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SGE in Japan: Eintracht verliert ein Spiel, gewinnt aber zwei Spieler

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Von: Ingo Durstewitz

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Comebacks: Christopher Lenz (li.), vor allem aber Makoto Hasebe kehren in die Mannschaft zurück. Foto: dpa
Comebacks: Christopher Lenz (li.), vor allem aber Makoto Hasebe, kehren in die Mannschaft von Eintracht Frankfurt zurück. © Shuji Kajiyama/dpa

Gegen Urawa Red Dimonds setzt es für Eintracht Frankfurt eine 2:4-Niederlage. Dafür gibt es neben der Rückkehr von Makoto Hasebe gleich mehrere gute Nachrichten.

Saitama – Der erste Eintracht-Auftritt auf japanischem Boden endete für den Frankfurter Europapokalsieger zwar sportlich mit einer völlig verdienten 2:4 (0:2)-Niederlage gegen die Urawa Red Diamonds, dennoch gab es für Trainer Oliver Glasner gute Nachrichten im Dreierpack.

Da wäre, erstens, die Geschichte mit Makoto Hasebe. Der fast 39 Jahre alte Routinier gab nach mehr als vierwöchiger Verletzungspause am Mittwoch (16. November) sein Comeback – ausgerechnet an alter Wirkungsstätte im Saitama-Stadion, in dem der Großmeister sechs Jahre für die Urawa Reds spielte, ehe er seine Karriere in Deutschland beim VfL Wolfsburg fortsetzte, das war 2008. In seiner Heimat wird Hasebe verehrt, gilt als Franz Beckenbauer Japans.

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Als er sich zur Einwechslung bereit machte und dann natürlich sofort die Kapitänsbinde übernahm, erhoben sich die fast 25.000 Zuschauenden in der Arena von den Sitzen und machten dem angesehenen Spieler ihre Aufwartung mit im Stehen dargebrachten Ovationen. Hasebe stand die Freude über seine Rückkehr ins Gesicht geschrieben. Ehre, wem Ehre gebührt.

Für Glasner war das Comeback des Strategen aus sportlicher Sicht interessanter, nach auskuriertem Innenbandanriss im Knie ist der Bundesliga-Dino im Januar wieder eine sehr gute Alternative in der Innenverteidigung. Mit ihm als Libero begann damals der Höhenflug der Eintracht.

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Zudem hat, zweitens, am Mittwoch der ewig lange verletzte Rechtsverteidiger Aurelio Buta seinen allerersten Einsatz im Eintracht-Dress hinter sich gebracht. Der 25-Jährige, vor dieser Saison aus Antwerpen an den Main gewechselt, war über Monate hinweg schwer am Knie verletzt und wurde mehrfach operiert, zuletzt hatten sich Keime im Gelenk gebildet. Keiner wusste, wann der schnelle Portugiese überhaupt zurückkommen würde. Nun der erste Auftritt für die Eintracht, eingewechselt in der 65. Minute hielt er bis zum Schluss durch und spielte ab und an seine Schnelligkeit aus.

Und schließlich, drittens, haben einige der nach Japan mitgereisten Jugendspieler von Eintracht Frankfurt, darunter auch der erst 15-Jährige Derek Boakye-Osei, auf sich aufmerksam machen können, so trafen zwei der aufgebotenen Stürmer. Zum einen das 16 Jahre alte Talent Anas Alaoui mit einem schönen Rechtsschuss sowie Mittelstürmer Nacho Ferri per Kopf, insgesamt war die bunt zusammengewürfelte Frankfurter Mannschaft aber chancenlos. (Ingo Durstewitz)

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