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»Es wäre ein starker mentaler Sieg«

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Von: Sven Nordmann

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Mit seinem Tsukahara mit ganzer Schraube sorgte der 16-jährige Tom Bobzien am letzten Drittligawochenende für Aufsehen – und erweiterte das Feld der erfolgreich integrierten Eigengewächse des Turnteams Linden. Sein erster Auftritt in der 3. Bundesliga Nord gelang und half, den Auswärtssieg in Fulda einzufahren. Heute (16 Uhr, Stadthalle Linden) steht nun das vorentscheidende Duell um den Aufstieg gegen Eintracht Frankfurt bevor.

Mit seinem Tsukahara mit ganzer Schraube sorgte der 16-jährige Tom Bobzien am letzten Drittligawochenende für Aufsehen – und erweiterte das Feld der erfolgreich integrierten Eigengewächse des Turnteams Linden. Sein erster Auftritt in der 3. Bundesliga Nord gelang und half, den Auswärtssieg in Fulda einzufahren. Heute (16 Uhr, Stadthalle Linden) steht nun das vorentscheidende Duell um den Aufstieg gegen Eintracht Frankfurt bevor.

Ob Bobzien erneut zum Einsatz kommt, entscheidet sich erst im Verlauf des Wettkampfes – »es gibt zwar einen groben Plan, aber letztlich reagieren wir da immer auf den Gegner und die Situation«. Fest steht: Die Zuschauer werden heimische Turner zu sehen bekommen. Sieben Sportler mit mittelhessischem Bezug befinden sich aktuell im Drittligateam. Tom Bobzien ist einer von ihnen. Der 16-Jährige, der aktuell sein Abitur an der Ostschule macht, stammt ursprünglich vom TV Watzenborn und turnte »schon immer« mit den Kessler-Zwillingen. Im Juni feierte er mit dem zweiten Platz bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften seinen bisher größten sportlichen Erfolg.

Herr Bobzien, welche Bedeutung hat das heutige Duell mit dem aktuellen Tabellenführer Eintracht Frankfurt?

Tom Bobzien: Es wäre ein starker mentaler Sieg. Wir müssen im Grunde genauso wie in Fulda auftreten – da haben wir uns von der Punktzahl her gesteigert. Nur muss gegen Frankfurt jeder noch etwas sauberer turnen. Verlassen können wir uns auf unseren Teamgeist: Jeder gibt alles für das Team und das Team gibt beim Anfeuern gleichzeitig alles für jeden Einzelnen.

Sie waren schon bei hessischen und deutschen Meisterschaften – wie groß war der Druck am letzten Wochenende, als Sie Ihren ersten Drittligaauftritt hatten?

Bobzien: Ich war richtig nervös. Als ich beim Anlauf stand, dachte ich mir: Ich will nicht springen. Aber zum Glück hat es mit nur 0,4 Punkten Abzug für den ersten Auftritt dann doch ganz gut geklappt (lacht).

An welchen Geräten kommen Sie am besten zurecht und welche Rolle spielt Ihre Größe (1,78 m) dabei?

Bobzien: Es stimmt, ich bin ziemlich groß für einen Turner. Meiner Meinung nach sind das gute Vorrausetzungen für den Sprung. Da ist häufig die Rotation gefragt und die fällt durch meine langen Beine stärker aus. Den Boden mag ich auch ziemlich, ich kann gut schrauben.

Sie trainieren dreimal in der Woche, zweimal unter Christian Hambüchen. Wie kann er Ihnen helfen?

Bobzien: Er gibt einem guten Tipps zur Umsetzung und sagt, wie sich das anfühlt. Beim Rückwärtssalto zum Beispiel springt man ab, nimmt die Beine hoch und zieht die Knie zur Brust – Christian sagt, dass man sich vorstellen soll, die Fersen über den Kopf zu ziehen. Er ist als Typ zwar ziemlich entspannt, weiß aber, was er will.

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