Bayern die Saison erst so richtig los. Schließlich ist die Königsklasse das Nonplusultra im europäische Fußball und die Münchner nach dem starken Saisonstart zudem einer der Titelfavoriten.

Auch wenn es zuletzt in der Bundesliga ergebnistechnisch ein bisschen unrund lief, will das Team von Trainer Julian Nagelsmann bei Inter Mailand gleich den ersten Dreier einfahren.  „Ich hoffe auf jeden Fall auf ein besseres Ergebnis, das ist ganz klar“, sagte Thomas Müller mit Blick auf das enttäuschende Unentschieden bei Union Berlin am Samstag (1:1). „Es ist für beide Mannschaften ein ganz wichtiges, entscheidendes Spiel. Das Auftaktspiel ist in so einer Gruppenphase einfach ganz wichtig für das Gefühl und den weiteren Verlauf, um nicht unter Druck zu geraten.“

FC Bayern bei Inter Mailand: Thomas Müller erinnert sich an besonderes Kindheitserlebnis

Auf eine Sache freut sich der Ur-Bayer am Mittwoch außerdem besonders: „Im San Siro durfte ich schon ein paar Mal spielen. Es ist zwar nicht mehr das modernste Stadion, aber ich war als Kind schon mal als Zuschauer dort und bin immer noch sehr beeindruckt von der Geschichte“, sagte der 32-Jährige: „Wenn Sie da mal im Oberring gesessen haben, wissen Sie was los ist.“

Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger waren noch keine Profis, als der FC Bayern 2001 im San Siro die Champions League gewann.
Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger waren noch keine Profis, als der FC Bayern 2001 im San Siro die Champions League gewann. © IMAGO / Vitalii Kliuiev

In Mailand wird die Münchner ein Hexenkessel erwarten. In Italien hat sich die Fankultur in den vergangenen Jahren wieder etwas gewandelt. Waren vor einigen Jahren die Tifosi kaum noch in den Stadien zu sehen und die Ränge halbleer, so sorgen die Anhänger inzwischen wieder für eine besonders emotionale Stimmung. Als altehrwürdige San Siro ist für die Bayern zudem ein ganz besonderer Ort in Verbindung mit der Champions League. 2001 hielt der heute Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn im Finale gegen den FC Valencia den entscheidenden Elfmeter und setzte so dem FC Bayern die europäische Krone auf.

FC Bayern in der Champions League: Neuer sieht Verbindung zwischen Inter und Union

Sein Nachfolger im Bayern-Tor freut sich ebenfalls auf die Partie gegen Inter und erkennt dabei sogar eine Verbindung zwischen den Nerazzurri und Union Berlin vom Samstag. Torwart Manuel Neuer sagte zu möglichen Gemeinsamkeiten in der Herangehensweise der Berliner und der Italiener: „Inter ist natürlich auch eine clevere Mannschaft, die sehr gut verteidigen kann.“ Union habe aber vieles beim Herausspielen mit langen Bällen gelöst. „Da sehen wir vielleicht auch unsere Chance, dass Inter versucht, mehr zu spielen, dass wir dann auch Ballgewinne im Mittelfeld und einen kürzeren Weg zum gegnerischen Tor haben.“

Der FC Bayern bekommt es in der CL-Gruppenphase in diesem Jahr neben Inter Mailand noch mit Viktoria Pilsen zu tun. Außerdem trifft der deutsche Rekordmeister ausgerechnet auf den FC Barcelona, wo nach langem Theater nur Weltfußball Robert Lewandowski auf Torejagd geht. Die Katalanen sind am Dienstag, dem 13. September, der erste Gegner in der Allianz Arena. (smk/dpa)

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