Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt
+
SGE-Sportvorstand Fredi Bobic muss sich womöglich in der Winterpause mit einem Transfer befassen: Der Königseinkauf spielt aktuell keine Rolle mehr bei Adi Hütter. (Archivfoto)

SGE

Königstransfer spielt keine Rolle mehr: Wird er Eintracht Frankfurt jetzt verlassen?

  • Sascha Mehr
    vonSascha Mehr
    schließen

Im Sommer letzten Jahres war er der Königstransfer bei Eintracht Frankfurt, mittlerweile spielt er allerdings keine Rolle mehr.

  • Djibril Sow war der Königstransfer bei Eintracht Frankfurt im Sommer 2019.
  • Mittlerweile hat er seinen Stammplatz bei der SGE verloren.
  • Könnte er Eintracht Frankfurt bald verlassen?

Frankfurt - Die Saison in der Fußball-Bundesliga befindet sich nach sieben absolvierten Spielen in der zweiten Länderspielpause. Zeit also, um als Verein ein erstes Fazit zu ziehen zum Start in die Runde 2020/21. Aber nicht nur die Klubs, sondern auch die einzelnen Profis machen sich Gedanken über den Beginn der Saison und die persönlichen Aussichten.

Einer von Eintracht Frankfurt, der besonders ins Grübeln kommen könnte, ist Djibril Sow. Der Schweizer spielt momentan nur eine untergeordnete Rolle im Team von Adi Hütter und ist weit entfernt von einem Stammplatz im Mittelfeld der SGE.

Sow kam von Young Boys Bern zur Eintracht Frankfurt

Im Sommer 2019 holte Eintracht Frankfurt den Mittelfeldspieler von Young Boys Bern und gab für ihn neun Mio. Euro aus - so viel wie für keinen anderen Neuzugang in dieser Transferphase. Der Königstransfer der SGE sollte sich am Main weiterentwickeln und zu einer festen Größe in der Zentrale werden.

Trainer Adi Hütter kannte den Spieler bestens, denn die beiden arbeiteten bereits in Bern zusammen. Der Schweizer Erstligist verpflichtete Sow 2017 von Borussia Mönchengladbach, wo er den Durchbruch im deutschen Oberhaus nicht schaffte. Bei Bern blühte der 23-Jährige aber auf und weckte Begehrlichkeiten bei zahlreichen Vereinen aus ganz Europa. Schließlich machte Eintracht Frankfurt das Rennen um das Talent und Sow nahm den zweiten Anlauf in der Bundesliga.

In der ersten Saison waren die Leistungen von Djibril Sow bei Eintracht Frankfurt durchwachsen. Starke Spiele wechselten sich mit schwachen Auftritten in aller Regelmäßigkeit ab. Dem Schweizer fehlte die Konstanz und doch bekam er von Trainer Adi Hütter immer wieder das Vertrauen. Insgesamt kommt Sow 2019/20 auf 40 Pflichtspiele für die SGE, davon 29 von 34 möglichen Einsätzen in der Bundesliga. Sow erzielte einen Treffer und bereitete weitere fünf Tore vor. Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt hofften auf eine Steigerung der Leistungen im zweiten Jahr - doch diese bleibt bislang aus.

Eintracht Frankfurt: Ernüchternde Bilanz von Djibril Sow

Nach sieben Spieltagen in der Bundesliga ist die Bilanz von Djibril Sow ernüchternd. Bislang kommt der Mittelfeldspieler auf nur 30 Minuten auf dem Platz, in die Startelf wurde er kein einziges Mal berufen. Es muss einfach mehr kommen vom 23-Jährigen, um endlich wieder eine Option für Trainer Adi Hütter zu sein. Von den Anlagen her bringt Sow eigentlich alles mit für eine Karriere in der Bundesliga: Er ist laufstark, spielt technisch saubere Pässe und kann auch in die Tiefe gehen. Er kann es nur zu selten auf dem Rasen zeigen.

Sollte Djibril Sow sich in den nächsten Wochen und Monaten nicht erheblich steigern, droht er zum teuren Missverständnis und Fehleinkauf zu werden. Noch hat er aber die Zeit, die Wende einzuleiten und eine tragende Rolle bei Eintracht Frankfurt einzunehmen. (smr)

Unterdessen ist ein Ex-Nationalspieler bei Eintracht Frankfurt völlig chancenlos. Ein Abgang im Winter wird damit wahrscheinlicher. Er wäre für beide Seiten wohl das Beste. Eintracht Frankfurt verschläft die erste Halbzeit und kommt gegen den VfB Stuttgart nicht über ein 2:2 hinaus. Das sagen die SGE-Fans dazu. (Sascha Mehr)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare