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Joachim Löw äußert sich zur aktuellen Situation von Eintracht Frankfurt.

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Eintracht Frankfurt vor Abstieg? Das sagen prominente Trainer

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Gehört Eintracht Frankfurt zu den Abstiegskandidaten in dieser Saison? Nicht nur Joachim Löw hat dazu eine klare Meinung. 

Update Mittwoch, 15. Januar 2020, 10.25 Uhr: Der frühere Eintracht-Frankfurt-Trainer Christoph Daum erwartet in der Rückrunde der Fußball-Bundesliga einen starken Aufwärtstrend seines Ex-Clubs. „Frankfurt steht für Vollgasfußball. Cheftrainer Adi Hütter wird in der Rückserie eine Aufholjagd starten“, sagte der 66-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Die Mehrfachbelastung scheint den Spielern keine Probleme zu bereiten und Hütter weiß die Belastungen genau zu dosieren“. 

Damit widerspricht Daum der Aussage von Joachim Löw, der einen Grund für die Krise bei Eintracht Frankfurt in der hohen Belastung der Eintracht-Profis durch die vielen Spiele in dieser Saison sieht.

Daum war von März bis Mai 2011 Chefcoach der Eintracht. Er hatte die Mannschaft in akuter Abstiegsgefahr übernommen, konnte den Klassenverbleib aber nicht mehr schaffen und trat zurück.

Erstmeldung

Frankfurt - Eintracht Frankfurt ist in den Wochen vor der Winterpause ins Straucheln geraten. Sieben Liga-Spiele blieben die Hessen ohne Sieg und rutschten in der Tabelle auf den dreizehnten Tabellenplatz ab. Aktuell haben die Frankfurter gerade einmal drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nach der Euphorie einiger Fans zu Saisonbeginn kommt jetzt natürlich die Ernüchterung. 

Die Spieler von Eintracht Frankfurt sind müde, haben in der Saison 2019/2020 bis zur Winterpause bereits 31 Pflichtspiele absolviert, so viele wie kein anderes Team in der Bundesliga. Verletzungen häuften sich. In der Winterpause hatten die Spieler nun auch nur wenige Tage Zeit neue Kräfte zu sammeln, am 02. Januar ging es bereits zum Wintertrainingslager nach Florida. Am Wochenende geht die Rückrunde los, die Eintracht reist am Samstag (18.01.2020) zur TSG Hoffenheim. 

Eintracht Frankfurt: Bundestrainer Joachim Löw glaubt nicht an einen Abstieg der SGE

Die Mannschaft hat den Anspruch, die derzeitige Lage zu ändern. „Wir müssen jetzt die Bremse reinhauen und komplett in eine andere Spur finden. Das ist gar nicht so einfach, wir starten auswärts in Hoffenheim, spielen dann gegen Leipzig, haben wieder viele Spiele. Aber wir sind dazu in der Lage, jedem Gegner wehzutun“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter kürzlich in einem Interview mit dem „Kicker“. 

Der Kommentar: Joachim Löw und Eintracht Frankfurt - Es ist kompliziert!

Auch Bundestrainer Joachim Löw hält einen Abstieg von Eintracht Frankfurt aus der Bundesliga nicht für möglich. „Absteigen wird Frankfurt nicht. So viel steht fest“, sagte er am Dienstag auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt. Dass die Hessen in der Hinrunde zuletzt sieben Liga-Spiele ohne Sieg geblieben sind und auf Tabellenrang 13 abrutschten, sei eventuell den „wahnsinnig vielen Spielen“ in den vergangenen zwei Jahren geschuldet.

Joachim Löw: Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren guten Fußball gespielt

„Vielleicht haben die Frankfurter das Mammutprogramm mit internationalen Spielen, vielen Reisen nicht so gut weggesteckt. Das muss ein Verein auch lernen und sich anpassen“, meinte Löw. Insgesamt habe die Eintracht die letzten zwei, drei Jahre guten Fußball gespielt. „Die Mannschaft hat Qualität, durch die Einzelspieler, aber auch von ihrer Spielart“, urteilte er.

dpa/msb

Eintracht Frankfurt muss am Samstag, 18.01.2020, gegen die TSG Hoffenheim ran. Wer ist verletzt, wer könnte spielen? Ein Angreifer scheint rechtzeitig wieder fit zu sein.

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