Basketball

Sann-Brüder machen für Lich den Unterschied

  • vonSebastian Kilsbach
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Mit einem überzeugenden 95:76 über Bensheim konnten die Licher Nachwuchs-Basketballer ihre Partie des 16. Oberliga-Spieltags gewinnen. Ein Duo ragt heraus.

Für die Gießen Pointers gab es bei körperlich überlegenen Eintracht-Jungs nichts zu holen. Sie verloren 70:87.

Lich Basketball – VfL Bensheim 95:76 (55:44): Auf dem Weg zum überzeugenden Heimsieg mussten die Licher zunächst viel Arbeit investieren. Bensheim legte mit einem 20:11 gleich zu Beginn einen glänzenden Auftritt aufs Parkett. Jeder Wurf schien zu sitzen, weshalb das Licher Trainergespann schon in der fünften Minute mit einer Auszeit zu intervenieren versuchte. Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht. »Wir sind ausnahmsweise nicht in Hektik verfallen, nur weil der Gegner einen sehr guten Start hatte, sondern haben uns einfach an unseren Plan gehalten und auf unsere Stärken vertraut. Das hat sich ausgezahlt und am Ende zu dem guten Resultat geführt«, erklärt Coach Paul Gänger. Vor allem Jan Heberling und Jonathan Fuchs verpassten dem Licher Spiel die Extraportion Energie, weshalb der Rückstand bis zum Viertelende in einen 29:25-Vorsprung umgemünzt werden konnte. Danach gab es für die Sann-Brüder Noah und David kein Halten mehr. Auf beiden Seiten des Feldes drehte das Duo auf und sollte mit zusammengerechnet 72 Punkten eindeutig den Unterschied machen. Die 55:44-Führung zur Pause wurde so auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr verspielt. Defensiv legte Lich eher noch zu, verlor auch vorne nie den Rhythmus und konnte sich über einen am Ende ungefährdeten Sieg freuen. »Das war ein wirklich gutes Spiel von uns«, fand Gänger nichts als lobende Worte. Da Wiesbaden am Wochenende Kassel unterlag, stehen die Licher nun mit zwei Punkten Vorsprung auf dem vierten Platz. Das vorletzte Saisonspiel steigt Sonntag in Langen. – Lich: Heberling (4), Maruschka (11), Noah Sann (37), David Sann (35), Fuchs (5), Friedek (3), Betram, Hänsch, Kramolisch.

Eintracht Frankfurt – BBLZ Gießen Pointers Juniors 87:70 (46:28): Auch die Pointers erwischten den deutlich schlechteren Start und sahen sich früh mit einem 0:18-Lauf konfrontiert. Gießen drehte dann aber den Spieß um und antwortete mit einem eigenen 15:0-Run, dank dem nach dem ersten Viertel noch alles offen war. Gegen den Tabellendritten hielt man im zweiten Viertel zunächst mit, bevor die körperliche Überlegenheit der Eintracht endgültig durchschlagen sollte. Beim Stand von 46:28 aus Frankfurter Sicht war das Spiel bereits zur Halbzeit gefühlt entschieden. Das Team von Coach Michael Bylizki gestaltete den Rest der Partie zwar ausgeglichen, konnte aber an der schlussendlichen Niederlage nichts mehr drehen. »Ich gebe allen Spielern Spielzeit, das wird sich noch auszahlen«, ist sich der Übungsleiter mit Verweis auf die Unerfahrenheit seiner Jungs sicher. »Sie kämpfen immer noch mit ihrer Nervosität, leider dauert es noch zu lange, bevor sie diese abgelegen«, sagte Bylizki weiter, der Till Heyne mit einem Sonderlob bedachte. Mit 30 Punkten avancierte der Youngster zum Topscorer. – Gießen: Janeck (8), Heyne (30), Beine, Kistler (3), Pettis, Murken (2), Fischer, Klingelhöfer (4), Brodt (6), Hilton, Andrews (17).

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