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VAR-Arbeit
Eintracht Frankfurt: Seltene Details zum Video-Schiedsrichter enthüllt
Eintracht Frankfurt: Äußerst seltenen Details zum Video-Schiedsrichter wurden nun enthüllt: Ein spannender Einblick in die VAR-Arbeit gegen Hannover.
Frankfurt - Seit der Saison 2017/2018 kommt in der deutschen Bundesliga der Videobeweis zum Einsatz. In besonders kniffligen Situationen sollen die Schiedsrichter auf dem Platz entlastet und die Zahl der Fehlentscheidungen reduziert werden. Dabei soll der Video-Schiedsrichter (VAR) allerdings nur vier unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen überprüft der VAR in Köln anhand der TV-Bilder, ob einem Torerfolg entweder ein Foulspiel oder eine Abseitssituation vorausging.
Weitere Möglichkeiten sind nicht oder fälschlicherweise gegebene Strafstöße, rote Karten und Verwechslungen des Spielers. Darüber hinaus muss die Situation infolge einer klaren und offensichtlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters eingetreten sein. Beim Spiel Hannover 96 gegen Eintracht Frankfurt erhielten nun erstmals Medienvertreter einen direkten Einblick in die Geschehnisse im Kölner Video-Assist-Center (VAC).
Für alle die sich schon immer gefragt haben, wie genau die kalibrierten Linien sind und wie sie gezogen werden, kann ich folgende Beispiele empfehlen:#WOBB04 #Videobeweis #VAR #Videoassistent@CollinasErben pic.twitter.com/7epeo06Dly
— VideobeweisWatch (@VAR_Watch) February 21, 2019
Eintracht Frankfurt: Seltene Details der VAR-Arbeit während der Hannover-Partie
Beim Auswärtssieg der Eintracht wurde Schiedsrichter Marco Fritz (41) laut Bild.de insgesamt acht mal von VAR Martin Petersen (33) angefunkt. Ihm assistierte in Köln Thorben Siewer (31). Überprüft wurden unter anderem alle SGE-Tore. Diese seltenen Details können die Eintracht-Fans aus dem Bild-Besuch in Köln mitnehmen:
- Keine Entscheidung wird überhastet getroffen, alles mit Kollegen und Schiedsrichter abgesprochen.
- Um trotzdem Zeit zu sparen, machen sich die VARs bereits während des laufenden Spiels Gedanken, welche Situationen sie sich im Falle eines Tors nochmal anschauen müssen.
- Petersen beim Zweikampf zwischen Da Costa und Wimmer: „Das müssen wir checken, falls die jetzt ein Tor schießen“ (54. Minute).
- Der Schiedsrichter bemüht sich, Spieler über die Vorgänge beim VAR aufzuklären.
- Fritz beim 2:0 durch Jovic zu H96-Torwart Esser: „Er hat es schon gecheckt, es war kein Foul, alles gut.“
- Die VARs schauen sich jedes Tor an, prüfen immer auf Abseits und Foulspiel - so kann ihnen kein Fehler entgehen.
- VAR-Assistent Siewer beim 3:0 durch Kostic: „Lass es nochmal durchlaufen, aber müsste passen.“
Kurz, der Einblick in die VAR-Arbeit kann den Fans Hoffnungen machen. Möglichst schnelle Entscheidungen, klare Kommunikation - der Videoassistent entwickelt sich nach seiner Pannen-Einführung wohl endlich in die richtige Richtung. Klar ist aber auch: Richtig enge Entscheidungen gab es beim klaren und ungefährdeten Auswärtssieg der Eintracht in Hannover auch nicht. Auch die Fans stören sich noch am VAR.
Es bleibt beim 3:1, der Schiri entscheiden nacht #VAR & #VideoBeweis, auf Abseitstor... So funktioniert, der Video Beweis, richtig & korrekt... Dennoch bleibe ich dabei, das ich kein Freund, des VideoBeweises bin... #BVBB04 #Bundesliga
— Absurde_Existenz (@Wiesel_Flink) February 24, 2019
VAR: Das passiert beim Videobeweis in der Bundesliga - und daran erkannt man ihn
Der Ablauf beim Videobeweis ist immer gleich. Wird eine Szene von den Video-Assistenten überprüft, erhält der Schiedsrichter auf dem Platz ein Funksignal aus Köln. Im Fernsehen erkennt man eine Überprüfung daran, dass der Schiedsrichter seine Hand an das Headset hält. Während der nächsten Spielunterbrechung (Einwurf, Abstoß oder Foulspiel) pausiert der Schiedsrichter dann die Partie. Ein laufendes Spiel darf niemals unterbrochen werden, um mit dem VAR zu kommunizieren.
Kann über Funk keine Entscheidung getroffen werden, hat der Schiedsrichter die Möglichkeit, sich die Szene am Spielfeldrand selbst nochmal auf einem Bildschirm anzuschauen. Seinen Entschluss signalisiert der Schiedsrichter dadurch, dass er nach dem Pfiff mit seinen Händen einen TV-Bildschirm formt.
Der Videobeweis spaltet übrigens auch in England die Gemüter. In der Premier League kam es am Wochenende zu einem regelrechten VAR-Drama.