EC Bad Nauheim

Zitterspiel mit Happy End für den EC Bad Nauheim

  • Michael Nickolaus
    VonMichael Nickolaus
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Verkehrte Welt! Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim sammelt seine Punkte aktuell eher auswärts denn zu Hause. In Bad Tölz gewannen die Roten Teufel am Dienstag mit 4:3.

Mike McNamee, Cody Sylvester und Marvin Ratmann waren die Torschützen in diesem Zitterspiel mit Happy End. »Alles, was zählt, das sind die Punkte«, sagt Trainer Petri Kujala nach spielerisch schwachen 60 Minuten.

Gegenüber dem 4:9 gegen Bietigheim fehlten bei den Gästen Noureddine Bettahar (erneut angeschlagen) sowie Leon Niederberger, der von Kooperationspartner Düsseldorf angefordert worden war, allerdings im DEL-Spiel am Nachmittag fehlte. Kujala mischte seine Reihen ganz gehörig durcheinander und trennte erstmals Cody Sylvester und James Livingston in der für Gegentore so anfälligen ersten Formation. Das führte unter anderem zu der rechten unorthodoxen Topreihe mit Verteidiger Eric Meland und dem erst 19-jährigen Martin Ratmann an der Seite von Goldhelm Sylvester.

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Bad Nauheim konnte den frühen Führungstreffer feiern, als Mike McNamee einen Livingston-Pass (zuvor hatte der Tölzer Christian Kolacny über den Puck geschlagen) in die Maschen jagen konnte (2.), und hat anschließend noch durch Ratmann die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Insgesamt verlegte sich Bad Nauheim aber zu sehr aufs Reagieren und überließ den Gastgebern, die nach der Freitag-Niederlage mutig, zugleich aber auch wild nach vorne spielten, die Initiative. Gefährlich war immer dann, wenn die Tölzer Topformation um Joonas Vihko auf dem Eis stand. Und letztlich war’s auch der Finne, der mit seinen beiden Treffern (7./16.), bis zur ersten Drittelpause das Spiel drehen konnte.

Zum zweiten Durchgang erwischten dann erneut die Gäste den besseren Start. Einen Abpraller von der Bande nach einem Sylvester-Schuss drückte Ratmann zum Ausgleich über die Linie (21.). In der Folgezeit wurde es turbulent. Aus dem Gewühl heraus traf McNamee zur erneuten Gäste-Führung, zudem erhielt Löwen-Torwart Andreas Mechel nach seinem Schlag mit der Stockhand gegen Livingston eine Matchstrafe. Im Tölzer Kasten feierte somit der 18-jährige Mirko Davi sein Debüt im Seniorenbereich. Durch einen Schlagschuss von Kolcany kam Tölz zum erneuten Ausgleich. Noch immer zeigten sich die Roten Teufel in erster Linie darauf bedacht, Fehler zu vermeiden.

Toptorjäger Sylvester brachte seine Mannschaft im Schlussdrittel zum drittel Mal in Führung, und nun stand die Defnsive kompakt und verhinderte den erneuten Ausgleich.

Tölzer Löwen: Mechel (ab 27. Davi) - Schwarz, Lakos, Kolacny, Frank, Reiter, Horschel - Rodman, Vihko, Schlager, Strobel, Kathan, Sedlmayr, Endraß, St. Jacques, Kornelli, Walleitner, Edfelder, Hörmann.

EC Bad Nauheim: Bick - Stiefenhofer, Slaton, Mannes, Woidtke, Ketter, Erk, Pruden - Meland, Sylvester, Ratmann, Krestan, McNamee, Livingston, Meisinger, Lange, Frosch, Palka.

Steno: Tore: 0:1 (2.) McNamee (Livingston), 1:1 (7.) Vihko (Schlager, Rodman - 5-4), 2:1 (16.) Vihko (Schlager), 2:2 (21.) Ratman (Sylvester, Stiefenhofer), 2:3 (27.) McNamee (Krestan, Livingston), 3:3 (28.) Kolacny (Lakos - 4-4), 3:4 (48.) Sylvester (Slaton). - SR: Holzer/Singiatis. - Strafminuten: Bad Tölz 4 plus zehn Minuten (Horschel) plus fünf Minuten plus Matchstrafe (Mechel), Bad Nauheim 14. - Zuschauer: 1547.

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