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Lisa Mayer läuft erneut EM-Norm

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Von: Rainer Schmidt

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Mit guten Sprintleistungen imponierten bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften Teilnehmer aus der Region. Titel gewannen Lisa Mayer, Lara Matheis und Elias Goer.

Bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven und U18 am Wochenende in Frankfurt fanden neben der Weitspringerin Maryse Luzolo (Königssteiner LV), die in der Kalbacher Leichtathletikhalle mit 6,55 m mit einer Punktlandung die Kriterien für die Hallen-EM in Belgrad erfüllte, vor allem die Sprintleistungen von Lisa Mayer und Lara Matheis nationale Beachtung. Beeindrucken konnte aber auch Elias Goer von der TSG Gießen-Wieseck, der in der U18 zum 200-m-Titel lief und sich über die 60 m nur um Haaresbreite mit Platz drei begnügen musste.

Vor zwei Wochen hatte Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar an gleicher Stätte mit tollen 7,27 s über die 60 m die DLV-Norm für die Hallen-EM in Serbien erfüllt. Auch am Samstag bot Mayer wie ein Schweizer Uhrwerk die Zeit von 7,27 s – und das sowohl im Zwischenlauf wie im Finale. Aber vier deutsche Sprinterinnen konnten in den letzten zwei Wochen diese Zeit unterbieten. So wird sich bei der Hallen-DM in Leipzig in zwei Wochen zeigen, wer die Reise nach Belgrad antreten darf.

Auch Lara Matheis lieferte über die 60 m tolle Rennen ab. Im Zwischenlauf stellte die Sprinterin von der TSG Wieseck mit 7,42 s ihre Bestzeit ein und steigerte diese im Endlauf als Zweite hinter Mayer auf auch auf deutscher Ebene beachtliche 7,39 s.

Über die 200 m hoffte man im Vorfeld auf ein Aufeinandertreffen von Matheis mit der deutschen Titelaspirantin Nadine Gonska. Aber die Mannheimerin musste erkältungsbedingt passen. Als dann noch die mit 24,28 s Vorlaufschnellste Sophia Junk (LG Rhein/Wied) auf das Finale verzichtete, ärgerte sich Wiesecks Trainer Elmar Knappik: »Wir hatten gehofft, dass Lara Matheis auf ernsthafte Konkurrenz trifft, aber nun muss sie es alleine durchziehen.« Und das machte die 24-Jährige mit Bravour, ließ vom Start weg keine Zweifel an ihrem Sieg aufkommen, steigerte einmal mehr ihre Bestzeit auf nun 23,84 s und untermauert so ihre Ambitionen auf einen erneuten Start im deutschen Hallenfinale, das sie bereits in den beiden Vorjahren erreicht hatte.

Zusammen mit Chiara James, Luca Helen Schmitt und Marie Fritzler trat Matheis auf Position zwei laufend zudem in der 4 x 200- m-Staffel an. Bei insgesamt zwölf Teams lief das Quartett der TSG Wieseck mit 1:42,86 min auf den achtbaren fünften Rang.

Ein Lauf zum süddeutschen Titel gelang über 400 Meter auch Julia Gerter aus Pohl-Göns. Die früher für das LAZ Gießen und nun die LG Eintracht Frankfurt startende Gerter gewann nach 55,85 im Vorlauf das Finale in 55,56 s. »Es war mein erster Start in dieser Hallensaison über diese Strecke. »Mit der Zeit bin ich nicht so ganz glücklich, aber das lässt sich noch schwer einordnen«, sagte sie anschließend.

Eigentlich noch der U20 angehörend, startete Alexandra Stuhlmann vom LAZ Gießen über die 3000 m der Frauen an und wurde mit 10:32,22 min Vierte.

Neben dem LAZ Gießen traten bei den Männern über 4 x 400 m lediglich Staffeln des TSV Main und der LG Friedberg-Fauerbach an. Das LAZ mit Niklas von Weschpfennig, Nikolai Schütze, Christopher Wenzel und Niklas Harsy bestätigte seine gute Form und lief mit 3:25,05 min bei über vier Sekunden Vorsprung zum süddeutschen Titel. Schon bei den deutschen Hallen-Hochschulmeisterschaften in der Vorwoche gelang dem Trio Schütze, von Wischpfennig und Wenzel, zusammen mit Julius Grau als WG Gießen angetreten, in 3:34,57 min der Sieg gegen sechs weitere Uni-Teams.

Vollauf zufrieden darf man auch im Wiesecker Lager um den U18-Sprinter Elias Goer sein. Goer setzte sich am Samstag im Vorlauf über 200 m mit 22,79 s knapp gegen Jonas Unruh (22,79/LG Hassloch) durch, konnte aber im Finale mit 22,68 s im Gegensatz zu Unruh (22,87) noch zulegen und holte sich den U18-Titel. Am Sonntag erreichte der Wiesecker als Zwischenlauf-Zweiter mit 7,21 s das Finale. Hier gab es dann ein super enges Fotofinish, in dem sich Elias Goer mit 7,16 s, also einer Hundertstel über seiner im Dezember erzielten Bestzeit, auf dem Bronzerang hinter Philip Hennemuth (7,12/SSC Bad Sooden-Allendorf) und Niclas Floth (7,14/LAC Quelle Fürth) einordnete. Dazu sein Trainer Rainer Engelmann: »Elias Goer macht sich etwas zu viel Druck. Dabei grenzt es doch fast an Wahnsinn, was er in den gerade mal zwei Jahren erreicht hat, in denen er Leichtathletik betreibt. Vor den deutschen Jugendhallenmeisterschaften wird Elias nächste Woche einen letzten Test in Leipzig mit Starts über 60 und 400 m machen.«

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