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Sean McMonagle erlebte die Herbst-Euphorie nach dem DEL2-Aufstieg in Ba dNauheim

Eishockey-WM

So viel Bad Nauheim steckt in der Eishockey-WM

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Die Eishockey-Szene ermittelt in diesen Tagen in der Slowakei ihren Weltmeister. Viele Spuren führen dabei zum EC Bad Nauheim. Eine Übersicht.

Die Eishockey-Szene trifft sich in diesen Tagen in Bratislava und Kosice. In der Slowakei wird der Weltmeister ermittelt. Bad Nauheim und die Roten Teufel aus der zweiten deutschen Liga scheinen beim Zusammentreffen der Weltbesten im Sport weit weg. Doch das täuscht: Die Spuren zahlreicher Spieler, Trainer und Funktionäre führen in die DEL 2, die Region und ganz speziell in die Wetterau.

Dr. Andreas Gröger:Der 60-Jährige, Ärztlicher Direktor im City Med München, ist der Chef-Mediziner der deutschen Nationalmannschaft. Aus seiner Heimatstadt Füssen kommend, spielte er von 1979 bis 1981 für den VfL Bad Nauheim in der Bundesliga. Er erzielte dabei 27 Treffer und gab 28 Vorlagen. Gröger beendete seine Karriere nach insgesamt 362 Bundesliga-Spielen (172 Tore, 131 Assists) im Jahr 1989.

Eishockey-WM: Nationalspieler und Trainer aus Norwegen

Sjur Robert Nilsen:Der 51-Jährige ist Assistenz-Trainer der norwegischen Nationalmannschaft. In der höchsten Liga seines Heimatlandes ist der Ex-Profi seit 2017 Chef-Coach in seiner Geburtsstadt Sarpsborg. In Bad Nauheim spielte der Stürmer von 1996 bis 1998. Als Coach der Storhamar Dragons wurde er vor zwei Jahren teil der Eishockey-Geschichte. Exakt 217 Minuten und 14 Sekunden - und damit brutto mehr als acht Stunden - dauerte seinerzeit das Playoff-Match gegen Sparta Warriors Sarpsborg.

Svein Enok Nörstebö:Der Verteidiger spielte gemeinsam mit Nilsen von 1996 bis 1998 für Bad Nauheim. Schlittschuhläuferisch hob er sich in jener Zeit von Mit- und Gegenspielern ab. Nörstebö war als junger Familienvater zu den Roten Teufeln gewechselt. Heute spielt Matthias - wie einst sein Vater - für die Nationalmannschaft.

Eishockey-WM: Zwei Jungadler in der Jugend der Roten Teufel

Stefan Schaidnagel:Der 38-Jährige trägt den etwas sperrigen Titel "Sportdirektor mit Generalverantwortung" und gilt als der neue starke Mann im Verband. Zusammen mit Ex-Bundestrainer Marco Sturm hatte er eine sportliche Verbandsreform bis in den Junioren-Bereich forciert. Parallel zum Studium lief der Verteidiger während der Relegation der Saison 2005/06 für die Roten Teufel, damals in der Oberliga-Relegation, auf.

Joachim Ramoser:Wie Michaelis spielte der Stürmer als Leihgabe der Jungadler in der Saison 2011/12 für die Jugend-Mannschaft der Roten Teufel, damals gecoacht von Marcus Jehner. Ramoser, aktueller italienischer Nationalspieler, erzielte damals in 13 Spielen elf Tore und konnte 14 Treffer auflegen. Über Salzburg führt sein Weg in die DEL (München, Ingolstadt). In der kommenden Saison steht Ramoser - bislang 110 DEL-Spiele - in Nürnberg unter Vertrag.

Eishockey-WM: EC Bad Nauheim als Heimat italienischer Nationalspieler

Marc Michaelis:Eine Entdeckung der Vorsaison. Da hatte Ex-Bundestrainer Marco Sturm dem Studenten der Minnesota State University das Vertrauen geschenkt. Der 23-Jährige wurde erneut für die WM nominiert. In der Saison 2011/12 spielte Michaelis als Leihgabe der Jungadler Mannheim für die Jugend-Mannschaft der Roten Teufel. Seine überragende Bilanz: Zwölf Tore und ebenso viele Vorlagen in nur elf Partien. Nach zwei weiteren Jahren im Adler-Nachwuchs zog es Michaelis nach Nordamerika.

