»Gallisches Dorf ohne Zaubertrank«

  • vonSebastian Kilsbach
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Mit nur sieben gesunden Spielern waren die Licher Nachwuchsbasketballer dieser Tage zur Hessenmeisterschaft nach Frankfurt gereist. Dort unterlagen sie im Halbfinale deutlich den Skyliners, bevor auch die Eintracht im Spiel um Platz drei mehr Kraftreserven bewies als die Mittelhessen.

Mit nur sieben gesunden Spielern waren die Licher Nachwuchsbasketballer dieser Tage zur Hessenmeisterschaft nach Frankfurt gereist. Dort unterlagen sie im Halbfinale deutlich den Skyliners, bevor auch die Eintracht im Spiel um Platz drei mehr Kraftreserven bewies als die Mittelhessen.

Halbfinale / Skyliners Frankfurt – Lich Basketball 157:65 (70:30): Ohne Felix Kramolisch, der sich im letzten Hauptrundenspiel verletzt hatte, Jan Heberling und David Sann, der sich im Abschlusstraining eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte, erteilten die Skyliners den Mittelhessen eine Lehrstunde in Sachen Basketball. Die Bankenstädter konnten umgekehrt zum ersten Mal in dieser Spielzeit personell aus dem Vollen schöpfen und spielten ihre Überlegenheit gnadenlos aus. Lich kämpfte, war dem späteren Hessenmeister aber in allen Belangen unterlegen. Akzente setzte Noah Sann, der trotz Sonderbewachung drei Dreier netzte. Gegen die Pressverteidigung der Frankfurter sah man jedoch kein Land, weshalb Lich nicht an den Sieg über die Skyliners in der regulären Saison anknüpfen konnte. Als einziges Team war es den Wetterstädtern gelungen, dem Meister einen Punktverlust zuzufügen.

»Wir fühlten uns wie ein gallisches Dorf, nur ohne Zaubertrank«, blickt Coach Christian Maruschka auf das Wochenende zurück. »Es hat uns unheimlich leidgetan, dass Felix und David nicht an diesem tollen Turnier teilnehmen konnten«, ergänzt der Übungsleiter. – Lich: Fuchs (3), Maruschka (19), Hänsch (1), Noah Sann (40), Friedek (2), Schowalter.

Spiel um Platz drei / Lich Basketball – Eintracht Frankfurt 42:78 (24:37): Der personelle Aderlass sollte sich auch in der Begegnung um den dritten Platz bemerkbar machen. Nachdem das erste Viertel noch ausgeglichen gestaltet werden konnte, erwies sich danach auch die Eintracht als eine Nummer zu groß. Obwohl die Licher aufopferungsvoll kämpften, waren ihre Wechselmöglichkeiten schlichtweg zu begrenzt. Neben den bereits erwähnten Ausfällen mussten die Wetterstädter nun auch noch auf Benjamin Hänsch verzichten, der aus zeitlichen Gründen nur in der ersten Begegnung zur Verfügung stand.

Magere 18 erzielte Punkte im zweiten Durchgang führten dazu, dass auch diese Partie am Ende deutlich verloren gehen sollte. »Ein versöhnlicher Abschluss war es aber, dass alle Spieler Punkte erzielen konnten«, zog Christian Maruschka trotzdem ein positives Fazit. – Lich: Fuchs (4), Maruschka (11), Noah Sann (21), Friedek (2), Schowalter (2), Betram (2).

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