+
Das Saisonfazit von Marketingvorstand Axel Hellmann fällt überaus positiv aus. (dpa)

Eine Saison der Rekorde für Eintracht Frankfurt

  • schließen
  • Ingo Durstewitz
    schließen

Für Marketingvorstand Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt war die abgelaufene Saison eine sehr erfolgreiche. "Wir sind ein kerngesunder, starker Verein", sagt er. Und: "Wir wachsen auf allen Feldern."

Am Dienstagnachmittag hat sich Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt fast mit kompletter Kapelle auf die sechstägige Abschlussfahrt nach China gemacht. Gut zehn Stunden Flug und knapp 10 000 Kilometer später sind die Hessen in Foshan gelandet, wo neben allerlei PR-Terminen am Freitag ein Spiel gegen den VfL Wolfsburg (14 Uhr/Sport 1) ausgetragen wird. Lediglich Evan Ndicka (Teilnahme an U20-WM), Sebastien Haller (Behandlung), Timothy Chandler (wird Vater) sowie die verletzten Sebastian Rode und Taleb Tawatha traten den Trip nicht an. Auch Marketingvorstand Axel Hellmann blieb zu Hause. Denn der siebte Platz und die damit einhergehende Ochsentour durch Europa ab dem 25. Juli hat die Planungen nicht nur erschwert, sondern auch deutlich umfangreicher gemacht. "Wir müssen einige Dinge vorziehen."

Eintracht Frankfurt: Rekord bei Umsatzvolumen

Dessen ungeachtet liegt nach Auffassung von Hellmann eine "sehr, sehr gute Saison" hinter der Eintracht, er empfindet den siebten Rang als "eine gerechte, gute und faire Platzierung". Hellmann kann deswegen so gut mit Platz sieben leben, weil die Hessen ansonsten "alle Vögel abgeschossen haben, die es gibt": Das Umsatzvolumen wurde auf noch nie erreichte 170, vielleicht sogar 180 Millionen Euro gesteigert - ohne Transfererlöse. 35 bis 40 Millionen stammten davon aus den europäischen Auftritten. Mit diesen 170, 180 Millionen, mit "denen wir eine Umsatzschallmauer durchbrechen", befände sich Eintracht Frankfurt im Ranking innerhalb der Liga auf einem "fünften, sechsten Platz" - extern bezuschusste Klubs wie RB Leipzig oder den VfL Wolfsburg klammerte Hellmann explizit aus. Mit Transfererlösen sei für die Eintracht selbst ein Umsatzvolumen von 200 Millionen Euro und mehr keine Überraschung. Dazu wurde der Zuschauerschnitt auf 49 700 erhöht, die größte Anzahl an Trikots in der Vereinsgeschichte verkauft, fuhren in Europa am meisten Fans zu den Auswärtsspielen. "Wir wachsen auf allen Feldern", jubelt Hellmann. Logen, Business-Seats, Bandenwerbeflächen - alles wird ausverkauft sein. Dazu hat sich die Eintracht, die inzwischen 75 000 Mitglieder zählt, dank ihrer furiosen Europapokalnächte zum "Zweitlieblingsklub" vieler Menschen gemausert, auch solch weiche Faktoren "streicheln die Frankfurter Seele".

Eintracht Frankfurt: 73 Millionen Euro TV-Geld winken

Mit 73 Millionen Euro TV-Geld kann der Klub in der neuen Saison rechnen. "Wir sind ein kerngesunder, starker Verein", sagt Hellmann, "aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir keinen einzigen Spieler verkaufen". Dass die Eintracht das, wie wahrscheinlich im Fall Luka Jovic, dennoch macht, ist den Begehrlichkeiten der Topklubs geschuldet. Wer die Chance habe, acht, neun, zehn Millionen Euro zu verdienen, der sei nicht zu halten. Diese Saison werde man, so oder so, "mit einem ordentlichen Gewinn abschließen", sagt Hellmann.

Quelle: Gießener Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare