Johannes Hofmann

Sechs Jahre in der Pfalz: »Ich bereue nichts«

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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Als der Betzenberg rief, verließ Johannes Hofmann mit 16 Jahren seine Heimat Lollar. Sechs Jahre lang arbeitete der Fußballspieler dafür, den Durchbruch zum Profiteam des 1. FC Kaiserslautern zu schaffen – letztlich ohne Erfolg. »Als langsam klar wurde, dass es nicht reicht, hat das wehgetan. Aber ich bin trotzdem dankbar für das, was ich erleben durfte. Das Positive überwiegt«, sagt Hofmann, der klarstellt: »Wenn man ein Angebot von Eintracht Frankfurt oder dem FSV Mainz 05 hat, dann sollte man das versuchen.«

Als der Betzenberg rief, verließ Johannes Hofmann mit 16 Jahren seine Heimat Lollar. Sechs Jahre lang arbeitete der Fußballspieler dafür, den Durchbruch zum Profiteam des 1. FC Kaiserslautern zu schaffen – letztlich ohne Erfolg. »Als langsam klar wurde, dass es nicht reicht, hat das wehgetan. Aber ich bin trotzdem dankbar für das, was ich erleben durfte. Das Positive überwiegt«, sagt Hofmann, der klarstellt: »Wenn man ein Angebot von Eintracht Frankfurt oder dem FSV Mainz 05 hat, dann sollte man das versuchen.«

Charakterlich habe sich Hofmann durch die Abstinenz von den Eltern schnell entwickelt. »Du musst das meiste alleine regeln. Es ist nicht immer leicht, aber ich bereue nichts. Ich wollte mich mit den Besten messen.« Mittlerweile spielt der 23-Jährige für den aktuellen Hessenligisten FC Gießen und übernimmt dort eine Führungs- und Vorbildrolle für junge Fußballer. »Die Menschen um mich herum haben Verständnis für meine Situation, auch dass ich dem vieles unterordnen muss.«

Siebenmal Training in der Woche steht aktuell an, »Leistungssport fängt nicht erst beim Training an und hört danach auch nicht auf. Man hat das immer im Hinterkopf: Was man isst, ob man abends weggeht. Ich bekomme ja mit, was die Menschen in meiner Umgebung machen. Ich bin häufig derjenige, der absagt.«

Dieser Aspekt zähle genauso zu den Tücken des Geschäfts wie die schwere Planbarkeit: »Ich habe bis 2021 Vertrag und werde bis dahin auch hier sein. Aber als leistungsorientierter Fußballer kommt es auch vor, dass du Vertrag bis zum Juli hast und dich im April verletzt. Dann macht der Verein nicht mehr mit.«

Aktuell studiert Johannes Hofmann in Marburg Bewegungs- und Sportwissenschaften. Zwar hoffe er, »dass man immer vom Sport leben kann. Wenn ich aber nicht das Gefühl hätte, dass man für die Zeit nach der Sportkarriere einen zweiten Plan braucht, würde ich nicht studieren.« Momentan zählt Hofmann im Team des FC Gießen damit zur Ausnahme, die meisten Akteure sind Berufsfußballer. Mit Gießen strebt Hofmann zunächst den Regionalliga-Aufstieg in diesem Sommer an. »Ich fühle mich hier wohl, wir wollen aufsteigen und uns in der Regionalliga etablieren. Vom Reden alleine hat noch keiner viel erreicht, aber wir wollen nach dem Besten streben.«

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