EC Bad Nauheim

Wiedersehen und Wundertüte für den EC Bad Nauheim am Wochenende

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Emotionales Wochenende für den EC Bad Nauheim: Erst geht es am Freitagabend gegen Bayreuth und Ex-Trainer Petri Kujala, dann wartet am Sonntag in Kassel das dritte Hessen-Derby der Saison.

Der EC Bad Nauheim liegt nach 13 Spielen auf Rang zehn in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Vier Plätze dahinter, als Schlusslicht der Liga, rangiert der sportliche Absteiger der vergangenen Saison, die Bayreuth Tigers. Gegen sie scheint ein Sieg am Freitagabend (19.30 Uhr) im Colonel-Knight-Stadion Pflicht, will man den Anschluss nach oben nicht so früh verlieren. Mit dem erhofften Sieg im Rücken geht es am Sonntagabend (18.30 Uhr) nach Kassel. Beim nur durchwachsen gestarteten Siebtplatzierten steht ab diesem Wochenende mit Bobby Carpenter ein neuer Trainer an der Bande. Die wichtigsten Punkte vor dem emotionalen Wochenende auf einen Blick:

Personelles: Beim Training des EC wird es zurzeit fast eng auf dem Eis, schließlich sind aktuell neun Verteidiger und 13 Stürmer an Bord – und damit auf jeder Position einer zu viel für das Wochenende. Mit Dennis Reimer (Armverletzung) und Nicolas Strodel (Grippe) sind die zuletzt beide angeschlagenen Spieler ebenfalls fit. Daher hat Trainer Christof Kreutzer mit Blick auf die beiden Spiele am Wochenende Nico Kolb und Nicolas Geitner zum Kooperationspartner nach Herne in die Oberliga geschickt. Für Neuzugang Denis Shevyrin und Tryoutspieler Huba Sekesi war es derweil die erste vollständige Trainingswoche. Sie sollen am Wochenende in jedem Fall Eiszeit erhalten. "Die ganze Woche war für die Spieler und uns sehr hilfreich. Natürlich müssen sie erst einmal reinkommen und verstehen, wie wir spielen, daher bin ich gespannt, wie sie das umsetzen", sagt Kreutzer. Nichts Neues gibt es derweil in der Causa Jonathan Boutin. Der etatmäßige Nummer-eins-Torhüter fällt weiter aus.

EC Bad Nauheim: Kujala und Kassel sind nicht in Form

Schwierige Aufgabe für Kujala: Der Ex-Coach der Roten Teufel, Petri Kujala, hat in Bayreuth eine schwierige Aufgabe. Als sportlicher Absteiger hatte man sich eigentlich auf die Oberliga vorbereitet, doch dann kam die Insolvenz von Riessersee und damit die Chance, weiter zweitklassig zu spielen. Die mangelnde Vorbereitung ist der Mannschaft anzumerken, denn das Team liegt mit nur sieben Punkten am Tabellenende – noch hinter Aufsteiger Deggendorf. Am vergangenen Wochenende gab es beim 4:10 bei den Frankfurter Löwen zudem eine heftige Klatsche, nachdem es zwei Tage zuvor schon ein 0:5 gegen Crimmitschau für das Team der Ex-Nauheimer Juuso Rajala und Timo Herden gesetzt hatte. Doch Kreutzer warnt dennoch: "Sie haben eine gute Offensive, denn auch wenn sie verlieren: Tore schießen sie eigentlich immer." Der EC-Coach weiß aber auch, dass im Umfeld ein Sieg erwartet wird.

Petri Kujala wird sicher nicht nach Bad Nauheim kommen, um ohne Punkte wieder nach Hause zu fahren

Christof Kreutzer

Kommt jetzt die Trendwende in Kassel? Mit neuem Trainer (siehe Kasten unten) und vor heimischer Kulisse wollen die Huskies aus Kassel auch das zweite Hessen-Derby gegen den EC gewinnen. Trainer Kreutzer erwartet aufgrund des neuen Personals an der Bande, dass die Hausherren mit viel Engagement zur Sache gehen werden – auch um die Fans etwas zu besänftigen. Dies müsse aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, zumal man beim 3:4 zum Saisonauftakt nah dran gewesen sei, das Spiel noch zu gewinnen. Bei den Kasselern wird dann auch Ex-EC-Spieler Jannik Woidkte auf dem Eis stehen. Der 27-jährige Verteidiger war erst am Donnerstagmittag zu den Schlittenhunden gewechselt, nachdem er in Bad Nauheim keine Perspektive mehr gesehen hatte.

EC Bad Nauheim: Trainer Christof Kreutzer warnt vor Bayreuth - und hat Hoffnung gegen Kassel

Das sagt EC-Trainer Christof Kreutzer: "Petri Kujala wird sicher nicht nach Bad Nauheim kommen, um ohne Punkte wieder nach Hause zu fahren. Das wird eine schwierige Aufgabe für uns. In Kassel geht es für uns absolut um eine Revanche für das erste Saisonspiel. Im Derby kann jeder gewinnen."

Info

Geplanter Personalwechsel in Kassel - nur früher

Die Karriere des neuen US-Coach der Kassel Huskies, Bobby Carpenter, ist beeindruckend: Der dreifache Familienvater spielte von 1983 bis 1999 in der NHL, mit den New Jersey Devils holte er zweimal den Stanley-Cup – 1995 als Spieler und 2000 noch einmal als Assistenztrainer. Seit 20 Jahren ist er gut mit Huskies-Besitzer Joe Gibbs bekannt. Dieser lotste ihn als Ersatz für Rico Rossi nach Nordhessen, der nun – gesichtswahrend und mit Betonung auf die zum Ende der Saison ohnehin geplante Personalrochade – die Position des Sportlichen Leiters übernimmt. Zum Auftakt am Freitag in Weißwasser und am Sonntag gegen den EC Bad Nauheim erwartet Carpenter "schon zwei besondere Spiele". Er hat übrigens "nur" einen Vertrag bis Saisonende – mit Aussicht auf Verlängerung, wenn es gut läuft. Das Ziel des DEL 2-Meisters von 2016: In drei Jahren fit sein, um dann um den DEL-Aufstieg mitspielen zu können.

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