Alex Trivellato:Ein weiterer italienischer Nationalspieler. In der Saison 2017/18 hat sich der Verteidiger in Bad Nauheim für eine Rückkehr in die DEL empfohlen. In 16 Spielen kam der 26-Jährige auf zwei Tore und sechs Vorlagen. Trivellato zog es nach Krefeld, wo er auch in der kommenden Saison unter Vertrag stehen wird.

Sean Mc Monagle:Der italienische Nationalspieler hat in der Saison 2018/19 mit Frisk Asker die Meisterschaft in Norwegen gewonnen. Der 31-Jährige, der als Wandervogel gilt, absolvierte die Spielzeit 2013/14 für den EC Bad Nauheim. In der Zweitliga-Comeback-Saison der Teufel kam der offensiv ausgerichtete Verteidiger auf sieben Tore und 18 Vorlagen für die Hessen, die er schließlich in Richtung der multinationalen Erste Bank Liga (EBEL) verlassen hatte.

Eishockey-WM: Ilja Vorobjev prägt die Löwen Frankfurt und die Nationalmannschaft Russlands

Profi-Eishockey wird oftmals mit einer großen Familie verglichen. Die europäische Szene ist überschaubar. Man kennt sich. Als Mit- oder Gegenspieler. Als Trainer, als Berater. Aus früheren Zeiten in Frankfurt oder auch aus ihren heutigen Verträgen in der DEL 2 stechen beim Blick auf die WM viele Namen heraus, die man in Bad Nauheim schon auf dem Eis oder an der Bande gesehen hat. Der prominenteste: Ilja Vorobjev. Der Russe hat über viele Jahre hinweg die Geschichte der Löwen Frankfurt mitgeschreiben. 

Ilja Vorobjev: Er kam Anfang der 1990er-Jahre als Teenager mit seinem Vater Pjotr nach Frankfurt, blieb dort bis 1999 und kehrte 2007 noch einmal für drei Spielzeiten zurück. Von 2016 an war Vorobjov parallel zu seinem Engagement bei Metallurg Assistenztrainer der russischen Nationalmannschaft und gewann in dieser Zeit mit dem Nationalteam zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften und die Goldmedaille (unter neutraler Flagge) bei den Olympischen Winterspielen 2018. Anschließend trat Oleg Znarok (einst Freiburg/Landsberg) als Nationaltrainer zurück, und Vorobjov wurde sein Nachfolger. Seit der Saison 2018/19 hat er zudem den Posten des Cheftrainers beim russischen Erstligisten SKA Sankt Petersburg inne. 

Corey Neilson: Der aktuelle Trainer des Jahres in der DEL 2 ist nicht nur Coach der Lausitzer Füchse, sondern auch Assistenztrainer der britischen Nationalmannschaft. 

Clayton Beddoes: Der 48-Jährige ist seit 2016 Trainer der italienischen Nationalmannschaft. In Bad Nauheim kennt man den Ex-DEL-Spieler als Trainer der Löwen Frankfurt aus der Oberliga-Saison 2011/12. 

Alexander Mellitzer: Ein weiterer Coach. Mellitzer, Übungsleiter der Heilbronner Falken und langjähriger Weggefährte von Bad Nauheims Co-Trainer Harry Lange, gehört zum Trainerstab seiner Heimat Österreich. 

Jan Pavlu: Der italienische Nationalspieler hat sich als DEL 2-Verteidiger etabliert. Von 2016 bis 2018 stand der 24-Jährige in Bayreuth unter Vertrag, seit 2018 ist er für die Heilbronner Falken am Puck.

Alex Lambacher: Ein weiterer italienischer Nationalspieler. Der Stürmer hat 2016 in Kassel den Übergang in den Seniorenbereich gemeistert und ist in der vergangenen Saison – in Mannheim unter Vertrag – in 25 Spielen für Heilbronn aufgelaufen. 

Joseph Lewis: Der gebürtige Waliser gehört dem WM-Aufgebot von Großbritannien an. Seit 2015 steht der Stürmer in der DEL2 (Heilbronn/Rosenheim) unter Vertrag, die letzten beiden Spielzeiten lief er für Kaufbeuren auf.

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