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Lisa Mayer sprintet EM-Norm

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Von: Rainer Schmidt

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Lisa Mayer sprintet mit hessischem Rekord zum 60-m-Titel ins Ziel und erfüllt dabei die DLV-Norm zur Hallen-EM in Belgrad/Serbien. 	(Foto: ras)
Lisa Mayer sprintet mit hessischem Rekord zum 60-m-Titel ins Ziel und erfüllt dabei die DLV-Norm zur Hallen-EM in Belgrad/Serbien. (Foto: ras) © Rainer Schmidt

Der 60-m-Finalsprint von Lisa Mayer war der Höhepunkt bei den hessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven und U 18 in Frankfurt-Kalbach. Mit 7,27 Sekunden erfüllte Mayer dabei die DLV-Norm für die Hallen-EM in Belgrad und lief damit nebenbei hessischen Hallenrekord.

Glänzend präsentierte sich auch Lara Matheis von der TSG Wieseck mit souveränem Titelgewinn über 200 m sowie Silber hinter Mayer mit persönlicher Bestzeit auf der 60-m-Geraden. Einen bärenstarken Auftritt boten zudem die LAZ-Läufer Christopher Wenzel und Niklas Harsy, die über die 800 m der Männer einen Doppelsieg ablieferten. Und in der U 18 gewannen die Wiesecker Elias Goer über 200 m und Julius Franzen beim Dreisprung.

Als herausragenden Wettbewerb sah man beim Hessischen Leichtathletik-Verband im Vorfeld den Weitsprung der Frauen, der mit dem Sieg von Claudia Salman-Rath (LG Eintracht Frankfurt) mit 6,47 m und weiteren fünf Springerinnen im Sechsmeterbereich dem Anspruch durchaus gerecht wurde.

Das Glanzlicht setzte jedoch Lisa Mayer, die seit Jahresbeginn für das Sprintteam Wetzlar antritt. Nach lockeren Siegen im Vor- (7,58) und Zwischenlauf (7,46) trumpfte die 20-Jährige im Finale mit der persönlichen Bestzeit von 7,27 s groß auf. Damit erfüllt die Niederkleenerin die DLV-Norm von 7,28 s für die Hallen-EM Anfang März in Belgrad und damit auch locker die europäische Mindestanforderung von 7,42 Sekunden, die im Zeitraum zwischen Jahresbeginn und dem 26. Februar erzielt werden muss.

Auf die Frage im Vorfeld, ob sie beim Erfüllen der DM-Norm in Serbien an den Start gehen würde, antwortete Mayer: »Wenn ich die Quali laufe, nehme ich die EM mit«, stellte jedoch unausgesprochen noch ein kleines Fragezeichen in den Raum.

Hinter Lisa Mayer lief auch Lara Matheis phantastische 60-m-Rennen. Nach 7,59 s im Vorlauf konnte sich die Sprinterin von der TSG Gießen-Wieseck schon im Zwischenlauf über eine neue Bestzeit von 7,46 s freuen, die sie im Finale als Zweite auf 7,42 s nochmals steigerte. Am Sonntag standen dann für die 24-Jährige aus Watzenborn-Steinberg die 200 m auf dem Plan. Mit 24,02 s sprintete Matheis ungefährdet zum Titel und bestätigte so ihre im Dezember gelaufene Bestleistung von 23,90 s. Ihre Teamkameradin Luca Helen Schmitt wurde dabei mit 25,70 s Fünfte.

Über die Distanz von 1500 m trat Alexandra Stuhlmann vom LAZ Gießen an. Die U 20-Läuferin führte mit Julia Altrup (VfL Marburg/4:42,03) im Schlepptau bis eine Runde vor Schluss das Frauenfeld an, musste jedoch in der letzten Runde die Marburgerin ziehen lassen und erkämpfte in guten 4:49,87 min souverän den zweiten Rang.

Bei den Männern war das LAZ über 800 m mit Christopher Wenzel und dem eigentlich noch der U 20 angehörenden Niklas Harsy vertreten. Während Wenzel im Lauf der Schnellsten von Anfang an das Tempo bestimmte, hielt sich Harsy die ersten Runden im hinteren Feld auf. Nach kurzzeitiger Führungsabgabe übernahm Christopher Wenzel in der letzten Runde erneut die Spitze und verteidigte diese gegenüber seinem sprintstarken Trainingsgefährten Niklas Harsy bis ins Ziel. »Christopher Wenzel hat ein starkes Rennen gelaufen und alles richtig gemacht«, freute sich LAZ-Lauftrainer Erich Gebhardt. Wenzel gewann mit 1:52,82 min vor Harsy (1:53,81), der nach einer schnellen Schlussrunde seinen Trainingsgefährten auf den letzten Metern nicht mehr gefährden konnte.

Eine gute Vorstellung bot auch Nicolai Schütze, der über 400 m mit 51,45 s seinen Zeitlauf gewann und damit als Dritter nur knapp Christian Brunnenberg (Königssteiner LV/51,31) und Steffen Schattner (Wiesbadener LV/51,36) den Vortritt auf dem Siegerpodest lassen musste.

Elias Goer von der TSG Wieseck trat in der Kalbacher Leichtathletikhalle über 60 m und 200 m in der U 18 an. In den Zeitläufen am Sonntag über 200 m gewann Goer seinen Lauf in 22,97 s und bezwang damit Philip Hennemuth (23,00) vom SSC Bad Sooden-Allendorf, der am Vortag über 60 m mit 7,11 s den Wiesecker (7,15 s) auf Platz zwei verwiesen hatte.

Durch Julius Franzen im Dreisprung erntete die TSG Gießen-Wieseck in der U 18 noch einen weiteren Hessentitel. Zwar trat mit drei Springern nur das Mindestmaß an geforderten Teilnehmern für eine Meisterschaftsvergabe an, aber mit fünf Sprüngen über zwölf Meter und der Bestweite von 12,54 m war die Leistung von Franzen absolut meisterschaftswürdig.

In der weiblichen U 18 flog Inga Lene Schneider von der LG Langgöns-Oberkleen im Stabhochsprung über 2,70 m und durfte sich so über Bronze freuen.

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