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Ende September fackelt Fans von Eintracht Frankfurt beim Spiel gegen Union Berlin Pyrotechnik ab. 

Eintracht Frankfurt

Abfackeln von Pyrotechnik: Peter Beuth fordert erneut härtere Strafen

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Hessens Innenminister Peter Beuth hat erneut härtere Strafen für das Abbrennen von Pyrotechnik gefordert. Alle Verantwortlichen müssten an einem Strang ziehen. 

Wiesbaden - Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat erneut empfindliche Strafen für das Abbrennen von Pyrotechnik bei Fußballspielen gefordert. „Wer Bengalos in Menschenmengen zündet, macht sich schon heute strafbar“, sagte Beuth der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Alle Innenminister seien sich aber darüber hinaus einig, dass das Abbrennen von Pyrotechnik in Menschenmengen härter bestraft werden sollte.

„Eine Fankurve ist kein rechtsfreier Raum, in dem das Recht des Stärkeren oder der Lautesten gilt“, betonte der Minister. „Friedliche Fußballfans müssen es auch nicht einfach hinnehmen, von einzelnen Chaoten mit glühend heißen Fackeln und beißendem Rauch schikaniert zu werden.“ Das Abfackeln der heißen Bengalos habe nichts mit Fankultur zu tun. Im Gegenteil werde die Sicherheit gefährdet und das Verhalten führe zurecht immer wieder zu Fanausschlüssen.

Hessens Innenminister Peter Beuth will Abbrennen von Pyrotechnik härter bestrafen

„Alle, die für den Sport Verantwortung tragen, sollten an einem Strang ziehen und entschlossen dafür eintreten, diese Bengalos aus unseren Stadien zu verbannen“, mahnte der Innenminister. „Die Botschaft an alle Chaoten und Gewalttäter muss unmissverständlich sein: Diese Anti-Fans, die den echten Fans den Stadionbesuch durch Pyros und Gewalt verderben, gehören von den Vereinen aus den Stadien verbannt.“

Es sind nicht die ersten Äußerungen dieser Art des hessischen Innenministers. Beuth hatte in den vergangenen Monaten schon mehrmals für härtere Strafen für das Abbrennen von Pyrotechnik plädiert. 

Eintracht Frankfurt: Harte Strafen für Abbrennen von Pyrotechnik

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt war Ende vergangenen Jahres vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 18.300 Euro belegt worden. Mit dem Urteil wurden mehrere Vergehen der Eintracht-Fans im Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin geahndet. Ende September waren im Frankfurter Block mindestens elf Bengalische Feuer abgebrannt worden, was zu einem verspäteten Anpfiff der Partie führte.

Im Dezember dann kam es zu ähnlichen Vorkommnissen beim Rhein-Main-Derby von Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05. Dort zündeten Eintracht-Anhänger vor Anpfiff einen Böller und feuerten Leuchtraketen auf den Rasen. Das Spiel wurde zehn Minuten später angepfiffen. Die Anhänger wollten mit ihrer Aktion gegen Montagsspiele demonstrieren. In diesem Fall steht das Urteil noch aus. 

(msb/dpa)

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