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Auf dem Sprung zu Real Madrid: Dass Luka Jovic eine weitere Saison in Frankfurt spielen wird, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Eintracht Frankfurt

Eintracht: Jovic praktisch weg - und wer noch?

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Luka Jovic ist praktisch weg. Und wahrscheinlich werden weitere Spieler Eintracht Frankfurt nach dieser Saison verlassen. "Wir müssen immer Transferüberschüsse erzielen, und das werden wir tun", sagt Sportvorstand Fredi Bobic.

Eden Hazard, der Dribbelfloh des FC Chelsea, wird den englischen Halbfinalgegner der Eintracht verlassen und sich Real Madrid anschließen. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Kostenpunkt für die Königlichen: 100 Millionen Euro. Die Bekanntgabe des Transfers lässt noch auf sich warten. Real, heißt es, warte aus Respekt vor der bevorstehenden Aufgabe der Londoner bis zum 30. Mai mit der Verkündung. Dann ist das Europa-League-Finale zwischen Chelsea und dem FC Arsenal vorüber. Genauso will der spanische Hauptstadtklub übrigens bei einem anderen umworbenen Stürmer verfahren, mit dem er sich schon über einen Wechsel einig sein soll: Luka Jovic von Eintracht Frankfurt.

Die Sportzeitungen aus Madrid, "Marca" und "AS", schreiben unisono, dass Real vor dem großen Eintracht-Finale am Samstag bei den Bayern (15.30 Uhr) keine Störfeuer zünden wolle, weil beide Vereine beste Beziehungen zueinander pflegen; der Transfer des serbischen Fußballers soll daher in der kommenden Woche verkündet werden. Die Spanier überweisen den Frankfurtern demnach 60 Millionen Euro, von denen zwischen 18 und 20 Millionen an den vorherigen Jovic-Klub, Benfica Lissabon, gehen. Der 21-Jährige soll in Spanien einen Sechsjahresvertrag erhalten. Eine Bestätigung seitens der Eintracht steht weiter aus, Sportvorstand Fredi Bobic deutete aber im Gespräch mit dem "Kicker" an, dass es einige Abgänge geben wird. "So finanzieren wir uns. Wir müssen immer Transferüberschüsse erzielen, und das werden wir tun." Es sei jedoch nicht geplant, "alle unsere Leistungsträger" zu verkaufen. "Wir werden immer eine Fabrik für die großen Vereine sein."

Neben Jovic auch Ante Rebic und Sebastien Haller gefragt

Neben Jovic gilt Ante Rebic als heißes Spekulationsobjekt, auch Sebastien Haller hat Begehrlichkeiten geweckt. Die zuletzt etwas ins Stottern gekommene Drei-Mann-Tormaschine ist wertvoll, sie hat einen Marktwert von 130 Millionen - vor der Saison wurde Jovic mit fünf Millionen Euro gelistet. Sicher ist auch, dass die Eintracht nicht alle drei Stürmer ziehen lassen wird, selbst wenn sie morgen das europäische Geschäft auf den letzten Metern verzocken sollte. Mit den Mehreinnahmen will sich der Verein stabilisieren, ein Fundament bauen, das es ihm ermöglichen soll, immer wieder mal die internationalen Plätze anzugreifen. Der Kader muss sehr viel breiter aufgestellt werden - gerade in der Spitze.

"Wir werden versuchen, unser Personalbudget zu steigern und den Kader qualitativ noch besser zu machen", sagt Bobic. Der Lizenzspieleretat ist sukzessive gestiegen. In der kommenden Spielzeit wird die Eintracht mehr als 60 Millionen Euro in ihre Spieler stecken - damit würde der Klub erstmals in die erste Hälfte des Gehaltstableaus rutschen. Die Losung ist einfach: Mit mehr Geld gibt es bessere Spieler und mit besseren Spielern mehr Erfolg - in der Regel zumindest.

Eintracht Frankfurt: Was passiert mit Evan Ndicka?

Auch wenn Jovic und vielleicht noch ein Leistungsträger, womöglich Evan Ndicka, der der Eintracht zu 100 Prozent gehört, für 20, 25 Millionen Euro gehen würde, ist dem Verein nicht bange. Denn die Eintracht gilt mittlerweile als perfekte Plattform, um Spieler wachsen zu lassen, junge Fußballer können sich bestens entwickeln. "Im Markt ist angekommen: Okay, zur Eintracht können wir Spieler bringen, das ist ein überragender Verein, der Spieler auf die nächste Stufe hebt", sagt Sportchef Bobic.

Wirtschaftlich läuft es prächtig, der Umsatz wird mehr als 170 Millionen Euro betragen, in der Europa League verdiente der Klub 35 Millionen Euro, aus dem internationalen Vermarktungstopf der DFL wird die Eintracht in den kommenden fünf Jahren zwischen 35 und 40 Millionen Euro erhalten. Der Verein ist dynamisch und selbstbewusst. Selbst wenn er das große Ziel, die Europa League, verpassen würde, "könnte das die weitere Entwicklung nicht bremsen", sagt Vorstand Axel Hellmann. "Wir wollen nach vorne. Eine Qualifikation für Europa würde unser Wachstum beschleunigen. Aber sie ist kein Muss."

Prognose: Platz sieben am Ende, die Ochsentour also, aber besser als nix.

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Quelle: Gießener Allgemeine

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