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Scheld zerlegt den Tabellenführer

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Von: Lukas Becker

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In der Basketball-Oberliga hat der MTV 1846 Gießen im Kampf um Platz zwei einen wichtigen Sieg eingefahren: Die Mannschaft von Trainer Christoph Wysocki schlug Tabellenführer Eintracht Frankfurt mit 74:66 (42:39). Der TSV Krofdorf-Gleiberg verlor hingegen gegen den TV Idstein mit 49:60 (25:26), sodass die beiden heimischen Kontrahenten nun beide bei 20 Punkten stehen.

In der Basketball-Oberliga hat der MTV 1846 Gießen im Kampf um Platz zwei einen wichtigen Sieg eingefahren: Die Mannschaft von Trainer Christoph Wysocki schlug Tabellenführer Eintracht Frankfurt mit 74:66 (42:39). Der TSV Krofdorf-Gleiberg verlor hingegen gegen den TV Idstein mit 49:60 (25:26), sodass die beiden heimischen Kontrahenten nun beide bei 20 Punkten stehen.

MTV 1846 Gießen – Eintracht Frankfurt 74:66 (42:39): Zu Beginn hatten die Gießener gegen die Mainstädter, die nicht in Bestbesetzung angetreten waren, noch leichte Startschwierigkeiten und lagen nach dem ersten Viertel mit 18:26 im Hintertreffen. Im zweiten Viertel konnte die Eintracht ihren Vorsprung zunächst halten, doch beim Stand von 24:28 aus Sicht der Gießener, die durch die Ausfälle von Goran Coric und Halil Shala ebenfalls nicht in Topbesetzung aufgelaufen waren, stellte Wysocki die Verteidigung auf eine 2-1-2-Zone um. »Das war der Startschuss für unser Spiel«, sagte der Übungsleiter zu diesem Schachzug, denn kurz danach führte der MTV mit 36:31 und baute den Vorsprung bis auf 42:33 aus, ehe Frankfurt zur Pause noch einmal auf 39:42 herankam. Zudem hatten die Gastgeber ihre Pausenführung auch dem unermüdlich ackernden Seyit-Ahmet Yaldiz zu verdanken, der sich ein Extralob seines Coaches verdiente.

Nach dem Seitenwechsel behielt Gießen die Kontrolle und hatte immer eine passende Antwort parat, sobald der Spitzenreiter sich anschickte, das Blatt zu wenden. Till Scheld entwickelte sich ab der 25. Minute zum Matchwinner, denn in dieser erzielte er seinen ersten Punkt der Partie und startete damit eine fulminante Schlussphase. Der vorher blass gebliebene Scharfschütze war nicht mehr zu halten, erstickte mit vier Dreiern jede Aufholbemühung der zuvor erst einmal unterlegenen Gäste im Keim und erzielte alle seine 23 Punkte in den letzten 15 Minuten. Dadurch geriet der Gießener Vorsprung nie in Gefahr, und die Wysocki-Auswahl konnte einen Coup landen. »Das war ein gutes Spiel von uns. Jetzt können wir entspannt verfolgen, wie sich die anderen gegenseitig die Punkte wegnehmen«, freute sich der Übungsleiter über die weiterhin greifbare Chance auf den zweiten Platz.

Gießen: Bambullis, Beck, Cetin, Giese (8), Horn (2), Kragulj (17), Mete (2), Rettig-Akrasi (4), Scheld (23), Yaldiz (18).

TSV Krofdorf-Gleiberg – TV Idstein 49:60 (25:26): Mit einer kleinen Rotation, wobei insbesondere auf den großen Positionen Thomas Fairley und Tim Uhlemann fehlten, gingen die Wettenberger in die Partie gegen den starken Aufsteiger. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in dem spielerische Glanzpunkte selten waren. Beide Mannschaften agierten defensiv gut, waren jedoch offensiv zu fahrig. Die Gastgeber wehrten sich in ihrer Rumpfbesetzung nach Kräften und waren beim 25:26-Halbzeitstand noch dicht an Idstein dran. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Duell auf Augenhöhe, doch gegen Ende des dritten Viertels konnten sich die Gäste absetzen. Über 38:31 enteilten sie auf den 42:32-Zwischenstand vor dem letzten Viertel. Die Heimmannschaft von Trainer Michael Müller warf im Schlussabschnitt kämpferisch zwar noch einmal alles in die Waagschale, doch näher als 48:53 kamen sie nicht heran. »Es bleibt dabei, dass unsere Rückrunde alles andere als berauschend ist. Aber wir haben einfach zu wenig personelle Konstanz und dies schlägt sich dann auch in mangelnder Konstanz in unserer sportlichen Leistung nieder«, kommentierte Müller die Niederlage.

Krofdorf: Cramer (4), Fritz (6), Müller (8), Rink (14), Schalch, Schmidt (6), Strack (11), Thorn.

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