André Silva köpft das zwischenzeitliche 1:1. Foto afp
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André Silva köpft das zwischenzeitliche 1:1. Foto afp

Klassenbuch

Punkt gegen Freiburg: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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  • Ingo Durstewitz
    Ingo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt ist gegen den SC Freiburg klar besser, holt aber nur einen Punkt. Die Spieler in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt hat nach einem späten Doppelschlag gegen den SC Freiburg nach einem 1:3-Rückstand doch noch einen Punkt erkämpft. Die Zuschauer sahen eine Partie voller Tempo und einen enormen Kampfgeist von Eintracht Frankfurt*. Wie haben sich die Adler im einzelnen geschlagen? Unsere Spieler in der Einzelkritik. 

Sonderlob

Timothy Chandler: Kam spät, aber noch rechtzeitig. Traf mit seinem ersten Ballkontakt zum 3:3. Fünftes Ligator in diesem Jahr. Bravo.

Gut dabei

Daichi Kamada: Probierte viel, das Meiste glückte. Ein guter Fußballer, das ist bekannt. Er setzte die Kollegen gekonnt in Szene. Sein abgewehrter Schuss leitete das 1:1 ein. Aber: Vergab wie so oft freistehend zur Führung (52.). Später stocherte er sich zum ersten Bundesligator (78.).

Sebastian Rode: Engagiert bis in die Haarspitzen, klaute viele Bälle, so wie vor den beiden größten Eintracht-Chance in Hälfte eins (7. und 21.). Das hat er gut gemacht. Manchmal etwas zu übermotiviert – wie beim harten Einsteigen von hinten gegen Sallai. Gelb war folgerichtig.

Ganz okay

André Silva: Beweglich und spielstark. Immer dabei, wenn es gefährlich wurde. Zögerte oft viel zu lange. Warum nur? Beim 1:1-Ausgleich dann zur Stelle, als Torhüter Schwolow den Ball abprallen ließ. Hätte aber mehr Tore erzielen können, ach was, müssen, vor allem in Hälfte zwei. Das tut weh.

Martin Hinteregger: Beackerte die linke Abwehrseite, schaltete sich dort häufig auch ins Offensivspiel ein. In den Zweikämpfen robust und kompromisslos. Hinti-Style.

Makoto Hasebe: Die Berufung in die Startelf zahlte sich aus. Ordnete die Abwehr, routiniert im Aufbauspiel. Beim 0:1 kam aber auch er einen Schritt zu spät und fälschte unglücklich ab. Trotzdem: Er gehört ins Team.

So lala

Kevin Trapp: Konnte sich nicht auszeichnen, bei den Gegentoren chancenlos.

Almamy Touré: War konzentrierter als zuletzt, ein schwerer Bolzen unterlief ihm nicht. Engagiert, hellwach. Das ist okay.

Filip Kostic: Bekam seinen Turbo nicht so oft wie gewohnt in Gang. Auch die Abschlüsse waren ungenau. Immerhin Vorbereiter des Ausgleichs.

Dominik Kohr: Kam zur zweiten Hälfte, mühte sich, engagiert, mit Herzblut dabei. In Ordnung.

Lucas Torro: Stand überraschend in der Startelf, beim ersten Einsatz in diesem Jahr köpfte er auf der Sechs die hohen Bälle weg, am Boden aber fehlerhaft.

Schwächelnd

Bas Dost: Vergab insgesamt drei gute Gelegenheiten, das sollte ein Knipser zwingend besser machen. Trotz Rückstands ausgewechselt, das sagt alles.

Stefan Ilsanker: Erstes Foul nach 30 Sekunden, hielt sich danach lange zurück. Genauso wie nach 28 Minuten, als er Spalier stand und Grifo gewähren ließ. Prompt erzielte der das 0:1. Schlampig im Abspiel. Auch vor dem zweiten Gegentreffer foulte er unnötig und ließ dann Torschütze Petersen ziehen.

Zu spät gekommen

Jonathan de Guzman, Mijat Gacinovic, Evan Ndicka 

dani/dur

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