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Böller und Raketen bei Champions-League-Spiel in Marseille - Eintracht-Fan zeigt Hitlergruß

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Von: Sascha Mehr

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Böller und Raketen im Block.
Böller und Raketen im Block. © IMAGO/Norbert Scanella

Beim Champions League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille gab es Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern.

Update vom Dienstag, 13. September, 22.05 Uhr: In Marseille lieferten sich Fans beider Vereine heftige Pyro-Auseinandersetzungen vor dem Stadion. Aus beiden Fanblöcken wurden anschließend auf die gegnerischen Anhänger Leuchtraketen gefeuert und Böller geworfen. Für Wirbel sorgten außerdem Bilder im Internet, die einen Eintracht-Fan beim Hitlergruß zeigen sollen.  Die UEFA sei bereits informiert worden. Laut Bild bemüht sich Eintracht Frankfurt, den Verdächtigen zu identifizieren. „Wir schämen uns für Menschen, die aus Frankfurt kommen, den Adler auf der Brust tragen und den Hitler-Gruß zeigen. Ihr gehört nicht zu diesem Verein, zu dieser Stadt, ihr gehört nicht zu uns“, schrieb die Fanabteilung der SGE auf Facebook.

Erstmeldung: Frankfurt - Eintracht Frankfurt steht in der Champions League bereits unter Druck. Nach der 0:3-Klatsche gegen Sporting Lissabon zum Auftakt, muss unbedingt ein Sieg her, um nicht das große Ziel Achtelfinale früh aus den Augen zu verlieren. Die SGE ist beim ersten Auswärtsspiel der Königsklasse zu Gast bei Olympique Marseille. Die Franzosen mussten bei Tottenham ebenfalls eine Niederlage einstecken und stehen ebenso unter Druck.

Wie in der vergangenen Europa League-Saison werden zahlreiche Fans von Eintracht Frankfurt ihre Mannschaft auch in der diesjährigen Champions League-Runde vor Ort unterstützen. Es ist davon auszugehen, dass tausende Anhänger der SGE die Reise nach Südfrankreich antreten werden, um ihr Team in der Stadt oder im Stadion anzufeuern. Nicht alle Fans, die in Marseille sein werden, haben aber auch ein Ticket für die Partie in der Champions League.

Eintracht Frankfurt zu Gast in Marseille

2018 gab es das Duell zwischen Olympique Marseille und Eintracht Frankfurt schon einmal, damals allerdings aufgrund einer UEFA-Verordnung vor leeren Rängen. Das hielt viele SGE-Fans aber nicht davon ab, nach Marseille zu reisen, obwohl ihnen dies laut Verwaltungsanordnung verboten war. Damals siegte Eintracht Frankfurt übrigens 2:1 und holte sich kurze Zeit später den Gruppensieg.

Wie vor vier Jahren gibt es auch dieses Mal strenge Regularien für die Anhänger von Eintracht Frankfurt. Aus Sicherheitsaspekten ist es SGE-Fans zum Beispiel verboten, von Montag (12 Uhr) bis Mittwoch (2 Uhr am Morgen) verschiedene Stadtteile von Marseille zu betreten. Damit ist gemeint, dass sie sich dort nicht als Anhänger von Eintracht Frankfurt zu erkennen geben dürfen, darunter zählt etwa das Tagen von Vereinsutensilien wie Trikot, Schal oder Mütze. Außerdem ist das Singen von Fan-Liedern strikt verboten.

Eintracht Frankfurt: Harte Regeln für Gästefans in Marseille

Es dürfen nur Anhänger von Eintracht Frankfurt ins Stadion, die ein gültiges Ticket für den Gästebereich besitzen. Frankfurtern, die sich Karten für einen anderen Bereich in der Arena gekauft haben, wird der Zutritt verwehrt. Die Anreise zum Stadion startet am Meeting Point am Place de la Joliette. Von dort bringen von der Polizei begleitete Busse die Gästefans ins Stadion. Ein Fan-Marsch von Eintracht-Fans oder eine individuelle Anreise werden von der Polizei unterbunden.

Unterdessen brodelt es bei Eintracht Frankfurt nach der Niederlage gegen Wolfsburg hinter den Kulissen: Es gibt Spannungen zwischen Trainer Glasner und Sportvorstand Krösche. Die Führungskräfte sind sich nicht einig, die Spieler kämpfen mit angeknackstem Selbstvertrauen, die Fans dürfen nicht feiern - bei Eintracht Frankfurt liegt vor dem Champions-League-Highlight in Marseille einiges im Argen. (smr)

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