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Kollektiver Jubel bei den Spieler des EC Bad Nauheim nach dem achten Sieg in den vergangenen neun Spielen. (Foto: Chuc)

EC Bad Nauheim

Wahnsinn! Die Erfolgsserie des EC Bad Nauheim hält auch im Derby in Frankfurt

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Der EC Bad Nauheim ist in der DEL 2 weiter "on fire". Die Kurstädter gewinnen auch das Derby in Frankfurt. Dort hatte es aber nervenaufreibende 65 Minuten gedauert.

Der Schrei der zahlreichen mitgereisten Bad Nauheimer Eishockeyfans war im gesamten Rund der mit 6770 ausverkauften Frankfurter Eissporthalle zu hören: Cody Sylvester machte 26 Sekunden vor Ende der Verlängerung den Treffer zum 4:3-Erfolg über die Löwen Frankfurt. Die Bad Nauheimer haben in der DEL 2 damit acht ihrer vergangenen neun Spiele gewonnen, ganz nebenbei die Siegesserie der Frankfurter aus zuletzt fünf Erfolgen gestoppt und die Punkte fünf und sechs in den bisherigen drei Vergleichen mit den Löwen Frankfurt in dieser Saison eingefahren – ein (fast) perfektes Auswärtsspiel der Truppe von Trainer Christof Kreutzer.

EC Bad Nauheim: Die Mannschaft zeigt Effizienz, Cleverness und eine tolle Moral

Der sagte nach dem Spiel sichtlich erfreut: "Wir waren im letzten Derby in Nauheim schon nah dran am Overtime-Siege. Heute war der Erfolg mehr als verdient. Derbysiege sind immer etwas Besonderes, daher hat es mir heute richtig Spaß gemacht." Sein Gegenüber Matti Tillikainen, seines Zeichens Headcoach der Frankfurter, zollte den Gästen Respekt für ihre starke Defensivarbeit. Zudem sei der EC auch nach vorne jederzeit gefährlich gewesen, während seiner Mannschaft "der letzte Push" gefehlt habe.

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Angeführt von einem wieder einmal gut aufgelegten Felix Bick im Tor, der erwartungsgemäß bei den Frankfurter Fans einen schweren Stand hatte, war er doch erst unter der Saison wieder aus der Mainstadt in die Kurstadt gewechselt, zeigten die Gäste aus Bad Nauheim über weite Strecken, was sie aktuell so stark macht: In der Defensive gewohnt clever und effizient, offensiv auf den Fehler des Gegners lauernd, um ihn dann schnell zu überfallen – und natürlich eine starke Moral.

EC Bad Nauheim: Andrej Bires als doppelter Torschütze

Wie schon am Freitag gegen Spitzenreiter Ravensburg drehten die Nauheimer einen Rückstand: Nach dem etwas unglücklichen 0:1 durch Tim Schüle, der eine kleine Unordnung nach dem Verlust eines Schlägers beim EC ausnutzte (3.), sorgten Andrej Bires mit einem Abstauber nach einem Schuss des starken Dustin Sylvester (16.) und Dennis Reimer (19.) mit einem perfekten Angriff über seine Sturmpartner Maximilian Brandl und Maximilian Hadraschek für das 2:1 zur ersten Pause.

Die Löwen machten erst im zweiten Abschnitt richtig Druck, nach einem starken Save, bei dem Bick den Puck nicht richtig festhalten konnte, markierte Mathieu Tousignant den Ausgleich. Doch der EC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, nutzte das erste Powerplay zum zweiten Bires-Tor und der erneuten Führung (32.). Zum ersten Mal schwieg der komplette Frankfurter Anhang.

EC Bad Nauheim: Erst das entscheidende Tor verpasst, dann doch noch zugeschlagen

In der Folge verpasste es der EC trotz der insgesamt besseren Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Die Quittung kam durch den neuerlichen Ausgleich, nachdem Dustin Sylvester (47.) und Marcel Kahle (49.) vorn verpasst hatten: Maximilian Eisenmenger traf zum Ausgleich nach einem guten Spielzug über Dominik Meisinger und Eduard Lewandowski. Doch zum Glück war Cody Sylvester in einer nervenaufreibenden Verlängerung mit besten Chancen auf beiden Seiten zur Stelle – und sicherte die zwei Punkte im Kampf um die Playoffs. "Wir müssen jetzt realistisch bleiben. Die Playoffs sind das Ziel – egal wie. Aber natürlich gibt diese Serie Selbstvertrauen und die Euphorie ist für die Fans gut. Das ist momentan so, als würde ein Mann mehr auf dem Eis stehen", sagte Kreutzer sichtlich glücklich über den EC-Anhang, der mit dem Team – und dem obligatorischen Derby-Banner – noch lange den Derbyerfolg feierte, als die Frankfurter Fans längst schon das Weite gesucht hatten.

EC Bad Nauheim: Das Hessen-Derby der DEL2 in Frankfurt auf einen Blick

Löwen Frankfurt: Andryukhov – Spang, Faber – Schüle, Yorke, Maginot, Hüttl – Tousignant, Kerälä, Mitchell, Köhler, Meisinger, Koziol, Lewandowski, Proft, Maximilian Eisenmenger, Erk, Fischer.

EC Bad Nauheim: Bick – Dalhuisen, Ketter, Slaton, Stiefenhofer, Shevyrin, Ratmann –Brandl, Hadraschek Reimer, Bires, Dustin Sylvester, Krestan, Cody Sylvester, Hamill, Kahle.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Westhaus/Salewski. – Zuschauer: 6770 (ausverkauft). – Tore: 1:0 (4.) Schüle (Maximilian Eisenmenger, Proft), 1:1 (16.) Bires (Dustin Sylvester, Slaton), 1:2 (19.) Reimer (Brandl, Hadraschek), 2:2 (23.) Tousignant (Mitchell, Kerälä), 2:3 (42.) Bires (Dalhuisen, Krestan – 5:4), 3:3 (49.) Eisenmenger (Meisinger, Lewandowski), 3:4 (65.) Cody Sylvester (Dustin Sylvester). – Strafzeiten: 4 / 2.

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